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Das deutsche Engagement

Soziale Absicherung im Krankheitsfall

Betreuung eines Kindes im Gazipur District Hospital in Bangladesch – das kleine Krankenhaus wird beim Ausbau des Gesundheitssektors in Bangladesch im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit technisch und finanziell unterstützt.

Weltweit haben etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu einer ausreichenden und bezahlbaren Gesundheitsversorgung. 100 Millionen Menschen fallen jedes Jahr unter die Armutsgrenze, weil sie nicht gegen Krankheitskosten abgesichert sind. Gerade für Arme ist es überlebenswichtig, dass ihre Krankheiten angemessen behandelt werden und ihre Arbeitsfähigkeit auf Dauer erhalten bleibt.

Systeme der sozialen Absicherung im Krankheitsfall ermöglichen im Idealfall der gesamten Bevölkerung eines Landes den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Dabei zahlt jeder nach seinen Möglichkeiten: Es kommt zu einer sozial ausgewogenen Verteilung der Kosten zwischen Gesunden und Kranken, Jüngeren und Älteren, Beschäftigten und Erwerbslosen sowie Bessergestellten und sozial Schwächeren. Für die ärmsten Bevölkerungsschichten kann das System durch staatliche Subventionen ergänzt werden.

Deutsches Engagement

Deutschland fördert in seinen Kooperationsländern unterschiedliche Systeme der sozialen Absicherung im Krankheitsfall durch Beratung und Fortbildung, Erfahrungsaustausch sowie durch Finanzierung von Strukturreformen im Gesundheitssystem. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, dass zum Beispiel mithilfe von Gutscheinsystemen auch besonders arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen Zugang zu Basisgesundheitsdiensten erhalten.

Das deutsche Engagement hat bewirkt, dass allein im Zeitraum 2014 bis 2017 mehr als 100 Millionen Menschen zum ersten Mal einen Krankenversicherungsschutz erhalten haben. Seit 2010 sind es sogar fast 330 Millionen Menschen weltweit, für die nun Krankheit kein Armutsrisiko mehr bedeutet.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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