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Das deutsche Engagement

Soziale Grundsicherung


Frauen und Kinder sitzen im Freien in einem Dorf in der Nähe von Rupandehi, Nepal.

Soziale Grundsicherung bietet Schutz in Situationen, die von vor­sorge­basierten Sys­temen der Risiko­ab­deckung nicht erfasst werden. Sie ver­mei­det so den Ein­tritt in die Abwärts­spi­rale der Armut, stärkt die Fähig­keit zur Selbst­hilfe und gibt armen Haus­halten eine Per­spek­tive, die über die Sorge um die Be­schaf­fung der nächsten Mahlzeit hinausgeht.

Grundsicherungsprogramme kommen überwiegend extrem armen Haus­halten und besonders gefährdeten Gruppen wie Frauen, Kindern, älteren Menschen und Personen mit Be­hin­de­rung zugute. Es werden Sach- oder Geld­leis­tungen gewährt. Die finanzielle Un­ter­stüt­zung kann dabei mit be­stimmten Be­din­gungen ver­bun­den sein, zum Beispiel dem Schul­besuch der Kinder oder regel­mäßigen Arzt­be­suchen. In diesem Fall spricht man von kon­di­tio­nierten Grundsicherungsprogrammen.

Vor allem in vielen lateinamerikanischen Ländern haben sich derartige Sozial­transfer­programme bei der Armuts­bekämpfung bewährt: Die Zahl der Schul­besuche ist dort ebenso markant an­ge­stie­gen wie die Teil­nahme an medi­zi­nischen Vorsorgeuntersuchungen.

Deutsch­land leistet bei seiner Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit in diesem Bereich unter anderem Tech­nische Zu­sam­men­ar­beit in Form von Beratung, Fort­bil­dung und Kapa­zi­täts­ent­wicklung. Finan­zielle Un­ter­stüt­zung wird dort ge­leistet, wo ein Staat die soziale Infra­struk­tur auf- oder aus­bauen muss, um der ge­stei­gerten Nach­frage und Nutzung dieser Dienste gerecht zu werden.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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