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Entwicklungspolitik

Privatwirtschaftliches Engagement stärken


Herstellung von Sojamilch in Addis Abeba, Äthiopien.

Viele Mi­gran­tinnen und Mi­gran­ten en­ga­gie­ren sich sehr aktiv für ihre Her­kunfts­länder und in­ves­tieren dort, um die Lebens­be­din­gungen zu ver­bes­sern. Viele ver­fol­gen dabei auch pri­vat­wirt­schaft­liche In­te­ressen: Sie grün­den zum Bei­spiel Unter­neh­men oder han­deln mit Pro­dukten zwischen Herkunfts- und Aufnahmeland.

Nicht nur die Her­kunfts­län­der pro­fi­tie­ren von die­sen Akti­vi­täten. Auch in Deutsch­land geben sie dem Markt neue Im­pulse. So lernt die deutsche Be­völ­ke­rung zum Bei­spiel neue Lebens­mittel aus der alten Hei­mat der Mi­gran­ten ken­nen und schät­zen. Die Nach­frage steigt, der Han­del nimmt zu, die Wirt­schaft im Her­kunfts­land der Migranten kommt in Schwung.

Das BMZ fördert ent­sprechende privat­wirtschaft­liche Ini­tia­tiven von Mi­gran­tinnen und Mi­gran­ten. Ihnen werden Kennt­nisse über Märkte, Quali­täts­stan­dards und Han­dels­re­gu­larien ver­mit­telt. Bera­tungs­dienst­leistungen rund um das Thema Geschäfts­grün­dung und Be­triebs­füh­rung wer­den auf die Be­dürf­nisse der Mi­gran­ten zu­ge­schnit­ten. Zu­gleich wer­den die Re­gie­rungen der Part­ner­länder be­raten, wie sie das Investi­tions- und Ge­schäfts­klima ver­bes­sern kön­nen. Denn Mi­gran­ten, die ihre Ge­schäfte aus der Ferne füh­ren, sind be­son­ders auf Rechts­sicher­heit sowie ein­fache Ver­fah­ren bei der Unter­neh­mens­grün­dung angewiesen.

Die Finan­zierung bei Firmen­grün­dungen stellt oft eine be­son­dere Her­aus­for­derung dar. Viele Mi­gran­ten kön­nen keine aus­rei­chenden Sicher­heiten im Her­kunfts­land vor­weisen. Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit unter­stützt daher Finanz­insti­tute dabei, ge­eig­nete Dienst­leis­tungen zu ent­wick­eln, um Mi­gran­ten und ihren Fami­lien Kapital an­bie­ten zu können.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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