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Wirtschaft, Wachstum und Beschäftigung

Förderung der Privatwirtschaft


Maurer in Südafrika.

Ein dynamischen Privat­sektor fördert die wirtschaft­liche Ent­wicklung eines Landes. Private Unter­nehmen schaffen Arbeit und Einkommen. Mit ihren Steuer­zahlungen bilden sie die Grund­lage für eine handlungs­fähige öffentliche Hand. Privat­wirt­schafts­förderung ist daher einer der wichtigsten Hebel zur strukturellen Armuts­minderung, zur Beschäftigungs­förderung und zur Mobi­li­sie­rung heimischer Ressourcen.

Der Privatsektor ist in vielen Ko­ope­ra­tions­ländern durch eine vergleichs­weise niedrige Pro­duk­ti­vi­tät, geringe Wett­bewerbs­fähigkeit und mangelnde Di­ver­si­fi­zie­rung ge­kenn­zeichnet. Er besteht zu einem Großteil aus informellen Kleinst- und Klein­unter­nehmen. Zwischen kleinen und großen Unter­nehmen klafft eine Produktivitäts­lücke, die deutlich größer ist als in den Industrie­ländern. Gleichzeitig schaffen es nur wenige Klein­unter­nehmen, zu mittel­ständischen und Groß­unternehmen aufzusteigen.

Zu den Ursachen für die mangelnde Wett­bewerbs­fähig­keit zählen unter anderem Defizite in der Infra­struk­tur und im Bildungs­system sowie der fehlende Zugang zu Krediten. Auch ungünstige politische und rechtliche Rah­men­be­din­gun­gen, mangelnder Zugang zu staat­lichen und privaten Dienst­leis­tun­gen und ein un­zu­reichendes Zusammen­spiel von Staat und Wirtschaft hemmen die Unternehmen.

Strategie der deutschen Ent­wick­lungs­po­li­tik

Ziel des deutschen ent­wick­lungs­po­litischen Engage­ments in der Privat­wirt­schafts­förderung ist die Stärkung privater Unter­nehmen in den Ko­ope­ra­tions­ländern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Kleinst-, kleinen und mittleren Unter­nehmen (KKMU). Sie machen den Großteil privater Unter­nehmen in den Ko­ope­ra­tions­ländern aus und bieten gerade ärmeren Bevölkerungs­schichten Be­schäf­ti­gungs- und Einkommens­möglichkeiten. Darüber hinaus führen einige Maßnahmen, zum Beispiel die Ver­bes­se­rung der wirt­schaft­lichen Rah­men­be­din­gun­gen, auch zu mehr In­ves­ti­tio­nen aus­län­di­scher Unter­nehmen. Auch das kann wiederum die inländische Wirtschaft beleben.

Unser Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung wird durch die Grund­sätze der sozialen und öko­lo­gi­schen Markt­wirt­schaft konkretisiert. Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit greift hierbei auf eine erfolgreiche deutsche und europäische Tradition der Gestaltung von Wirtschafts-, Handels-, Umwelt- und Sozial­politik zurück. Um das Leit­bild erfolgreich um­zu­setzen, fördert Deutsch­land zum die Achtung und Anwendung in­ter­na­ti­o­nal anerkannter Umwelt- und Sozial­standards, etwa der Kern­arbeits­normen der In­ter­na­ti­o­nalen Arbeits­organisation (ILO).

Im Zentrum der Strategie der deutschen Ent­wick­lungs­po­li­tik stehen

Mit dieser Strategie wird die Ent­wick­lung moderner, wett­bewerbs­fähiger und produktiver Unter­nehmen unter­stützt. Um die Wirkung zu erhöhen, werden die Maß­nahmen der Privat­wirt­schafts­förderung verknüpft mit ergänzenden Programmen in den Bereichen Wirtschafts­politik, Finanz­system­entwicklung, (Berufs-) Bildung, Infra­struk­tur und Gute Regie­rungs­führung.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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