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Zusammenarbeit konkret

Vom Gegeneinander zum Miteinander

Kinder spielen Fußball auf einem Bolzplatz im Township Winterveld bei Pretoria.

Wie Sport – und ins­be­son­dere Fuß­ball als Breiten­sport – für Ent­wick­lung genutzt werden kann, hat das Projekt "Jugend­ent­wick­lung durch Fußball" (Youth De­vel­op­ment through Football, YDF) eindrucks­voll unter Beweis gestellt. Die GIZ hatte es 2007 im Auftrag des Bundes­ministe­riums für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung im Vorfeld der Fußball­welt­meister­schaft 2010 in Süd­afrika gestartet. Neben Süd­afrika haben sich neun weitere afrika­nische Staaten an YDF beteiligt.

Was als Projekt der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit begann, ist in Südafrika inzwischen fest in der Jugend­arbeit verankert: Das Fußball­spielen vermittelt jungen Menschen, die sonst nur Chancen- und Pers­pektiv­losig­keit kennen, ein neues Lebens­gefühl. Sie erlernen ein soziales Mit­ein­ander und Metho­den der gewalt­freien Kon­flikt­lösung. Das Fußball­spiel verschafft den Jugend­lichen Erfolgs­erleb­nisse und zwingt sie gleich­zeitig, mit Nieder­lagen umzugehen. Diese Erfahrungen aus dem Sport kommen ihrer persön­lichen und auch beruf­lichen Ent­wick­lung zugute.

Um die Ziel­gruppe zu erreichen, ar­beitete die GIZ seinerzeit mit staat­lichen Stellen und Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen zusammen, die Fußball bereits erfolg­reich zur Jugend­förde­rung ein­setzten.

Das Projekt wurde von Wissen­schaft­lern der Universität Johannes­burg be­gleitet. Ihre Aus­wertung beweist seinen Erfolg: Etwa 60.000 Jugend­liche in Südafrika und weitere 55.000 in den anderen neun Staaten haben von dem Projekt profi­tiert – fast 40 Prozent davon sind Mädchen. 74 Prozent der jugendlichen Teil­nehme­rinnen und Teil­neh­mer haben durch die YDF-Aktivitäten Selbst­bewusst­sein gewonnen. Das Sozial­verhal­ten vieler Jungen und Mädchen hat sich verbessert, gewalt­tätiges und diskri­minieren­des Ver­halten ist zurück­ge­gangen. 81 Prozent betrachten sich durch ihre Teil­nahme im Projekt als Vor­bild und glauben, als Multi­plikatoren Verän­derungen in ihrem Umfeld in Gang setzen zu können.

In Südafrika hat das YDF-Projekt gemein­sam mit dem Sport­ministe­rium dauer­hafte Strukturen zur Jugend­ent­wicklung hinter­lassen. Die im Rahmen des Pro­jekts erar­beiteten Hand­bücher wurden im Februar 2014 von der GIZ an den Südafrika­nischen Fußball­verband (South African Football Association, SAFA) über­geben. Dazu zählen zum Beispiel Materialien zu den Themen Gewalt­prä­vention, Gender-Bewusst­sein, Inklu­sion von Men­schen mit Behin­derungen und HIV-Vor­beu­gung. Die SAFA plant, in den kom­menden Jahren mehr als 10.000 Fußball­trainer mit Hilfe dieser Hand­bücher aus­zubilden.

Auch in anderen teil­nehmen­den Staaten, etwa in Mosam­bik, legte das YDF-Projekt das Funda­ment für weitere Vor­haben im Bereich Sport für Ent­wick­lung.

Projektbezeichnung: Youth De­vel­op­ment through Football

Laufzeit: 2007 bis 2013

Weitere Informationen

Sport und Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit

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17.10.2013 - Die südafrikanerische Nationalspielerin Keneilwe Mathibela nutzt ihre Bekannt­heit und ihren Erfolg, um be­nach­tei­lig­ten Jugend­lichen mittels Fußball dabei zu helfen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. In dem Projekt "Youth De­vel­op­ment Through Football" der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit bildet Keneilwe Jugend­liche zum Coach aus – und vermittelt ihnen auf spielerische Weise Werte wie Fair Play, Respekt, Teamgeist und Solidarität.

17.10.2013

Die südafrikanerische Nationalspielerin Keneilwe Mathibela nutzt ihre Bekannt­heit und ihren Erfolg, um be­nach­tei­lig­ten Jugend­lichen mittels Fußball dabei zu helfen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. In dem Projekt "Youth De­vel­op­ment Through Football" der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit bildet Keneilwe Jugend­liche zum Coach aus – und vermittelt ihnen auf spielerische Weise Werte wie Fair Play, Respekt, Teamgeist und Solidarität.

Die südafrikanische Fuß­ball­na­tio­nal­spielerin Keneilwe Mathibela bildet Jugend­liche zum Coach aus. Sie ver­mit­telt ihnen auf spiel­er­ische Weise Werte wie Fair Play, Respekt, Team­geist und Solidarität.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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