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Hintergrund

Symbolbild: Erde als Glühbirne
UN-Generalsekretär António Guterres

"Der Klimawandel ist das entscheidende Thema unserer Zeit – und wir befinden uns in einem entscheidenden Moment. Wir haben die Mittel, um wirkungsvoll zu handeln. Aber es mangelt – selbst nach dem Pariser Klimaabkommen – an Führung und am Ehrgeiz, um das zu tun, was nötig ist."

UN-Generalsekretär António Guterres

Klimawandel – Zeit zu handeln

Jedes Zögern beim Klimaschutz schränkt spätere Handlungsmöglichkeiten ein und treibt die Kosten in die Höhe, mahnt der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC).

Die globale Transformation hin zu einer klimafreundlichen und gegenüber den Folgen des Klimawandels widerstandsfähigen Entwicklung ist eingeläutet. Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft im Jahr 2015 den politischen Rahmen dafür geschaffen.

Der Solarpark Soroti in Uganda

Deutlich unter zwei Grad, möglichst 1,5 Grad als Ziel

Die Wissenschaft ist sich einig: Der Klimawandel ist weitgehend menschengemacht. Er lässt sich nur durch eine konsequente Minderung der Treibhausgasemissionen auf ein erträgliches Maß beschränken.

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die Staatengemeinschaft vorgenommen, den durchschnittlichen weltweiten Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, ihn auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Das striktere Ziel berücksichtigt besonders die Interessen kleiner Inselstaaten, deren Existenz durch die globale Erwärmung akut bedroht ist.

Dieses ambitionierte Ziel lässt sich erreichen, wenn der Ausstoß an Treibhausgasen schnellstmöglich gemindert wird. Das kann nur gelingen, wenn die Nutzung erneuerbarer Energien weiter massiv voranschreitet. Auch müssen sogenannte Kohlenstoffsenken – beispielsweise Wälder und Ozeane – erhalten und geschützt werden, um bereits ausgestoßenes Kohlendioxid zu speichern und so die Atmosphäre zu entlasten. Dafür braucht es einen schnellen und tiefgreifenden technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel.

Nomade mit Wasserkanister in Kenia

Folgen verfehlter Klimapolitik

Werden die Klimaziele verfehlt, wären die Konsequenzen verheerend: Je nach Szenario würde sich die Meerestemperatur noch deutlicher erhöhen als bisher, und der Meeresspiegel könnte um mehrere Meter steigen.

Die bereits zu beobachtenden Folgen würden noch gravierender: Durch die Aufnahme von immer mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre versauern die Ozeane, in einzelnen Meeresgebieten wird die Tier- und Pflanzenwelt weitgehend vernichtet. Die höhere Zahl und Intensität von Extremwetterereignissen ist eine Gefahr für Mensch und Natur; ganze Landstriche sind von Austrocknung bedroht oder könnten wegen zu großer Hitze oder durch Überflutungen unbewohnbar werden. Auch ist die Nahrungsmittelproduktion und -versorgung dadurch in einigen Teilen der Welt stark gefährdet.

Und selbst wenn es gelingt, den Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, muss sich die Weltgemeinschaft darauf einstellen, dass einige der bereits eingetretenen Folgen des Klimawandels noch stärker werden.

 

Straßenszene in Maputo, Mosambik

Klimapolitik ist immer auch Entwicklungspolitik

Mühsam errungene wirtschaftliche und soziale Fortschritte gehen dann womöglich wieder verloren, Errungenschaften im Kampf gegen Armut, Hunger, Krankheiten und für mehr Bildung stehen auf dem Spiel. Klimapolitik ist daher immer auch Entwicklungspolitik. Denn der Klimawandel macht nicht Halt vor Ländergrenzen. Seine Auswirkungen beschränken sich nicht auf einzelne Politikfelder, Wirtschaftszweige oder soziale Gruppen – arme Bevölkerungsgruppen sind allerdings besonders verwundbar. Deshalb ist es wichtig, dass der Kampf gegen den Klimawandel diese Wechselwirkungen berücksichtigt.

