Frauenrechte sichern
Marokko befindet sich derzeit in einem gesellschaftlichen Modernisierungsprozess. Die soziale und rechtliche Situation von Frauen hat sich vor allem durch die Reform des Personenstandsrechts Anfang 2004 deutlich verbessert. Weitere Fortschritte für die Vertretung und das Auftreten von Frauen in der Öffentlichkeit folgten: Seit 2007 gibt es im Kabinett sieben Ministerinnen, im Parlament sind zehn Prozent der Sitze für Frauen reserviert.
Dennoch sind Frauen nach wie vor schlechter gestellt als Männer. Mit der nationalen Strategie für die Gleichberechtigung der Geschlechter strebt Marokko nun eine Reformpolitik zur Beseitigung der Diskriminierung von Frauen an. Das BMZ unterstützt Marokko im Rahmen der marokkanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei der Umsetzung dieser nationalen Strategie.
Das Projekt "Integration des Gender-Ansatzes in die marokkanische Wirtschafts- und Sozialpolitik" hilft dabei, die Förderung der Gleichberechtigung in der Politik und den Programmen öffentlicher Institutionen, im Privatsektor und in Nichtregierungsorganisationen voranzutreiben. Dabei geht es zum Beispiel darum, staatliche Sektorpläne für die Förderung der Gleichberechtigung zu entwerfen, Aspekte der Gleichberechtigung in der Haushaltsplanung auf kommunaler Ebene zu berücksichtigen oder ein "Gender-sensibles" Arbeitsklima in Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu schaffen.
Das im Januar 2004 vom marokkanischen Parlament angenommene Gesetzespaket war der erste entscheidende Schritt, um die Rechtsstellung der Frau grundlegend zu verbessern. Er hat den Weg für mehr Gleichstellung der marokkanischen Frauen frei gemacht. Er hat – über die Landesgrenzen hinaus – auch in anderen islamisch geprägten Gesellschaften Wirkung erzielt.
Deutscher Beitrag: bisher 4,5 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2002 bis 2010


