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Zusammenarbeit konkret

Ghana: Verantwortungsvoller Umgang mit Geld durch Banken­aufsicht und finanzielle Grundbildung


Ghana: Herstellung von Fruchtsaft für den Export auf den europäischen Markt .

Ghanas Wirtschaft hat sich seit Mitte der 1990er Jahre sehr erfolgreich ent­wickelt. Gleichzeitig haben jedoch die Einkommens­unterschiede im Land stark zugenommen. Kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) sowie Haushalte mit niedrigem Einkommen haben nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu finanziellen Dienst­leis­tun­gen. Dies hat zur Folge, dass breite Be­völkerungs­schichten ihr unter­nehmerisches Potenzial nicht entfalten können. KKMU werden daran gehindert zu wachsen, wettbewerbs­fähiger zu werden sowie neue Arbeits­plätze zu schaffen, viele überschulden sich.

Das deutsche Programm "Nachhaltige Wirt­schafts­ent­wick­lung" hat das Ziel, den Zugang zu nachfrage­orientierten Mikro­finanz­dienst­leistungen zu verbessern und mehr Arbeits­plätze in KKMU zu schaffen. Das Vorhaben setzt in ver­schie­den­en Be­reichen an, unter anderem bei der Banken­aufsicht, der finanziellen Grund­bildung und dem Ver­braucher­schutz, bei Mikro­ver­sich­e­rungen, bei der Ent­wick­lung von Gewerbe­zonen und bei der Berufsbildung.

Bankenaufsicht, finanzielle Grundbildung, Verbraucherschutz

Ziel dieser Programmkomponente ist es, Klein­unternehmern, Niedrig­ein­kom­mens­haus­halten und Jugendlichen ein besseres Verständnis für Kredit- und Sparprodukten zu vermitteln. Zugleich soll der Kunden­service und Verbraucher­schutz im Finanz­sektor verbessert werden.

Die ghanaische Zentralbank wird im Rahmen der Technischen Zusammen­arbeit beim Aufbau dezentraler Aufsichts­strukturen des Mikro­finanz­sektors beraten. Außerdem wird sie dabei unterstützt, eine Beschwerde­stelle für Konsumenten ein­zu­richten, damit diese ihre Rechte einfordern können. Für Manager und Sach­bearbeiter von 52 Mikro­finanz­institutionen werden zudem Trainings­materialien zu den Themen finanzielle Grund­bildung und leistungs­abhängige Anreizsysteme entwickelt.

Die Bevölkerung wird außerdem direkt angesprochen und über Spar­einlagen, verantwortungs­volle Kredit­aufnahme und Ver­brau­cher­schutz informiert. Mit deutscher Un­ter­stüt­zung wurden dazu Radio­sendungen in lokalen Sprachen produziert. In 110 Distrikten wurden Theater­stücke für die länd­li­che Be­völ­ke­rung auf­ge­führt. Auf diesem Wege konnten die Spar­einlagen in einigen Re­gionen um 50 Prozent gesteigert und die finanzielle Sicherheit, Trans­pa­renz sowie der Kunden­schutz gestärkt werden.

Um das Wissen der Bevölkerung über den verantwortungs­vollen Umgang mit Finanzen auszuweiten, werden derzeit die Lehrpläne für Sekundarschulen angepasst und Lehrer in Pilotschulen ent­sprechend ausgebildet.

Deutscher Beitrag: rund 30 Millionen Euro

Laufzeit: Oktober 2006 bis Juni 2014

Lexikon der Entwicklungspolitik

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