So ist etwa die Landwirtschaft für viele Menschen in Entwicklungsländern eine wichtige Einkommensquelle, die durch die Folgen des Klimawandels zunehmend unter Druck gerät. Andererseits trägt gerade die Landwirtschaft selbst erheblich zum Klimawandel bei, etwa durch die Rodung von Wäldern oder den Ausstoß von Methan in der Viehhaltung. Städte konkurrieren mit der Landwirtschaft um Wasser und Nahrung. Die Migration vom Land in die Stadt lässt den Bevölkerungsdruck in den urbanen Zentren stark steigen: Klimaschutzmaßnahmen müssen dort mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen und einem höheren Grad an Motorisierung vereinbart werden.

Hier gilt es, unterschiedliche Bedürfnisse in Einklang zu bringen, Anreize für klimafreundliches Verhalten zu schaffen und Optionen für die Anpassung an den Klimawandel zu öffnen. Dabei geht es nicht allein um die Begrenzung und Abwehr der negativen Auswirkungen des Klimawandels: Die Transformation hin zu klimafreundlichem und resilientem (gegenüber dem Klimawandel widerstandsfähigem) Wirtschaften birgt auch enorme Chancen für wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung.

Eine dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energien leistet nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern bekämpft vor allem auch Energiearmut und bringt die wirtschaftliche und soziale Entwicklung selbst abgelegener Regionen voran. Durch entschlossenes Handeln sind bis 2030 wirtschaftliche Gewinne von mindestens 26 Billionen US-Dollar möglich, so der neue New-Climate-Economy-Bericht.

Zu all dem trägt die deutsche Entwicklungspolitik bei – und fügt sich mit ihrem Engagement in die leitenden Beschlüsse der internationalen Gemeinschaft ein. Denn: "[W]ir [brauchen] ein weltumspannendes Bewusstsein für Klimawandel. Wir sitzen alle in einem Boot. Klimaschutz ist eine Überlebensfrage der gesamten Menschheit", so Bundesminister Gerd Müller.

Der "Climate Planet" auf der Weltklimakonferenz COP23 in Bonn, 2017

Die Umsetzung der Klimaziele hat begonnen

Der politische Rahmen ist mit der Agenda 2030 und dem Pariser Abkommen auf Jahre hinaus geschaffen, konkrete Ziele sind formuliert. Zur Umsetzung des Pariser Abkommens haben sich alle Länder auf der Weltklimakonferenz 2018 auf ein umfassendes "Regelbuch" geeinigt. Die Umsetzung der Ziele hat begonnen, schnelleres und entschlosseneres Handeln ist jedoch gefragt, damit das Zwei- beziehungsweise 1,5-Grad-Celsius-Ziel des Pariser Abkommens noch erreicht werden kann und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorankommt. Dazu müssen die Staaten nicht nur ihre derzeitigen Klimapläne konsequent umsetzen, sondern sukzessive auch neue, ehrgeizigere Pläne für ihre jeweiligen Klimabeiträge formulieren.

Aktiv auf vielen Ebenen – globale Initiativen

Um die Umsetzung der Klimaziele auf internationaler Ebene voranzutreiben, hat die Bundesregierung seit dem Pariser Abkommen einige große klimapolitische Initiativen auf den Weg gebracht und unterstützt. Dazu zählen

Logo: NDC Partnership

Aktionsplan der G20 zu Klima und Energie für Wachstum

Für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens bedarf es einer starken internationalen Allianz, die sich für nachhaltige Entwicklung innerhalb der Belastungsgrenzen der Erde einsetzt. So hat Deutschland beispielsweise während seiner G20-Präsidentschaft 2016/17 die Umsetzung von Klima-, Energie- und Entwicklungszielen in G20- und Entwicklungsländern eng miteinander verknüpft. Der "Aktionsplan der G20 zu Klima und Energie für Wachstum" war ein wichtiger Schritt für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Alle G20-Staaten bekannten sich zu diesem Plan – mit Ausnahme der US-Regierung, die erklärt hatte, aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen.

Eine Übersicht über die Ergebnisse während der deutschen G20-Präsidentschaft im Bereich Klima und Entwicklung finden Sie hier.

Auf Basis des Aktionsplans der G20 zu Klima und Energie für Wachstum setzte sich die argentinische G20-Präsidentschaft im Jahr 2018 für die weitere Ausgestaltung des G20-Arbeitsprogramms zu Anpassung und Resilienz ein.

