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Der deutsche Beitrag

Kleinbergbau im Rohstoffsektor


Goldwäscher in Mosambik

Der Kleinbergbau ist eine der größten Herausforderungen im Rohstoffsektor. Er ist oft illegal, geschieht unter teils katastrophalen Arbeitsbedingungen und verursacht schlimmste Umweltschäden. Häufig werden grundlegende Menschenrechte unterwandert, etwa die Rechte von Frauen und Kindern oder der Gesundheitsschutz. Ein zusätzliches Problem stellt die Ausbreitung von HIV und Aids dar.

Der informelle Kleinbergbau ist arbeitsintensiv. Abhängig vom Rohstoffpreis beschäftigt er weltweit zwischen 15 und 30 Millionen Menschen. Kleinbergbau ist daher, je nach Wirtschaftslage, in vielen Regionen eine wichtige Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung. Doch gerade wegen der konjunkturellen Abhängigkeit des Kleinbergbaus, der damit verbundenen permanenten Zu- und Abwanderung von Arbeitskräften und der großen Zahl an Minen und Kleinbergleuten ist es für die betroffenen Regierungen enorm schwierig, Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, den Lebensbedingungen und dem Umweltschutz durchzusetzen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Einführung von Technologien im Kleinbergbau, die einen betriebswirtschaftlichen Vorteil bringen und gleichzeitig Umweltschäden verringern. Ein Beispiel ist die Verringerung des Quecksilbereinsatzes im Goldbergbau. Dieser Ansatz erfordert in der Regel eine Unterstützung durch Mikrofinanzierungsangeboten, damit die Bergbaubetreiber die notwendigen Investitionen bewältigen können.

Daneben engagiert sich das BMZ für die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards im Kleinbergbau.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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