Hintergrund
Kinder sind Zukunft
Kinder sind unsere Zukunft – ganz besonders gilt das in Entwicklungsländern. Dort sind oft 50 bis 70 Prozent der Gesamtbevölkerung unter 25 Jahre alt. Kinder und Jugendliche sind die Hoffnungsträger dieser Länder; von ihnen wird es abhängen, ob der dringend nötige soziale und politische Wandel in ihren Gesellschaften gelingt. Doch extreme Armut, bewaffnete Konflikte, AIDS und schlechte Regierungsführung nehmen Millionen Kindern ihre Menschenrechte und ihre Lebenschancen. Der Kampf für die Rechte der Kinder ist deshalb eine zentrale Aufgabe der internationalen und auch der deutschen Entwicklungspolitik. mehr
Kinder- und Jugendrechte
Internationale Vereinbarungen
zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 haben die Vereinten Nationen betont, dass Kinder einen Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung haben. Die elementaren Rechte der Kinder sind – völkerrechtlich verbindlich – in der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 festgeschrieben. Auf internationaler Ebene ist diese Konvention das zentrale Referenzwerk, wenn es um einen Rechtsanspruch auf menschenwürdige Entwicklungschancen für Kinder geht. Darüber hinaus haben Kinderrechte Eingang in zahlreiche weitere internationale Abkommen und Erklärungen gefunden. mehr
Das deutsche Engagement
Deutsche Verpflichtungen zur Förderung
von Kinder-und Jugendrechten
Deutschland hat die Kinderrechtskonvention und die grundlegende internationalen Menschenrechtsverträge ratifiziert und sich damit auch zur Verwirklichung von Kinderrechten verpflichtet. Das BMZ hat 1997 als einer der ersten Geber weltweit das Thema Kinder und Jugend aufgegriffen. In der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden Kinder und Jugendliche nicht nur als Adressaten von Maßnahmen, sondern auch als Akteure verstanden. Sie werden dabei unterstützt, ihre Interessen und Rechte durchzusetzen und daran mitzuwirken, dass diese in nationalen Entwicklungsstrategien verankert werden. mehr
Arbeitsfelder
Gemeinsam für eine kindgerechte Welt
Die internationale und auch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzen sich umfassend für die Stärkung der Menschenrechte und insbesondere der Kinder- und Jugendrechte ein: Kinder müssen geschützt werden und ihre Lebensbedingungen weltweit verbessert werden. Kinder haben ein Recht auf positive Perspektiven und die Staaten die Pflicht, Kinderrechte zu achten, zu schützen und das Kindeswohl zu fördern. Wenn die Potenziale der Kinder für den Fortschritt genutzt werden, kann es gelingen, Not und Armut weltweit zu bekämpfen. mehr
Dokumente und Links
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Websites mit weiterführenden Informationen zum Thema Kinder- und Jugendrechte. mehr
Beispiele
Kampf gegen Kinderhandel und Kinderarbeit
Die Armut in Burkina Faso wird gnadenlos von Kinderhändlern ausgenutzt. Mit der Aussicht auf ein besseres Leben überzeugen sie Eltern davon, ihre Kinder wegzugeben: Mehr als 160.000 Kinder wurden so zu Opfern von Kinderhandel und schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Rund fünf Prozent aller Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren leben als Arbeitsemigranten getrennt von ihren Eltern – ein schwerer Verstoß gegen die Rechte der Kinder.

Projektname: Bekämpfung des Kinderhandels und der schlimmsten Form der Kinderarbeit
Ziel: Kinderrechte werden von der Gesellschaft anerkannt, Frauen, Kinder und Jugendliche nutzen ihre grundlegenden Rechte und werden gegen Diskriminierung, Kinderhandel, Kinderarbeit und sonstige Menschenrechtsverletzungen geschützt
Strategie: Betroffene Gruppen über bestehendes Recht aufklären, gesellschaftliche Stellung von Frauen, Kindern und Jugendlichen durch Bewusstseinsbildung dauerhaft stärken
Deutscher Beitrag: insgesamt voraussichtlich 5,6 Millionen Euro
Laufzeit: 2004 bis 2015
Beispiele
Jugendpolitik: Grundstein für Beteiligung von Jugendlichen
Die seit Februar 2008 unabhängige Republik Kosovo gehört auch von der Bevölkerungszusammensetzung zu den jüngsten Staaten Europas. Die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner ist unter 25 Jahre alt. Von den großen Herausforderungen des Landes sind diese Jugendlichen in besonderer Weise betroffen: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 60 Prozent. Jugendliche leiden unter interethnischen Konflikten und schlechten Bildungsmöglichkeiten. Vielen jungen Menschen fehlen zudem sowohl die Möglichkeiten als auch die Fähigkeiten, ihre Situation zu verändern und sich in politische Prozesse einzubringen.

Projektname: Aufbau und Stärkung der Strukturen der Jugendarbeit
Ziel: Staatliche und zivilgesellschaftliche Institutionen und Organisationen arbeiten im Interesse von Jugendlichen zusammen und bieten verbesserte jugendorientierte Dienstleistungen an.
Strategie: Beratung des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport bei der Umsetzung einer nationalen Jugendpolitik, Zusammenarbeit mit Jugenddezernenten und Gemeindeverwaltungen, Fortbildung von staatlichen und nichtstaatlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Jugendarbeit, Ausbildung von Jugendreferenten
Deutscher Beitrag: 5,5 Millionen Euro
Laufzeit: September 2000 bis September 2012
Informationen
Externe Links