Analog zu den Prioritäten der argentinischen sowie japanischen G20-Präsidentschaft hat Deutschland als Beitrag zum G20-Arbeitsprogramm zu Anpassung und Resilienz gemeinsam mit der Weltbank Ende 2018 eine Studie zur Finanzierung klimaresilienter Infrastruktur im urbanen Raum veröffentlicht ("Financing a Resilient Urban Future: A Policy Brief on World Bank and Global Experience on Financing Climate-Resilient Urban Infrastructure").

Auch mit der aktuellen japanischen G20-Präsidentschaft arbeitet Deutschland im Bereich Klima und Entwicklung eng zusammen.

  • Hashtag der Weltklimakonferenz COP21 in Paris, 2015
    Pariser Klimaabkommen und Agenda 2030

    Ein Aufgabenkatalog für die nächsten Jahre

    Das Pariser Klimaabkommen wurde auf der Klimakonferenz im Dezember 2015 verabschiedet und trat bereits ein Jahr später in Kraft. Nur wenige Monate davor hatte die Staatengemeinschaft im September 2015 in New York die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet.

  • Windkraftrad beim Sonnenaufgang
    Minderung von Treibhausgasen

    Das Ziel: eine kohlenstoffarme Wirtschaft

    Damit die Staatengemeinschaft ihre Klimaziele erreicht, braucht es entschlossene Maßnahmen – zu allererst einen Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ("Dekarbonisierung"). Das gilt besonders für den Energiesektor, der für den größten Teil des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich ist.

  • Trocknung von Kaffeebohnen in der Kaffekooperative in Embu, Kenia
    Anpassung an den Klimawandel

    Den Folgen des Klimawandels begegnen

    Das schnelle Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahrzehnte hat sich in den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens negativ auf die Wasserressourcen ausgewirkt. Besonders groß sind die Probleme in Jordanien, einem der trockensten Länder der Welt.

Hashtag der Weltklimakonferenz COP21 in Paris, 2015
Pariser Klimaabkommen und Agenda 2030

Ein Aufgabenkatalog für die nächsten Jahre

Das Pariser Klimaabkommen wurde auf der Klimakonferenz im Dezember 2015 verabschiedet und trat bereits ein Jahr später in Kraft.

Nur wenige Monate davor hatte die Staatengemeinschaft im September 2015 in New York die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 "Sustainable Development Goals" (SDGs) verabschiedet. Diese nachhaltigen Entwicklungsziele lösten die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) aus dem Jahr 2000 ab und berücksichtigen – anders als die MDGs – neben der sozialen auch die ökonomische und ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung. Zudem gelten sie erstmals für alle Länder dieser Welt: Mit der Agenda 2030 hat die Staatengemeinschaft einen Weltzukunftsvertrag geschaffen, der von Industrie- und Entwicklungsländern gleichermaßen umzusetzen ist.

Das Pariser Klimaabkommen nimmt ausdrücklich Bezug auf die Agenda 2030 – und erkennt damit die enge Verknüpfung der beiden Übereinkünfte an. Dass der Klimawandel innerhalb der Agenda 2030 mit SDG 13 ein eigenes Ziel erhalten hat, zeigt ebenfalls, wie eng verbunden beide Bereiche sind.

Infografik zum Thema "Pariser Klimaabkommen"

Rolle der Agenda 2030

Gleichzeitig tragen mehrere SDGs auch zu den Zielen des Klimaschutzes und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei. So geht nachhaltige Stadtentwicklung (SDG 11) beispielsweise beim Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs mit niedrigeren Emissionen einher. Umgekehrt wirken sich zum Beispiel Maßnahmen zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel meist auch positiv auf Ernährungssicherheit (SDG 2) und Armutsbekämpfung (SDG 1) aus.

Die Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen unterstreichen somit, dass nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel eine Einheit bilden: Nachhaltige Entwicklung macht Gesellschaften widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel und ermöglicht den klimafreundlichen Umbau von Volkswirtschaften. Ohne Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel wiederum würden bereits erreichte und zukünftige Entwicklungsfortschritte gefährdet.

