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Projektbeispiel

Nachhaltiger Donau-Tourismus – vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer

Die rumänische Stadt Galați liegt an der Donau.

Mit rund 2.888 Kilometern ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas. Vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer fließt sie durch zehn Staaten und verbindet zahlreiche Kultur- und Wirtschaftsräume.

Während der Oberlauf von Deutschland über Österreich und die Slowakei bis nach Ungarn touristisch gut erschlossen ist, profitiert die mittlere und untere Donauregion noch wenig vom internationalen Reisegeschäft. Anfang 2010 gründeten daher 22 Privatunternehmen sowie staatliche und nicht staatliche Institutionen aus Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldau und der Ukraine das Donaukompetenzzentrum (Danube Competence Center, DCC).

Inzwischen zählt das DCC 76 Mitglieder, die zum Teil auch aus den Ländern an der oberen Donau kommen. Es hat seinen Sitz in Belgrad und dient als regionale Kooperations- und Marketingplattform. Das DCC fördert die Zusammenarbeit über gemeinsame Messeauftritte und die Entwicklung von grenzüberschreitenden Tourismusprodukten und Aktivitäten. Es bietet Dienstleistungen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder an und unterstützt die beteiligten Länder dabei, ihre nationalen Tourismusstrategien aufeinander abzustimmen. Zu den Vorzeigeprojekten zählen

  • ​der Aufbau eines gemeinsamen Webportals,
  • ​die Entwicklung der Kulturroute "Römische Kaiser und Donauweinstraße" durch Kroatien, Serbien, Rumänien und Bulgarien, zertifiziert durch das Europäische Institut für Kulturrouten,
  • ​die Weiterentwicklung der Fahrradroute Euro Velo 6 und der Ausbau des Radwegenetzwerks durch Serbien, Rumänien und Bulgarien,
  • ​die Erarbeitung von Marketingdienstleistungen wie Danube@ITB für Partnerländer,
  • ​die Entwicklung von Qualitätsstandards für einen nachhaltigen Tourismus im Donau-Delta.

Die Aktivitäten des Kompetenzzentrums tragen zur Umsetzung der EU-Donau-Strategie bei. Deren Ziel ist es, die nachhaltige wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Mittel- und Osteuropas zu beschleunigen. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) begleitet die GIZ den Aufbau des Kompetenzzentrums. Unter anderem berät sie die DCC-Mitglieder, wie sie mit Partnern aus anderen Donau-Anrainerstaaten zusammenarbeiten, gemeinsame touristische Produkte entwickeln und ihre finanzielle Nachhaltigkeit sichern können.

So wurde zum Beispiel im November 2016 in Belgrad die erste "Reiseindustrie-Meisterklasse" im Bereich Kreuzfahrt durchgeführt, eine Veranstaltung zum Wissensaustausch und zum Netzwerken zwischen Unternehmen, Tourismusagenturen und staatlichen Institutionen.

Deutscher Beitrag:
1. Phase (2009 bis 2012): 3,3 Millionen Euro
2. Phase (2012 bis 2015): 3,62 Millionen Euro
3. Phase (2015 bis 2017): 2 Millionen Euro

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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