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Menschenrecht Gesundheit

Das deutsche Engagement für Gesundheit


Verhütungsmittel-Beratung in einer Gesundheitsstation in Bujumbura, Burundi.

Gesundheit ist gleichzeitig Ziel, Voraus­setzung und Ergebnis von nach­haltiger Entwicklung. Ihre Förderung ist ein Gebot der Mensch­lich­keit und Bestand­teil ver­ant­wor­tungs­voller Regierungs­führung – sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungs­ländern.

Wenn es nicht gelingt, die Gesundheits­versorgung der Bevölkerung in den ärmsten Ländern zu verbessern, können die Millenniums­entwicklungs­ziele nicht erreicht werden. Die Ver­bes­se­rung der gesund­heit­lichen Situation der Menschen ist darum eine der wichtigsten Aufgaben der inter­natio­nalen und der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit.

Deutschland übernimmt Verantwortung

Die Gruppe der 8 (G8) hat 2007 bei ihrem Gipfel­treffen in Heiligen­damm beschlossen, in den folgenden Jahren 60 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuber­ku­lose und die dafür nötige Stärkung der Gesund­heits­systeme zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Bundes­kanzlerin hat im September 2007 angekündigt, dass die Bun­des­re­gie­rung hierzu bis zum Jahr 2015 jährlich 500 Millionen Euro bereit­stellen wird. Im Jahr 2009 war Deutsch­land der dritt­größte bilaterale Geber unter den G8-Staaten. Die Bun­des­re­pu­blik trägt somit wesentlich zur Erreichung der G8-Verpflichtung bei. Zwischen­bilanzen zeigen, dass die Ziele der G8 erreicht werden können.

Beim G8-Gipfel 2010 sagte Deutsch­land zu, bis 2015 zusätzlich 400 Millionen Euro für die Ver­bes­se­rung der Mütter- und Kinder­gesundheit aufzubringen.

Insgesamt hat sich die jährliche deutsche Unter­stützung für den Gesundheits­sektor in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht – auf zurzeit rund 750 Millionen Euro im Jahr.

Zusammenarbeit mit den Kooperationsländern

Aktuell hat Deutsch­land in der bilateralen Zu­sam­men­ar­beit mit 18 Ko­ope­ra­tions­ländern oder Regionen den Arbeits­schwer­punkt "Gesundheit, Familien­planung, HIV und Aids" vereinbart. Insgesamt engagiert sich die Bun­des­re­pu­blik im Rahmen ihrer zwischen­staat­lichen Zu­sam­men­ar­beit in rund 45 Ländern für den Gesund­heits­bereich. Sie handelt dabei in enger Absprache und Zu­sam­men­ar­beit mit anderen Geber­staaten. Ziel der deutschen Regierung ist es, eine qualitativ hoch­wertige, un­ein­ge­schränkt zugängliche und fair finanzierte Gesundheits­versorgung zu fördern. Sie soll das Recht auf Gesundheit aller Menschen – auch der Armen und Benachteiligten – gewährleisten.

Engagement auf internationaler Ebene

Die Bun­des­re­gie­rung setzt sich intensiv dafür ein, die Bekämpfung von Aids, Tuber­ku­lose und Malaria sowie die Stärkung der Gesund­heits­systeme weltweit voran­zutreiben.

Während der G8-Präsidenschaft 2007 hat Deutsch­land gemeinsam mit Frank­reich die "Providing for Health"-Initiative (P4H) ins Leben gerufen. Sie unter­stützt Kooperations­länder bei der Gestaltung einer nach­haltigen und sozial gerechten Finanzierung ihrer Gesundheits­systeme.

Deutsch­land gehört zu den Gründungs­mitgliedern des inter­natio­nalen Gesund­heits­partner­schafts­programms (International Health Partnership, IHP+). Es soll neue Impulse zur Erreichung der gesundheits­relevanten Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele geben und die Wirksamkeit der Förderung weiter verbessern. Der Initiative haben sich mittler­weile 13 Geber­länder, 31 Kooperations­länder sowie zahlreiche inter­natio­nale Or­ga­ni­sa­tionen wie zum Beispiel die Welt­gesund­heits­organisation, das Kinder­hilfs­werk UNICEF und die Euro­päische Kommission angeschlossen.

Deutsch­land hat wesentlich zur Ver­ab­schie­dung einer globalen Strategie beigetragen, die wichtige Anreize setzt, um die Forschung im Bereich der ver­nach­lässigten Krank­heiten zu verbessern.

Im Rahmen des Über­einkommens über handels­bezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS-Abkommen) unter­stützt die Bun­des­re­pu­blik die Entwicklungs­länder bei der lokalen Produktion von Medikamenten.

Darüber hinaus nimmt die Bun­des­re­gie­rung Einfluss auf die entwicklungs- und gesund­heits­politische Arbeit der Weltbank, der regionalen Entwicklungs­banken, der UN-Or­ga­ni­sa­tionen und der Euro­päischen Union.

Links zu den Unterkapiteln

Gesundheitssysteme stärken

Infektionskrankheiten bekämpfen

Gesundheit der Mütter verbessern

Kindergesundheit fördern

Umfassende weitere Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit im Gesundheitsbereich finden Sie außerdem in folgenden Themen­bereichen unserer Website:

Gemeinsam gegen HIV und Aids

Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte

Soziale Sicherungssysteme stärken

Bevölkerungsdynamik

Lexikon der Entwicklungspolitik

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