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Privatwirtschaftsförderung

Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft für nachhaltige Unternehmensführung


Hausbau in El Salvador.

Die Bun­des­re­gie­rung strebt an, das Potenzial der Privat­wirt­schaft, zu einer nachhaltige Entwicklung beizutragen, stärker zu nutzen. Dazu setzt die Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit auch direkt auf Unternehmens­ebene an. Über die Kooperation mit Unternehmen werden private Mittel für Ent­wick­lung mobilisiert und sozial und ökologisch nach­hal­tige Geschäftspraktiken verankert.

Eine zentrale Aktivität der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit besteht darin, langfristige Finanzierungen für nach­hal­tige, umwelt- und sozial­verträgliche Investitions­vorhaben privater Unternehmen bereitzustellen. Häufig wird dieses En­gage­ment durch Beratungs­leistungen begleitet, um die Einhaltung von Prinzipien der Nach­hal­tig­keit und der guten Unternehmens­führung (Corporate Governance) sicherzustellen.

Soziales und ökologisches Engagement fördern

Mit der Förderung von inklusiven und breiten­wirksamen Geschäfts­modellen werden unternehmerische Ansätze gestärkt, die auf die Lösung sozialer und ökologischer Probleme ausgerichtet sind. Solche Ansätze bieten oftmals finanziell nach­hal­tige Lösungen für Ent­wick­lung und Armuts­reduktion, indem gezielt arme Menschen als Konsumenten und Kunden sowie als Angestellte, Produzenten und Unternehmer in Wert­schöpfungs­ketten integriert werden.

Durch die För­derung von verant­wortungs­vollem unter­neh­merischem Handeln (Corporate Social Responsibility, CSR) und durch den Aufbau ent­sprechender Initiativen und Netz­werke fördert, trägt das BMZ dazu bei, das Bewusst­sein und das privat­wirt­schaft­liche En­gage­ment in Bereichen wie Um­welt­schutz und Ressourcen­effizienz, Arbeits- und Men­schen­rech­te, Gesundheit sowie Aus- und Fort­bildung zu erhöhen.

Spezielle Regeln gelten für die Privat­wirt­schafts­förderung in Konflikt- und Post-Konflikt-Situationen. Ein besonderes Augen­merk liegt darauf, Maßnahmen konflikt­sensibel zu gestalten (Do No Harm), um bestehende Konflikte nicht zu verschärfen. Gleich­zeitig kann die Privat­wirt­schafts­förderung in solchen Ländern zum Aufbau von Markt­strukturen und zur Stimulierung von Wirt­schafts­kreis­läufen beitragen. Durch Einkommen und Be­schäf­ti­gung wird für die Bevölkerung und die (ehemaligen) Konflikt­parteien eine "Friedens­dividende" geschaffen. Neben der Förderung wirtschaftlicher Ent­wick­lung trägt die Privat­wirt­schaft so auch zu Stabilisierung, Frieden und Sicherheit bei.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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