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GIKRM

Die Globale Initiative Katastrophenmanagement


Um den weltweiten Herausforderungen durch das zunehmende Katastrophenrisiko besser begegnen zu können, hat die Bundesregierung unter Federführung des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) die Globale Initiative Katastrophenrisikomanagement (GIKRM) ins Leben gerufen.

Ziel der Initiative ist es, deutsche und regionale Expertinnen und Experten aus Staat, Privatwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenzubringen, um über Ländergrenzen hinweg Erfahrungen auszutauschen, maßgeschneiderte Lösungen zu erarbeiten und Pilotprojekte zu starten. Die GIKRM setzt dabei auf drei Schwerpunkte:

1. Bevölkerungs- und Katastrophenschutz

Hier werden beispielsweise Erfahrungen weitergegeben, die Deutschland mit seinem weltweit einzigartigen, hoch professionalisierten Freiwilligensystem von Einsatzkräften gemacht hat, die unter anderem in Feuerwehren und im Technischen Hilfswerk organisiert sind.

2. Schutz kritischer Infrastrukturen und Wirtschaftskreisläufe

Hierbei geht es in erster Linie um innovative Technologie, um im Katastrophenfall die Versorgung mit Energie, Wasser und Telekommunikation sowie die Aufrechterhaltung des Verkehrswesens abzusichern.

3. (Weiter-) Entwicklung und Aufbau von Frühwarnsystemen

Frühwarnsysteme helfen vor allem im Hinblick auf Risiken durch unwetterartige Stürme, Fluten, Hochwasser, Hangrutschungen oder Tsunamis. Deutschland engagiert sich seit vielen Jahren national und international im diesem Bereich. Die GIKRM greift dieses umfassende Wissen und die praxisnahen Erfahrungen auf.

Beteiligt sind neben dem BMZ das Bundesinnenministerium (BMI), das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Auswärtige Amt (AA). Gemeinsam werden neue Formen der Zusammenarbeit mit aufstrebenden Partnerländern entwickelt und ausgelotet. Bestehende Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit spielen dabei als Ausgangsbasis eine wichtige Rolle.

Die Initiative konzentriert sich zunächst auf acht Pilotländer in Asien: Bangladesch, China, Indien, Indonesien, Myanmar, Philippinen, Thailand und Vietnam. Eine Ausweitung auf Länder in Nordafrika und Lateinamerika wird angestrebt. Die Initiative soll das deutsche Profil im Bereich Katastrophenrisikomanagement schärfen und somit helfen, die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen und Technologien aus Deutschland zu bedienen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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