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Klimawandel und Entwicklung

Überschwemmung auf Cebu, Philippinen

Aktuelles

Sturmschäden auf der Karibikinsel Dominica nach dem Hurrikan "Maria" im September 2017

Deutsche Zusage für Ausbau von Klimaversicherungen in Zentralamerika

14.12.2018 – Auf der UN-Weltklimakonferenz in Kattowitz hat Deutschland im Rahmen der InsuResilience Global Partnership 15 Millionen Euro für die Ausweitung der Klimarisikoversicherung CCRIF in Zentralamerika zugesagt. Die Zusage bestärkt die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, zunehmenden Katastrophenrisiken entgegenzuwirken.

Bärbel Höhn, Manuel Araújo und Dorothea Otremba (von rechts) beim Side-Event "Grüne Bürgerenergie für Afrika" auf der COP24 in Kattowitz

Grüne Bürgerenergie für Afrika auf der COP24

14.12.2018 – Die Energiebeauftragte des BMZ für Afrika, Bärbel Höhn, stellte am 11.12.2018 bei einem Side-Event auf der COP24 in Kattowitz die BMZ-Initiative "Grüne Bürgerenergie für Afrika" vor. Das Ziel der Initiative von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ist es, eine dezentrale und bürgernahe Energieversorgung nach dem Vorbild der deutschen Genossenschaften in ländlichen Räumen Afrikas zu unterstützen.

Auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz geben Deutschland und Marokko den Ko-Vorsitz der NDC-Partnerschaft an die Niederlande und Costa Rica ab.

Deutschland hilft Entwicklungs- und Schwellenländern bei Umsetzung ihrer Klimaziele

12.12.2018 – Deutschland unterstützt die globale Partnerschaft zur Umsetzung der nationalen Klimabeiträge mit weiteren 68 Millionen Euro. Das gaben das Bundesentwicklungsministerium und das Bundesumweltministerium auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz bekannt. 48 Millionen Euro kommen aus dem Haushalt des Entwicklungsministeriums, 20 Millionen aus dem Haushalt des Umweltministeriums.

Feuchtgebiet in Bangladesch

Durch den Schutz von Mooren den Klimaschutz voranbringen

12.12.2018 – Moore und andere Feuchtgebiete sind von großer Bedeutung für den globalen Klimaschutz. Um ihren Anteil zur Erreichung nationaler Klimabeiträge (NDCs) ging es bei einer Veranstaltung des BMZ am 7. Dezember im Rahmen der COP24 in Katowice. Unter dem Titel "Getting to the Point: The Relevance of Wetland Ecosystems for Increasing NDC Ambition" diskutierten die Teilnehmenden, wie einzelne Länder ihre NDCs in diesem Bereich verbessern können.

Klimawandel – Zeit zu handeln

"Der Klimawandel ist das entscheidende Thema unserer Zeit – und wir befinden uns in einem entscheidenden Moment", so UN-Generalsekretär António Guterres. "Wir haben die Mittel, um wirkungsvoll zu handeln. Aber es mangelt – selbst nach dem Pariser Klimaabkommen – an Führung und am Ehrgeiz, um das zu tun, was nötig ist."

Die globale Transformation hin zu einer klimafreundlichen und gegenüber den Folgen des Klimawandels widerstandsfähigen Entwicklung ist eingeläutet. Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft im Jahr 2015 den politischen Rahmen dafür geschaffen. Weiterlesen

Symbolbild Erde als Glühbirne
Klimawandel und Entwicklung

Unsere Arbeitsfelder

NDC-Partnerschaft

Die nationalen Klimabeiträge (auf Englisch: Nationally Determined Contributions, NDCs) bilden das Herzstück des Pariser Klimaabkommens. Die Vertragsstaaten formulieren in ihnen ihre Emissionsminderungs- und Anpassungsziele bis zum Jahr 2030. Sie sollen ab 2020 alle fünf Jahre überprüft und aktualisiert werden.

Um Entwicklungsländer auf dem Weg zur Umsetzung ihrer NDCs zu unterstützen, hat das BMZ zusammen mit dem Bundesumweltministerium, der marokkanischen Regierung und dem World Resources Institute (WRI) im Jahr 2016 die globale "NDC-Partnerschaft" ins Leben gerufen. Weiterlesen

Zwei Mitarbeiter zwischen Solaranlagen im Solarkraftwerk Talek Power in Kenia

Energie und Klima

Die Sektoren Klima und Energie sind eng miteinander verzahnt. Das Energieziel (SDG 7) der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sieht vor, den allgemeinen Zugang zu bezahlbaren, verlässlichen und modernen Energiedienstleistungen bis 2030 zu sichern, den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix bis dahin deutlich zu erhöhen und die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz bis zu diesem Zeitpunkt zu verdoppeln. Weiterlesen

Ulan Bator, Mongolei: Neubausiedlung mit Solaranlage zur Wassererwärmung. Im Hintergrund ein Kohlekraftwerk.

Migration und Klima

Durch den Klimawandel ausgelöste oder verstärkte Extremwetterereignisse wie Stürme, Fluten und Dürren gefährden die Lebensgrundlage vieler Menschen plötzlich und unmittelbar: Die Infrastruktur und das sozioökonomische Gefüge können erheblich gestört werden. Besonders stark davon betroffen sind viele Entwicklungsländer. Sie stehen vor der Herausforderung, trotz Ressourcen- und Kapazitätsmangel die direkten Folgen des Klimawandels abwehren, verringern oder zumindest abfedern zu müssen. Dadurch sehen sich Menschen teilweise zur Abwanderung gezwungen. Weiterlesen

Ein Mann blickt auf das Meer bei Nouakchott, Mauretanien.

