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Krisenprävention

Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

Arbeiter in einer Wolfram-Mine in Ruanda

Zu den wirtschaftlichen Faktoren, die Konflikte verursachen und Krisen verschärfen können, gehören ungleiche Verteilung des Wohlstands, Armut, Arbeitslosigkeit und eine ungerechte Verteilung von Ressourcen. Im Rahmen ihrer langfristig angelegten Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Bundesregierung ihre Kooperationsländer unter anderem dabei, den Zugang zu Ressourcen zu verbessern, die Wirtschaft um neue Produktbereiche zu erweitern und Berufsbildungsangebote für Jugendliche aufzubauen.

Wichtige Partner bei der Krisenprävention sind private Unternehmen. Durch Investitionen und Handel, die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Transfer von Know-how können sie erhebliche friedensstiftende Wirkung entfalten. Deutschland unterstützt darum unter anderem die Erarbeitung von freiwilligen Verhaltensrichtlinien, die die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft zum Ausdruck bringen.

Zu den häufigen Auslösern von Konflikten in Entwicklungsländern zählt das Geschäft mit mineralischen Rohstoffen oder Energierohstoffen. Das BMZ setzt sich dafür ein, dass Rohstoffvorkommen zum Wohle der gesamten Bevölkerung genutzt werden. Es fördert daher insbesondere die Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (Extractive Industries Transparency Initiative, EITI). Die teilnehmenden Regierungen und Unternehmen erklären sich bereit, Zahlungsströme im Gas-, Öl- und Bergbausektor transparent zu gestalten.

Außerdem engagiert sich Deutschland für die erfolgreiche Umsetzung eines OECD-Leitfadens, der Unternehmen dabei unterstützt, ihre Rohstofflieferketten in Krisenregionen verantwortungsvoll, konfliktsensibel und nachhaltig zu gestalten.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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