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Hintergrund

Den Folgen des Klimawandels begegnen

Kaffeeanbau in Kenia. Trocknung von Kaffeebohnen in einer Kaffekooperative in Embu, die von der GIZ bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt wird.

Neben dem Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, muss eine umfassende Klimapolitik auch die Folgen des Klimawandels im Blick haben. Sie treffen oftmals die am wenigsten entwickelten Länder besonders stark. Daher konzentriert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seine Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel auf die durch Klimaveränderungen besonders verwundbaren und armen Staaten und Bevölkerungsgruppen.

Das deutsche Engagement auf diesem Gebiet umfasst zum einen Maßnahmen, die in jedem Fall sinnvoll sind, also auch wenn die klimatischen Veränderungen nicht das befürchtete Ausmaß erreichen. Dazu zählt zum Beispiel eine klügere Bewässerung in der Landwirtschaft. Zum anderen werden Aktivitäten gefördert, die gezielt auf bestimmte klimatische Veränderungen ausgerichtet sind, etwa der Aufbau von Beobachtungssystemen für Wasserpegel.

Entscheidungsträger benötigen spezifisches Wissen, um Klimarisiken analysieren und einschätzen zu können, wo und wie in Anpassung investiert werden sollte. Hierbei bietet das BMZ den Partnerländern umfassende Unterstützung, zum Beispiel in Form von Beratung, Training, Forschung und Entwicklung oder auch durch konkrete Investitionen.

Strukturen schaffen

Generell ist der Aufbau von Fähigkeiten, um mit dem Klimawandel sachkundig umgehen zu können, ein wichtiges Anliegen des BMZ. Schließlich können Veränderungen nur dann auf Dauer tragfähig sein, wenn es gelingt, sie in geeignete politisch-rechtliche Strukturen einzubetten und starke Institutionen zu schaffen, die Neuerungen durchsetzen können.

Innerhalb eines Landes müssen Regulierung, Planung und Finanzierungsmechanismen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene ineinandergreifen, um dem Klimawandel zu begegnen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit berät und unterstützt ihre Partnerländer dabei, diese Abstimmungs- und Planungsprozesse auf den Weg zu bringen. So begleitet das BMZ in verschiedenen Ländern die Umsetzung der nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) und die nationale Anpassungsplanung (National Adaptation Plans, NAPs). Diese bilden die Grundvoraussetzungen, um die Anpassung an den Klimawandel und den Wandel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft systematisch voranzubringen.


Weitere Informationen

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Der Klimawandel ist in Bangladesch bereits deutlich spürbar. Deutschland unterstützt das Land gemeinsam mit der Asiatischen Entwicklungsbank dabei, die Folgen des Klimawandels zu mildern, zum Beispiel durch den Bau von Brücken, Dämmen und Uferbefestigungen.

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Mosambik ist schon jetzt von den Folgen des Klimawandels betroffen, zum Beispiel durch starke Überschwemmungen. Deutschland unterstützt das Land bei Präventionsmaßnahmen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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