Stadt und Klima

Städte heizen die Erderwärmung an. Bereits jetzt sind sie für rund drei Viertel des Energie- und Ressourcenverbrauchs und des Ausstoßes energiebezogener Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Angesichts der Tatsache, dass bis 2050 über zwei Milliarden mehr Menschen in Städten leben werden als heute, können die globalen Klimaziele nur erreicht werden, wenn Nachhaltigkeit ins Zentrum städtischer Entwicklung rückt. Dies gilt insbesondere für die Bereiche städtischer Verkehr und Infrastruktur. Denn der Verkehrssektor ist weltweit für rund ein Viertel aller energiebezogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Weiterlesen

Sonnenaufgang im Smog über Manila, Philippinen

Wasser und Klima

Wasser ist Leben – und für Menschen, Tiere, Pflanzen sowie jede Art von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung unabdingbar. Doch gerade beim Wasser zeigen sich die Folgen des Klimawandels ganz unmittelbar, besonders durch Wasserknappheit bei Dürren und durch Überschwemmungen als Folge von Starkregenereignissen. Weiterlesen

Die Ngomeni-Talsperre im Mwingi-Distrikt, Kenia, die Hunderte Haushalte versorgt, trocknet nach Angaben von Anwohnern zum ersten Mal seit Jahren aus.

Landwirtschaft und Klima

Landwirtschaft und Klimawandel hängen in doppeltem Sinne zusammen. Einerseits ist die Landwirtschaft durch den Klimawandel besonders gefährdet: Wenn Wasser knapper wird, heftige Regenfälle zunehmen oder Pflanzen unter veränderten klimatischen Bedingungen schlechter gedeihen, vergrößern sich Bodenerosion und Landdegradation, Ernten und Erträge gehen zurück.

Die Landwirtschaft trägt aber auch zum Klimawandel bei etwa, wenn für zusätzliche Ackerflächen Wälder abgeholzt werden. Weiterlesen

Bauern bei der Kartoffelernte in den Anden in Bolivien

Wald und Klima

Wälder sind wahre Schatzkammern der Natur. Als die "Lungen der Welt" produzieren Wälder Sauerstoff, binden das klimaschädliche Kohlendioxid und haben deshalb entscheidenden Einfluss auf das Weltklima. Sie speichern Wasser und wirken regulierend auf Temperatur und Niederschlagsmengen. Kurz gesagt: Die Wälder sind für das Überleben der Menschheit unverzichtbar.

Doch jedes Jahr gehen – vor allem in den Tropen – mehr als sieben Millionen Hektar Wald verloren: Das ist eine Fläche von der Größe Bayerns. Weiterlesen

Luftaufnahme vom Regenwald im Nationalpark Amazonas

Meere und Klima

Die Weltmeere bedecken rund zwei Drittel unseres Planeten. Sie sind zentraler Bestandteil des globalen Ökosystems und essenziell für das Leben und Wirtschaften des Menschen, somit auch für die Entwicklung armer Länder.

Der Klimawandel und der Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Erdatmosphäre beeinflussen und belasten die Ökosysteme in den Ozeanen. Extreme Wetterereignisse und langsam einsetzende Veränderungen, wie der Meeresspiegel- und Temperaturanstieg oder die Versauerung der Ozeane, bringen die hochempfindlichen Küsten- und Meeresökosysteme, wie Korallenriffe oder Mangrovenwälder, ins Ungleichgewicht. Weiterlesen

Fischer an der Küste von Senegal

Klimarisikomanagement

Im Jahr 2017 haben extreme Wetterereignisse zu Schäden von geschätzten 320 Milliarden US-Dollar weltweit geführt. Entwicklungs- und Schwellenländer sind besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und am wenigsten darauf vorbereitet, die Folgen zu bewältigen. So drohen die klimatischen Veränderungen, ihre Entwicklungserfolge zunichte zu machen und zukünftige Entwicklungschancen zu gefährden.

Deshalb ist es wichtig, umfassende Methoden und Maßnahmen zur Bewertung und vor allem zum Umgang mit Klimarisiken zu entwickeln und umzusetzen. Weiterlesen

Sturmschäden auf der Karibikinsel St. Lucia

Klimarisikoversicherungen

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich weltweit für Klimarisikomanagement. Doch auch gute Risikoanalysen und Präventionsmaßnahmen können Schäden durch Extremwetterereignisse nicht völlig verhindern.

Zu einem umfassenden Klimarisikomanagement gehören daher auch Strategien für den Umgang mit Risiken wie beispielsweise Viehverluste oder beschädigte Infrastruktur, die durch den Klimawandel häufiger auftreten können. Klimarisikoversicherungen sind ein solches Instrument, das betroffene Menschen im Umgang mit den Folgen extremer Wetterereignisse unterstützt. Weiterlesen

Überschwemmung in der Regenzeit in Bentiu, Südsudan

Klimafinanzierung

Der Klimawandel bedroht bereits heute die Entwicklung der ärmsten Länder. Und er wird künftige Fortschritte deutlich erschweren. Klimaschutz und Entwicklungspolitik sind darum untrennbar miteinander verbunden.

Ein wichtiger Bereich der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist, Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Finanzierung von Maßnahmen zu unterstützen, die zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels beitragen. Weiterlesen

Sitzungssaal der internationalen Geberkonferenz des Grünen Klimafonds, deren Gastgeber die Bundesregierung am 20.11.2014 in Berlin war

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente, Internetseiten, Grafiken und Videos mit weiterführenden Informationen zum Thema Klimawandel und Entwicklung. Weiterlesen

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