Arbeitsfelder: Frauenrechte verwirklichen – Potenziale entfalten
"Hört den Frauen zu.Hört auf die vielen Stimmen, die gesprochenen und die ungesprochenen."
(Corinne Kumar, Menschenrechtsaktivistin)
Frauen haben in ihren Familien eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Veränderungen durchzusetzen. Deshalb ist Gleichberechtigung eine Voraussetzung für Entwicklung – denn wenn das Umfeld, wenn ihr gesellschaftlicher Status und ihre Rechtssituation es zulassen, entfalten Frauen ihre volle Stärke zum Wohle aller.
Die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Geschlechter ist eine zentrale Herausforderung für die internationale Gemeinschaft. Auch Deutschland hat sich dazu verpflichtet: im Rahmen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948, durch die Ratifizierung der Internationalen Konvention zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau von 1979 und durch viele andere internationale Abkommen und Erklärungen.
International
Durch ihre Entwicklungszusammenarbeit fördert die Bundesrepublik deshalb vielfältige Maßnahmen zum Abbau der Diskriminierung von Mädchen und Frauen. Auf internationaler Ebene tritt die deutsche Regierung vor allem für die Verbesserung der rechtlichen Situation der Frauen ein. Deutschland engagiert sich insbesondere dafür,
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dass Barrieren abgebaut werden, die Frauen an einer gleichberechtigten wirtschaftlichen Teilhabe hindern,
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dass der Menschenrechts- und Gender-Ansatz stärker in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit verankert wird,
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dass die Bedürfnisse von Frauen in der HIV/AIDS-Bekämpfung stärker berücksichtigt werden,
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dass die sexuellen und reproduktiven Selbstbestimmungsrechte von Frauen und Männern gleichermaßen verwirklicht werden,
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dass die schädliche traditionelle Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung bald der Vergangenheit angehört
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und dass jegliche Gewalt gegen Frauen beendet wird.
Vor Ort
Vor Ort, in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, strebt die Bundesrepublik unter anderem an,
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dass das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter auch in die nationalen Armutsbekämpfungsstrategien (PRSP) einbezogen wird,
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dass Mädchen und Frauen aktiv an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozessen beteiligt werden und
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dass Frauen und Männer beim Zugang zu Landbesitz und Bildung gleichberechtigt werden.
Außerdem unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Frauen-Netzwerke und Frauen-NROs. Die Stärke dieser Organisationen liegt in ihrer Nähe zu den betroffenen Bevölkerungsgruppen.
Seit dem Millenniumsgipfel im Jahr 2000 setzt die Bundesrepublik im Rahmen ihrer bilateralen Entwicklungszusammenarbeit 9,2 Milliarden Euro, also rund 43 Prozent ihrer gesamten ODA-Leistungen, für Vorhaben ein, die – unabhängig von ihrem eigentlichen Ziel – positive Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter haben. Darüber hinaus sind seitdem 757 Millionen Euro für Vorhaben zugesagt worden, deren primäres Ziel die Gleichstellung der Geschlechter ist.
Das BMZ unterstützt außerdem den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) mit 18 Millionen Euro, die Internationale Förderation geplanter Elternschaft (IPPF) mit 5 Millionen Euro und den Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen (UNIFEM) mit zurzeit 818.000 Euro (2009).
Informationen
Siehe auch
- Thema: Armut
- Thema: Bildung
- Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA)
- Internationale Föderation geplanter Elternschaft (IPPF)
- Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen (UNIFEM)
Externe Links
Publikationen
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Entwicklungspolitischer Gender-Aktionsplan
2009–2012
BMZ Konzepte 173
(PDF 812 KB, barrierefrei) -

Gleichberechtigung – Schlüssel zur Umsetzung
der Millenniumserklärung
der Vereinten Nationen
(PDF 298 KB, barrierefrei) -

Stärkung der Teilhabe von Frauen in der Entwicklungs-
zusammenarbeit
BMZ Materialien 172
(PDF 755 KB, barrierefrei)


