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Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Chancen nutzen – nachhaltig handeln

Fertigung einer Autokarosserie in Mexiko

Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Probleme weltweit zu lösen, ist eine Herausforderung, die nicht alleine auf Regierungsebene bewältigt werden kann. Erforderlich ist eine intensive Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte: Regierungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und handeln. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt diese Zusammenarbeit mit zahlreichen Angeboten für die Wirtschaft.

Verantwortung der Privatwirtschaft

Private Unternehmen haben besonders großen Einfluss auf den Prozess der Globalisierung. Sie gestalten den sozialen und kulturellen Raum, die Arbeits-, Produktions- und Konsumbedingungen entscheidend mit. Ihr Engagement und ihre Kreativität wirken auch in Bereichen, in denen der Staat aus politischen, wirtschaftlichen oder logistischen Gründen kaum Einfluss nehmen kann. Sie sind deshalb unverzichtbare Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Unternehmen tragen entscheidend zum Aufbau leistungsfähiger Volkswirtschaften und einer funktionierenden Infrastruktur in den Entwicklungsländern bei. Ihre Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern übersteigen die Mittel der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit bei weitem. Durch ihren großen Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung tragen sie gleichzeitig eine große Verantwortung.

Verlässliche Rahmenbedingungen

Die Bundesrepublik unterstützt die Regierungen ihrer Partnerländer beim Aufbau einer sozialen und ökologischen Marktordnung, die nachhaltig wirtschaftende Unternehmen fördert und Geschäftspraktiken mit negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt unterbindet. Deutschland stärkt die Verbreitung und Durchsetzung international anerkannter Standards und Normen für unternehmerisches Handeln. Auch setzt sich die Bundesregierung für verbindliche Vereinbarungen in der internationalen Staatengemeinschaft ein, um Unternehmen in Entwicklungsländern verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten.

Ein Gewinn für Mensch, Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Das BMZ arbeitet auf verschiedenen Ebenen erfolgreich mit deutschen und internationalen Unternehmen, Kammern und Verbänden zusammen.

Durch die Kooperation mit der Wirtschaft wird nicht nur zusätzliches Geld, sondern auch unternehmerisches Know-how für die Partnerländer gewonnen. Dadurch steigt die Wirksamkeit des deutschen entwicklungspolitischen Engagements.

Von der Zusammenarbeit profitieren alle: Die Entwicklungs- und Schwellenländer, weil eine leistungsfähige Volkswirtschaft der Schlüssel für nachhaltige Entwicklung ist. Die privaten Unternehmen, weil sie sich langfristig neue Märkte erschließen und weil sie neue Partner gewinnen. Die Menschen vor Ort, weil neue Unternehmen Beschäftigung und Einkommen schaffen und damit helfen, die Armut zu vermindern.

Agentur für Wirtschaft & Entwicklung

Für eine passgenaue Beratung der Wirtschaft hat das BMZ die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung mit Standorten in Berlin und Bonn eingerichtet. Die Agentur arbeitet an der Schnittstelle zwischen Unternehmen, Verbänden und Entwicklungszusammenarbeit. Sie berät privatwirtschaftliche Akteure, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen, und initiiert so neue, innovative Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung weltweit.

Um eine stärkere Verzahnung von Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit zu erreichen, entsendet das BMZ außerdem sogenannte "EZ-Scouts" an Kammern, Verbände und Ländervereine. Als kompetente Ansprechpartner beraten sie Unternehmen zu den Angeboten des BMZ und fördern aktiv die Zusammenarbeit und den Austausch mit Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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