Konkret bedeutet das: Entwicklung muss "klimagerecht" sein. Die meisten Länder haben sich dazu mittlerweile Ziele gesetzt, die als sogenannte "Nationale Klimabeiträge" (Nationally Determined Contributions, NDCs) das Kernstück des Pariser Vertrags bilden. Die NDCs sollen mit der Zeit ehrgeiziger werden und die Weltgemeinschaft somit näher an die Ziele des Pariser Klimaabkommens bringen. Ihre Erreichung soll überprüft werden – dafür haben die Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention 2018 die Regeln ausgehandelt.

Globale Partnerschaft zur Umsetzung der nationalen Klimabeiträge

Um die Umsetzung der nationalen Klimabeiträge voranzutreiben, hat Deutschland (BMZ und BMU) zusammen mit Marokko, dem World Resources Institute und zahlreichen weiteren Ländern und internationalen Organisationen im Jahr 2016 die globale NDC-Partnerschaft  initiiert.

Diese Partnerschaft dient als "Umsetzungsmotor" des Pariser Abkommens und unterstützt ärmere Staaten dabei, ihre Klima- und Entwicklungsziele aufeinander abzustimmen, in geeignete Maßnahmen zu übersetzen und dafür Möglichkeiten der Klima- und Entwicklungsfinanzierung zu nutzen. Dadurch erhalten die Partnerländer eine bessere Grundlage, ihre Klimaziele bald noch ambitionierter zu formulieren.

Windkraftrad beim Sonnenaufgang
Minderung von Treibhausgasen

Das Ziel: eine kohlenstoffarme Wirtschaft

Damit die Staatengemeinschaft ihre Klimaziele erreicht, braucht es entschlossene Maßnahmen – zu allererst einen Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ("Dekarbonisierung"). Das gilt besonders für den Energiesektor, der für den größten Teil des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich ist. Die globale Energiewende muss einen stufenweisen Ausstieg aus der Verwendung fossiler Energieträger bis 2050, eine massive Steigerung der erneuerbaren Energien sowie eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz umfassen. Und das Beispiel Deutschland zeigt: Die Energiewende ist möglich und erzielt positive Effekte für Wachstum und Beschäftigung.

Dies bestätigt auch eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die für die G20-Länder errechnet hat, dass Investitionen in den Klimaschutz sowohl kurz- als auch langfristig zu einem höheren Bruttoinlandsprodukt führen können.

Verkehrswende notwendig

Zur Energiewende gehört auch eine globale Verkehrswende. Dies kann nur durch die konsequente Förderung von nachhaltigen Verkehrsmitteln, wie dem öffentlichen Personennahverkehr und dem Rad- und Fußverkehr, sowie durch den Umstieg auf alternative Antriebe gelingen. Auch Land- und Forstwirtschaft verursachen einen erheblichen Teil der klimaschädlichen Emissionen, vor allem durch die Umwandlung von Wäldern in Felder, aber auch durch Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft selbst.

Das BMZ unterstützt seine Partnerländer intensiv dabei, den Ausstoß von Treibhausgasen in den Bereichen Energie, Stadtentwicklung, Verkehr sowie Land- und Forstwirtschaft zu verringern. Konkret bedeutet dies vor allem, die Energieversorgung schrittweise auf erneuerbare Quellen wie Sonne, Wasserkraft, Wind und Geothermie umzustellen und den effizienteren Einsatz von Energie voranzutreiben. Zusätzlich lassen sich Emissionen durch eine klimafreundliche Stadtentwicklung und eine innovative Infrastrukturplanung in urbanen Zentren vermeiden. Gleichzeitig gilt es, durch den systematischen Erhalt von Wäldern Kohlendioxid zu binden.

Das alles muss vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung geschehen, von der immer noch fast jeder zehnte Mensch von weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag leben muss – trotz aller bisherigen Anstrengungen.

Trocknung von Kaffeebohnen in der Kaffekooperative in Embu, Kenia
Anpassung an den Klimawandel

Den Folgen des Klimawandels begegnen

Neben dem Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern, gilt es, auch die Risiken und Folgen des Klimawandels im Blick zu behalten. Diese treffen oftmals die am wenigsten entwickelten Länder besonders stark. Daher konzentriert das BMZ seine Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel auf die verwundbaren und armen Bevölkerungsgruppen und Staaten.

