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Internationale Initiativen

CONNEX-Initiative


Einnahmen aus dem Rohstoffsektor können einen wichtigen Beitrag zur Armutsminderung in Entwicklungsländern leisten. Voraussetzung hierfür sind "faire" Rohstoffverträge, die zum einen attraktive Investitionsbedingungen schaffen, zum anderen einen optimalen Beitrag der Einnahmen zur Entwicklung des Landes gewährleisten.

Viele Entwicklungsländer setzen nach wie vor auf frei verhandelte Einzelverträge mit internationalen Bergbaufirmen und Investoren. Häufig fehlen ihnen jedoch die nötigen finanziellen Mittel und fachlichen Kenntnisse, um diese Verhandlungen auf Augenhöhe zu führen.

Um Entwicklungsländer wirkungsvoll bei der Vertragsgestaltung mit Investoren zu unterstützen, haben die G7-Staaten im Juni 2014 unter deutscher Präsidentschaft die CONNEX-Initiative ins Leben gerufen. Ziel ist, vorhandene Beratungsangebote zu verbessern und auszuweiten. Außerdem sollen Partnerländer darin unterstützt werden, langfristig eigene Kapazitäten für komplexe Vertragsverhandlungen insbesondere im Rohstoffsektor aufzubauen.

In einem ersten Schritt wurde eine Informationsplattform im Internet gestartet (www.negotiationsupport.org), um die bestehenden Angebote zur Unterstützung von Vertragsverhandlungen besser zu bewerben. Außerdem wurde ein Verhaltenskodex für die Beratung von Rohstoffverträgen verabschiedet und eine Reihe von Pilotprojekten zum Einsatz von Experten in rohstoffreichen Entwicklungsländern angestoßen.

Im Januar 2017 nahm die CONNEX Support Unit ihre Arbeit auf. Sie bietet den Regierungen von Entwicklungs- und Schwellenländern umfassende Unterstützung bei der Ausgestaltung und Verhandlung von Verträgen im Rohstoffsektor an.

Das BMZ hat bei der weiteren Ausgestaltung der CONNEX-Initiative und der Umsetzung von Pilotmaßnahmen eine Führungsrolle übernommen.

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Siehe auch

Externe Links

Lexikon der Entwicklungspolitik

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