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Rückkehrer

Das richtige Wissen zur richtigen Zeit am richtigen Ort


Die Rückkehrerin Dr. Neghist Belayneh, Leiterin der Abteilung "Urban Health Promotion and Disease Prevention" im äthiopischen Gesundheitsministerium, an ihrem Schreibtisch in Addis Abeba.

2006 kam Dr. Neghist Tesfaye Belayneh für ein Auf­bau­stu­dium in Inter­national Health nach Hei­del­berg. "Meine Fami­lie in Addis alleine zu las­sen, war damals keine leichte Ent­schei­dung. Auch noch ein­mal an die Uni zurück­zu­gehen war nicht so ein­fach. Hin­zu kamen eine andere Sprache und Kul­tur", blickt Belayneh zurück. Für sie stand von An­fang an fest, dass sie nach ihrem Stu­dium wie­der zu ihrer Fami­lie nach Äthio­pien zurück­kehren würde. Heute lei­tet die 44-Jährige die Ab­tei­lung "Urban Health Pro­motion and Disease Pre­vention" am äthio­pischen Gesund­heits­minis­terium. Hier setzt sie sich für die Ver­bes­se­rung der Gesund­heits­ver­sorgung ein und leistet damit einen Bei­trag zur Er­rei­chung der Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele.

"Eine besondere Heraus­for­de­rung bei meinem Job ist die Be­zah­lung. Rund 380 Euro Netto­ge­halt konnte man mir an­bieten", be­richtet Belayneh, die eigent­lich sehr stolz ist, für die Re­gie­rung ar­bei­ten zu dür­fen. Aber in Äthio­pien eine Stelle zu fin­den, die sowohl den pro­fes­sio­nellen als auch den finan­ziellen An­sprüchen ge­nügt, ist schwie­rig – obwohl die Nach­frage nach gut quali­fi­zierten Fach­kräften groß ist. Das Centrum für inter­natio­nale Migra­tion und Ent­wick­lung (CIM) hat Belayneh bei ihrem beruf­lichen Wie­der­ein­stieg be­glei­tet und unter­stützt. "Am Ende waren zwei Dinge dafür aus­schlag­gebend, dass ich den Job an­nahm. Zum einen die Tat­sache, dass ich mein Land weiter­bringe. Zum anderen bekomme ich über die Komponente für Rückkehrende Fachkräfte des CIM-Programms Migration für Ent­wick­lung einen finanziellen Zuschuss zu meinem Gehalt", sagt sie.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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