Das deutsche Engagement auf diesem Gebiet umfasst zum einen Maßnahmen, die in jedem Fall zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, also auch wenn der Klimawandel nicht das befürchtete Ausmaß erreicht (sogenannte "no regret"-Maßnahmen). Dazu zählt zum Beispiel eine effizientere Bewässerung in der Landwirtschaft. Zum anderen werden Aktivitäten gefördert, die gezielt auf bestimmte klimatische Veränderungen ausgerichtet sind, etwa der Aufbau von Beobachtungssystemen für Wasserpegel.

Entscheidungsträger benötigen spezifisches Wissen, um Klimarisiken zu analysieren und einschätzen zu können, wo und wie in Anpassung investiert werden sollte. Hierbei bietet das BMZ den Partnerländern umfassende Unterstützung, zum Beispiel in Form von Beratung, Training, Forschung und Entwicklung oder auch durch konkrete Investitionen.

Rahmenbedingungen schaffen

Generell ist der Erwerb von Fähigkeiten für einen sachkundigen Umgang mit dem Klimawandel ein wichtiges Anliegen des BMZ. Schließlich sind Veränderungen nur dann dauerhaft tragfähig, wenn es gelingt, sie in geeignete politisch-rechtliche Strukturen einzubetten und starke Institutionen dafür zu schaffen.

Innerhalb eines Landes müssen Regulierung, Planung und Finanzierungsmechanismen auf allen Ebenen ineinandergreifen, um dem Klimawandel zu begegnen. Dies erfordert auch, die Expertise und das Kapital privater Akteure einzubinden, um den Wandel gemeinsam zu gestalten. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit berät und unterstützt ihre Partnerländer dabei, diese Abstimmungs- und Planungsprozesse auf den Weg zu bringen.

So begleitet das BMZ in verschiedenen Ländern die Umsetzung der nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) und die nationale Anpassungsplanung (National Adaptation Plans, NAPs). Sie bilden die Grundvoraussetzungen, um die Anpassung an den Klimawandel und den Wandel zu einer kohlenstoffarmen und klimaresilienten Wirtschaft systematisch voranzubringen. Weiterhin fördert das BMZ auch ein umfassendes Klimarisikomanagement, das Resilienz steigert und den Zugang zu finanziellen Absicherungsmechanismen, wie Klimarisikoversicherungen, ermöglicht. Mit diesem Ziel hat das BMZ gemeinsam mit internationalen Partnern 2017 die InsuResilience Global Partnership ins Leben gerufen.  

Vielversprechende Wege zur Anpassung an den Klimawandel

Der bisherige Treibhausgasausstoß hat bereits unumkehrbare Auswirkungen auf das Klima, die vor allem arme und besonders verwundbare Bevölkerungsteile treffen. Das BMZ unterstützt daher seine Partnerländer bei der Bewältigung klimabedingter Risiken.

Eine englischsprachige Publikation gibt einen Überblick über das BMZ-Engagement im Bereich Anpassung und geht dabei besonders auf Anpassung und Privatsektor (inklusive innovative Finanzinstrumente) ein.

Klimawandel und Entwicklung

Daten und Fakten

Infografik zum Thema "Pariser Klimaabkommen"
Infografik zum Thema "Anpassung an den Klimawandel"
Infografik zum Thema "NDC-Partnerschaft"
Infografik zum Thema "Energie und Klima"
Infografik zum Thema "Stadt und Klima"
Infografik zum Thema "Mobilität und Klima"
Infografik zum Thema "Wasser und Klima"
Infografik zum Thema "Landwirtschaft und Klima"
Infografik zum Thema "Wald und Klima"
Infografik zum Thema "Ozeane und Klima"
Infografik zum Thema "Klimarisikomanagement"
Infografik zum Thema "InsuResilience"
Infografik zum Thema "Klimafinanzierung"
Infografik zum Thema "Privatwirtschaft und Klimawandel"
Klimawandel und Entwicklung

BMZ-Publikationen

Inhaltsverzeichnis

Themendossier "Klimawandel und Entwicklung"

Lexikon der Entwicklungspolitik

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