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Technologien für nachhaltige Entwicklung

Informationstechnologien als Chance für Migranten, Menschen auf der Flucht und aufnehmende Gemeinden


In einem Workshop im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma werden Geflüchtete zu mobilen Reportern ausgebildet.

Weltweit leben rund 250 Millionen Menschen als Migrantinnen und Migranten außerhalb ihres Herkunftslandes. Mehr als 65 Millionen Menschen befinden sich aktuell auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung, rund 40 Millionen innerhalb des eigenen Landes. Digitale Lösungen können dazu beitragen, die Potenziale von Migration zu nutzen und die Lebensbedingungen von Migrantinnen und Migranten, Flüchtlingen und Binnenvertriebenen zu verbessern. Davon können auch die Gemeinden profitieren, die geflüchtete Menschen aufnehmen.

Menschen halten auf ihrer Flucht beispielsweise digital Kontakt zu ihren privaten und beruflichen Netzwerken im Herkunftsland und können so den Wissensaustausch zwischen Aufnahme- und Herkunftsländern fördern. Auch Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlingen in ihr Herkunftsland werden erleichtert: Preisvergleichsseiten im Internet erhöhen die Transparenz und helfen, den günstigsten Überweisungsanbieter zu finden.

Digitale Ansätze können Menschen auf der Flucht außerdem Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt verschaffen. So können Zukunftsperspektiven verbessert und Jobs geschaffen werden. Ein sehr großes Potenzial hat der IT-Sektor als Jobmaschine. Er ist in vielen Herkunftsländern, aus denen Migrantinnen und Migranten und Flüchtlinge kommen, der Wirtschaftszweig mit den höchsten Wachstumsraten. Die Nachfrage am Arbeitsmarkt nach gut ausgebildeten IT- Fachkräften steigt täglich.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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