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Handlungsfelder

Dezentralisierung – gute Regierungsführung und lokales Handeln


Ein Beamter in Uganda.

Dezentralisierung bedeutet, Zuständig­keiten und Ressourcen so von der nationalen Ebene auf Distrikte und Gemeinden zu verlagern, dass die staatlichen Aufgaben besser erfüllt werden können. Effiziente, dezentrale Regierungs- und Verwaltungs­struk­turen sind wesentliche Elemente verantwortungs­voller Regierungs­führung. Die Stärkung lokaler Selbst­verwaltung ist somit in vielen Ko­operations­ländern ein zentraler Bestandteil politischer Reform­prozesse. Denn in vielen Belangen haben die Stadt­verwal­tungen einen engeren Bezug zum Bürger und seinen Bedürf­nissen als die Zentral­regierung des Landes.

Ziel der Dezentrali­sierung ist, staatliche Dienst­leistungen und Bürgernähe zu verbessern, den Einsatz öffentlicher Ressourcen transparenter, effektiver und bedarfs­gerechter zu gestalten und die politische Betei­ligung der Bevölkerung zu stärken. Durch Dezentralisierung wird Demokratie­entwicklung, lokales Wirtschafts­wachstum und klima­schonendes Handeln in den Städten unterstützt und gesellschaft­liches Konflikt­potenzial verringert.

Im Rahmen der Ent­wicklungs­zusammen­arbeit unterstützt Deutschland unter anderem die neu entstehenden Verwal­tungs­einheiten und Parlamente auf kommunaler Ebene bei der Wahr­nehmung ihrer Aufgaben. Bedienstete der Stadt­verwal­tungen und gewählte Volks­vertre­te­rinnen und -vertreter werden fort­gebildet. Es werden Aufsichts- und Kontroll­mechanis­men eingeführt, um Miss­wirt­schaft und Korruption zu verhin­dern und zu bekämpfen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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