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Das deutsche Engagement

Soziale Absicherung im Krankheitsfall


Kinder vor einem Krankenhaus.

Weltweit haben etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu einer aus­rei­chenden und be­zahl­baren Gesund­heits­ver­sorgung. 100 Millionen Menschen fallen jedes Jahr unter die Armuts­grenze, weil sie nicht gegen Krank­heits­kosten abgesichert sind. Gerade für Arme ist es über­lebens­wichtig, dass ihre Krank­heiten an­ge­mes­sen be­han­delt werden und ihre Arbeits­fähig­keit auf Dauer erhalten bleibt.

Systeme der sozialen Absicherung im Krank­heits­fall er­mög­lichen im Ideal­fall der gesamten Bevölkerung eines Landes den Zugang zu Gesund­heits­dienst­leis­tun­gen. Dabei zahlt jeder nach seinen Mög­lich­keiten: Es kommt zu einer sozial aus­ge­wogenen Ver­tei­lung der Kosten zwischen Gesunden und Kranken, Jün­geren und Älteren, Be­schäf­tigten und Erwerbslosen sowie Besser­gestellten und sozial Schwächeren. Für die ärmsten Bevölkerungsschichten kann das System durch staat­liche Subventionen ergänzt werden.

Deutsch­land fördert in seinen Ko­ope­ra­tions­ländern unter­schied­liche Sys­teme der sozialen Absicherung im Krank­heits­fall durch Beratung und Fortbildung, Erfah­rungs­aus­tausch sowie durch Finanzierung von Struktur­reformen im Ge­sund­heits­system. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, dass zum Beispiel mit­hilfe von Gut­schein­systemen auch besonders arme und be­nach­tei­ligte Be­völ­ke­rungs­gruppen Zugang zu Basis­gesund­heits­diensten erhalten.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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