Hauptinhalt

Das deutsche Engagement

Absicherung im Alter


Eine alte Frau müht sich beim Bestellen ihres Ackers in der Nähe von Maseru, der Hauptstadt von Lesothos.

Alterssicherung ist ein relativ neues Handlungsfeld innerhalb des deutschen ent­wick­lungs­po­litischen Engagements für soziale Sicherung. Aufgrund der welt­weit zunehmenden Le­bens­er­war­tung und einer pro­gnosti­zierten Ver­drei­fachung der Zahl älterer Menschen auf zwei Mil­liarden bis 2050 (davon 80 Pro­zent in Ent­wick­lungs- und Schwellen­ländern) ent­steht auch in Ent­wick­lungs­ländern der Bedarf an Beratung und Un­ter­stüt­zung beim Auf­bau oder der Re­form der so­zi­alen Alterssicherung.

Das Thema betrifft sowohl Länder in Asien, wo aufgrund der demo­gra­phischen Ent­wick­lung der Anteil älterer Menschen besonders stark steigt, als auch viele Länder in Afrika. Als Folge der AIDS-Epidemie ist dort vielfach die Ge­ne­ra­tion der Groß­eltern mit der schwie­rigen Aufgabe kon­fron­tiert, die Versorgung ihrer verwaisten Enkel zu übernehmen.

In vielen Gesellschaften ist die durch­schnitt­liche Le­bens­er­war­tung der Frau hö­her. Da diese oft nur in geringem Maße durch eigene Erwerbs­tätig­keit für das Alter vorsorgen können, wird die Zahl der nicht ab­ge­sicherten Witwen ansteigen.

Für die Absicherung alter Menschen gibt es verschiedene Finan­zie­rungs­modelle: Renten­sys­teme, in die die arbeitende Bevölkerung Beiträge einzahlt, kapi­tal­ge­deckte Systeme unter Be­tei­li­gung des Privat­sektors, steuer­finan­zierte Grund­renten­systeme sowie Kom­bi­na­tionen dieser Modelle.

Deutsch­land unterstützt seine Ko­ope­ra­tions­länder beim Aufbau und bei der Finanzierung von für sie passenden Alters­sicherungs­systemen. Dabei stehen nicht nur die finanziellen Leistungen im Vor­der­grund. In Kooperation mit der Nicht­re­gie­rungs­orga­ni­sa­tion HelpAge wird zum Beispiel auch ein besserer Zugang zu sozialen Grund­diensten für alte Menschen gefördert.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen