Stärkung der Position von Frauen
Traditionelle und re-
ligiöse Wertesysteme prägen den Rechtsalltag im nigerianischen Bundesstaat Borno – im Jahr 2000 wurde die Scharia, also die islamische Gesetzgebung eingeführt. Die Rechte von Frauen sind dadurch eingeschränkt, ihr wirt-
schaftliches und soziales Potenzial kann nur wenig genutzt werden.
Deutschland unterstützt deshalb seit 2002 Ansätze zur Stärkung der Position von Frauen in Nordnigeria. Im Dialog mit der ländlichen Bevölkerung, mit traditionellen und religiösen Führern, Medien, Justiz und Verwaltung wird die allgemeine Akzeptanz der Rechte von Frauen gefördert und der Zugang von Frauen zum Rechtswesen verbessert.
Bei der Förderung dieses gesellschaftlichen Dialogs und der Bewusstseinsbildung – zum Beispiel durch Runde Tische und Aufklärungskampagnen – werden auch Fragen aus dem Bereich reproduktive Gesundheit und HIV/AIDS aufgegriffen.
Das deutsche Vorhaben trägt zur Umsetzung der in die nigerianische Armutsbekämpfungsstrategie (NEEDS) integrierten Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter bei. Es fördert darüber hinaus den Dialog zwischen den verschiedenen Ethnien und Religionen in Nordnigeria.
Deutscher Beitrag: 3,5 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2006 bis 2012


