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Arbeitsfelder

Information und Kommunikation


In einem Gesundheitszentrum in Kigali, Ruanda, werden Frauen über die AIDS-Problematik informiert.

Zum Recht auf sexuelle Selbst­bestimmung gehört, dass jede Person – unabhängig von Alter, Geschlecht, Familien­stand oder sexueller Orientierung – unter Achtung der Privat­sphäre freien Zugang zu allen Informationen und Beratungs­leistungen im Bereich der sexuellen Gesundheit hat.

Häufig werden noch Aspekte der sexuellen Gesund­heit tabuisiert und die Sexual­aufklärung ist in vielen Ländern ungenügend. Darum ist die Verbreitung von Informationen und die Möglichkeit der Kommu­ni­ka­tion über Sexualität und Fort­pflanzung – insbesondere für Jugendliche – sehr wichtig. Über die bio­lo­gischen, sozialen und seelischen Aspekte der Sexualität muss ebenso offen gesprochen werden wie über die Anwendung und Wirkungs­weise von Verhütungs­mitteln.

Information und Kommunikation helfen den Menschen, Verhaltens­weisen zu entwickeln, die mit weniger Risiko belastet sind. So können beide Partner ein befriedigendes Sexual­leben haben und sind fähig zu ver­ant­wor­tungs­voller Eltern­schaft.

In deutschen Entwicklungs­vorhaben werden Informationen über repro­duktive Gesund­heit nicht nur über Massen­medien, sondern auch über lokal anerkannte Vermittler wie tra­di­tio­nelle Erzähler oder religiöse Führer verbreitet. Auch unter­halt­same Ver­anstaltungen und inter­aktive Medien wie Radio­sendungen mit Telefon-Hotline sind erfolg­versprechende Kommu­ni­ka­tions­wege.

In einzelnen Ländern begrenzen kulturelle Regeln oder gesetz­liche Bestimmungen das Recht auf Information und Kommunikation. Dort müssen unter Berück­sich­ti­gung der in­ter­na­tional anerkannten Men­schen­rech­te und inter­nationaler Über­einkommen Wege gefunden werden, schritt­weise zur Ver­wirk­lichung der sexuellen und repro­duktiven Rechte bei­zutragen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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