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Hintergrund

Ursachen von Migration


Frauen auf dem Weg zum Markt in Andrigita, Madagaskar.

Im Zeit­alter der Glo­ba­li­sie­rung ist Migra­tion zu einem festen Be­stand­teil unseres Lebens ge­wor­den. Nach den Güter- und Kapital­märkten wachsen auch die inter­natio­nalen Arbeits­märkte immer weiter zu­sam­men. Mobi­li­tät ist ge­fragt. Aus­lands­auf­ent­halte und inter­natio­nale Netz­werke wer­den immer wich­tiger, um in der glo­ba­li­sierten Arbeits­welt be­stehen zu können.

Viele Menschen in den Ent­wick­lungs­ländern sehen in ihrer Hei­mat für sich und ihre Fami­lien keine Pers­pek­tiven. Sie lei­den unter feh­lenden Bil­dungs­chancen, hoher Arbeits­losig­keit, poli­tischen und sozialen Kon­flikten und schlechter Re­gie­rungs­füh­rung. Das Be­völ­ke­rungs­wachs­tum ist in diesen Län­dern oft sehr hoch, so dass immer mehr junge Men­schen ver­geb­lich nach einem Ar­beits­platz suchen. Ar­mut und Frus­tra­tion sind die Folge.

Hinzu kommen in vielen Re­gionen zu­neh­mende Um­welt­zer­störungen und die bereits spür­baren Aus­wir­kungen des Klima­wan­dels. Die Schät­zungen, wie viele Menschen durch die glo­bale Klima­er­wär­mung ge­zwun­gen sein wer­den aus­zu­wan­dern, gehen weit aus­ein­ander. Sie reichen von 25 Mil­lionen bis zu 1 Mil­liarde Menschen.

Oft lässt sich nicht genau sagen, ob es sich bei Migranten um Klima­flücht­linge oder um Wirtschafts-, Armuts- oder Kriegs­flücht­linge han­delt. Fest steht jedoch, dass in Zukunft immer mehr Menschen ihre Hei­mat­länder ver­las­sen wer­den, weil sich die Umwelt- und Lebens­be­din­gungen dort dauer­haft ver­än­dert haben werden.

Über moderne Kom­mu­ni­ka­tions­mittel er­fah­ren die Menschen, wie at­trak­tiv das Leben in den Nach­bar­län­dern und erst recht in anderen Teilen der Welt ist oder zu sein scheint. Migra­tion ist ein Mit­tel der Selbst­hilfe. Je weniger das Hei­mat­land ent­wick­elt ist, umso größer ist die Hoff­nung, durch Aus­wan­de­rung die eigenen Lebens­ver­hält­nisse ver­bessern zu können.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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