Hauptinhalt

Internationale Initiativen

G7/G8 und G20


Die Staats- und Regierungschefs der G8 haben auf dem Gipfeltreffen von Heiligendamm 2007 die Bedeutung von mineralischen Rohstoffen für die Armutsbekämpfung und die nachhaltige Entwicklung von rohstoffreichen Entwicklungsländern betont. Es wurde beschlossen, die Fördermaßnahmen zur Unterstützung von guter Regierungsführung im Rohstoffsektor ("Rohstoff-Governance") zu verstärken und eine Pilotmaßnahme zur Zertifizierung von mineralischen Rohstoffen aus Konfliktgebieten umzusetzen.

Auch in den nachfolgenden G8-Gipfelerklärungen wurde die Relevanz von Rohstoff-Governance festgehalten: 2009 in L’Aquila unter dem Aspekt der Bekämpfung von Korruption, 2010 in Muskoka in Bezug auf illegalen Rohstoffabbau und -handel in Konfliktgebieten. Die G8-Abschlusserklärung von Deauville 2011 ruft rohstoffreiche Länder und die Rohstoffwirtschaft zur Umsetzung der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (EITI) auf. Sowohl in der G7-Abschlusserklärung von Elmau 2015 unter deutscher Präsidentschaft als auch in der von Ise-Shima 2016 bekräftigen die Staats- und Regierungschefs ihre anhaltende Unterstützung für die CONNEX-Initiative. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, Entwicklungsländer bei der Verhandlung komplexer kommerzieller Investitionsvorhaben zu beraten und zu unterstützen.

Die G20 befasst sich ebenfalls zunehmend mit den Rohstoffmärkten. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Preisschwankungen auf den internationalen Märkten eindämmen lassen könnten. Die Erklärung des G20-Gipfeltreffens von Pittsburgh 2009 betont die Bedeutung von Transparenz im Rohstoffsektor und ruft rohstoffreiche Länder sowie Unternehmen im Rohstoffsektor auf, dieses Ziel zu unterstützen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen