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Privatwirtschaft

Handel mit heimischen Produkten


Alter Reisekoffer.

Rund 15 Pro­zent der Be­völ­ke­rung von Hon­du­ras suchen ihr Glück im Aus­land, da­von gehen etwa 90 Pro­zent der Menschen in die USA. Die Dias­pora lebt dort teil­weise sehr eng zu­sam­men, die Kon­takte zu Fami­lie und Freun­den in ihrer alten Hei­mat sind le­ben­dig.

Ge­nau­so wie sie Heim­weh nach den Men­schen in ihrem Her­kunfts­land haben, seh­nen sich viele Mi­gran­ten auch nach des­sen Pro­dukten. Um­ge­kehrt be­sit­zen ameri­ka­nische Pro­dukte für die Hon­du­raner eine hohe Attrak­ti­vi­tät.

Aus diesem Grund herrscht ein reger Waren­ver­kehr zwischen den bei­den Län­dern – über in­for­melle Wege. So­ge­nannte Via­jeros, Rei­sende, neh­men die Pro­dukte in Kof­fern und Kisten mit auf den Weg. Die Prob­leme dabei lie­gen auf der Hand: Schwie­rig­keiten mit den Zoll­be­hörden, limi­tierte An­zahl an Gepäck­stücken sowie Straf­zah­lungen für Übergewicht.

Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit hat sich ge­mein­sam mit den Via­jeros die­ser Her­aus­for­de­rungen an­ge­nom­men. Sie unter­stützt sie dabei, sich zu einem Ver­band zu­sam­men­zu­schließen, die Trans­port­systeme pro­fes­sio­neller zu ge­stal­ten und Zoll­for­mali­täten ein­zu­halten.

Quali­tät und Stan­dards der Pro­dukte müs­sen stim­men, damit der Markt wachsen kann. Marke­ting­stra­te­gien er­höhen den Be­kannt­heits­grad der landes­typischen Pro­dukte, damit sie zu­künf­tig nicht nur von Hon­du­ranern, son­dern auch von der rest­lichen Be­völ­ke­rung in den USA konsumiert werden.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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