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Finanzsystementwicklung

Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen und Agrarfinanzierung


Ackerbau in Cochabamba, Bolivien.

In Ent­wick­lungs­ländern sind nicht nur einzelne Haus­halte vom fehlenden Zugang zu Finanz­dienst­leistungen betroffen, sondern auch Unter­nehmen. Über 45 Pro­zent der kleinen und mittleren Unter­nehmen (KMU) in Niedrig­einkommens­ländern haben keine Mög­lich­keit, einen formellen Kredit auf­zu­nehmen, weil ihnen kein geeigneter Finanz­dienst­leister zur Ver­fü­gung steht: Für Mikro­finanz­institutionen ist das Kredit­volumen, das KMUs benötigen, zu groß, für kommer­zielle Banken ist es zu klein. Da in Ent­wick­lungs­ländern bis zu 45 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten in KMUs tätig sind und mehr als 30 Pro­zent des Brutto­inlands­produktes generieren, hat diese Ver­sorgungs­lücke dramatische Folgen.

Eine besondere He­raus­for­de­rung stellt die Finan­zierung von KMUs im Agrar­sektor dar: Dieser Bereich der Volks­wirt­schaften von Ent­wick­lungs­ländern ist geprägt von saisonalen Ein­kom­mens­zyklen und flächen­deckenden Risiken. So kann ein Unwetter zum Beispiel die Ernte ganzer Land­striche zerstören.

Erklärtes Ziel der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit ist es, die Bereit­stellung von bedarfs­gerechten Finanz­dienst­leistungen für Einzel­personen und KMUs im länd­lichen Raum aus­zu­weiten. Dabei bedient sich die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit einer Viel­falt von Finanzierungs­instrumenten. Durch Garantien, Ernte­versicherungen und Kredite werden die land­wirt­schaft­lichen Wert­schöpfungs­ketten gestärkt. Die Agrar­produktion wird gesteigert, die Beschäftigung gefördert und somit ein Beitrag zur Er­näh­rungs­siche­rung geleistet.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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