Zusammenarbeit konkret
Beispiele
Stärkung der Position von Frauen
Traditionelle und religiöse Wertesysteme prägen den Rechtsalltag im nigerianischen Bundesstaat Borno – im Jahr 2000 wurde die Scharia, also die islamische Gesetzgebung, eingeführt. Die Rechte von Frauen sind dadurch eingeschränkt, ihr wirtschaftliches und soziales Potenzial kann nur wenig genutzt werden.

Projektname: Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen in Borno State (Nordosten Nigeria)
Ziel: Frauen und Mädchen können ihre Rechte in Borno State sichern, ihre juristische, politische und soziale Situation ist verbessert
Strategie: Dialog mit der ländlichen Bevölkerung, traditionellen und religiösen Führern, Medien, Justiz und Verwaltung zur Förderung der Akzeptanz von Frauenrechten, Runde Tische, Aufklärungskampagnen
Deutscher Beitrag: 3,5 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2006 bis 2012
Beispiele
Überwindung einer tief verwurzelten schädlichen Praktik - Genitalverstümmelung
Weltweit sind 140 Millionen Frauen Opfer von Genitalverstümmelung, jedes Jahr kommen etwa drei Millionen Mädchen und Frauen hinzu. Das Ritual verletzt elementare Menschenrechte. Die deutsche Bundesregierung fördert ein überregionales Projekt in verschiedenen west- und ostafrikanischen Ländern mit dem Ziel, durch Aufklärung, dialogische Arbeit und Unterstützung lokaler Organisationen diese Praxis zu bekämpfen.

Projektname: Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung
Ziel: Weibliche Genitalverstümmelung durch Sensibilisierung und Aufklärungsarbeit beenden
Strategie: Informationsverbreitung und Dialog mit den betroffenen Frauen, aber auch mit Männern, geistlichen Führern, Beschneiderinnen und anderen Beteiligten
Deutscher Beitrag: 8,5 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 1999 bis 2011
Beispiele
Frauenrechte sichern
Marokko befindet sich derzeit in einem gesellschaftlichen Modernisierungsprozess. Die soziale und rechtliche Situation von Frauen hat sich vor allem durch die Reform des Personenstandsrechts Anfang 2004 deutlich verbessert. Weitere Fortschritte für die Vertretung und das Auftreten von Frauen in der Öffentlichkeit folgten: Seit 2007 gibt es im Kabinett sieben Ministerinnen, im Parlament sind zehn Prozent der Sitze für Frauen reserviert. Dennoch sind Frauen nach wie vor schlechter gestellt als Männer.

Projektname: Integration des Gender-Ansatzes in die marokkanische Wirtschafts- und Sozialpolitik
Ziel: Den Gender-Ansatz in der Politik und den Programmen ausgewählter Institutionen des öffentlichen und privaten Sektors sowie bei Nichtregierungsorganisationen verankern.
Strategie: Der Schwerpunkt liegt auf der Institutionenförderung durch Beratung. Dazu kommen die Vernetzung nationaler und internationaler Akteure, die Entwicklung von Methoden und Instrumenten sowie Trainingsangebote.
Deutscher Beitrag: bisher 4,5 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2002 bis 2010


