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Wasser und Klima

Die Ngomeni-Talsperre im Mwingi-Distrikt, Kenia, die Hunderte Haushalte versorgt, trocknet nach Angaben von Anwohnern zum ersten Mal seit Jahren aus.

Wasser ist Leben – und für Menschen, Tiere, Pflanzen sowie jede Art von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung unabdingbar. Doch gerade beim Wasser zeigen sich die Folgen des Klimawandels ganz unmittelbar, besonders durch Wasserknappheit bei Dürren und durch Überschwemmungen als Folge von Starkregenereignissen.

Bereits heute haben etwa vier Milliarden Menschen mindestens einen Monat im Jahr zu wenig Wasser zum Leben.

Bis 2050 könnte die Nachfrage nach Wasser um 55 Prozent steigen und so den Druck auf die Ressource noch erhöhen. Besonders Städte werden betroffen sein, denn sie verfügen dann über geschätzte zwei Drittel weniger Wasser als heute.

Länder wie Vietnam und Bangladesch kämpfen dagegen regelmäßig mit Hochwasser und Teile von Mittelamerika und Asien leiden unter extrem starken Regenfällen. Der Klimawandel wird die bereits bestehenden Probleme noch verschärfen, sei es durch zu viel, zu wenig oder verschmutztes Wasser. Fachleute gehen davon aus, dass extreme Wetterlagen wie Dürren und Starkregenfälle vielerorts noch häufiger und intensiver auftreten werden als bislang.

Infografik zum Thema "Wasser und Klima"

Eisschmelze und Ozeanerwärmung

Die Eiskappen an den Polen schmelzen, die Ozeane erwärmen sich und dehnen sich dadurch aus. Beides führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels, der vor allem kleine Inseln in ihrer Existenz bedroht. In Teilen des Hochgebirges schmilzt das Eis von Gletschern, zum Beispiel in den Anden und im Himalaya.

Das Verschwinden der Gletscher kann dort auf lange Sicht die Versorgung mit Trinkwasser gefährden.

Hinzu kommen in einigen Gebieten häufigere und intensivere Starkregenereignisse und Überschwemmungen – weltweit machen sie knapp die Hälfte aller Naturkatastrophen aus.

Meist sind arme Menschen am stärksten von diesen Auswirkungen betroffen. Sie leben häufig in besonders gefährdeten Gebieten, an Berghängen, Flussläufen oder in dürreanfälligen Landstrichen. Auch sind sie oft nicht in der Lage, sich schnell und umfassend von zerstörerischen Naturereignissen zu erholen.

Terrassierte Anbauflächen in Mali

Wasser und nationale Klimabeiträge

In den nationalen Klimabeiträgen (NDCs) des Pariser Klimaabkommens  ist Wasser der am häufigsten priorisierte Sektor bei den Anpassungszielen. Seit 2013 zählt das Weltwirtschaftsforum Wasserrisiken und die Auswirkungen des Klimawandels zu den fünf wirkungsmächtigsten globalen Risiken. Dies zeigt, wie wichtig es ist, den Klimawandel bei Fragen der künftigen Wasserversorgung zu berücksichtigen.

Doch nicht nur die Folgen des Klimawandels machen sich bei Wasser besonders deutlich bemerkbar; der Wassersektor trägt auch zur Entstehung von Treibhausgasen bei. Die Aufbereitung und Versorgung mit Trinkwasser, sowie die Klärung von Abwasser benötigen viel Energie und setzen große Mengen an Treibhausgasen frei.

Durch fehlendes oder unzureichendes Abwassermanagement werden außerdem die extrem klimaschädlichen Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid Lachgas) ausgestoßen.

 

Bangladesch: Leben mit dem Klimawandel

Die BMZ-Wasserstrategie

Die BMZ-Wasserstrategie verfolgt unter anderem das Ziel, das hohe Potenzial des Wassersektors zur Erreichung der Klimaziele noch stärker zu nutzen und klimabedingte Wasserrisiken zu reduzieren. Geeignete Anpassungsmaßnahmen hierfür bieten beispielsweise der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen, etwa durch eine effizientere Wassernutzung oder durch den Ausbau von natürlichen und technischen Wasserspeicherkapazitäten. Eine höhere Energieeffizienz in der Wasserversorgung und eine nachhaltige Klärung von Abwasser mindern zudem den Ausstoß von Treibhausgasen.

Ergänzend zur Wasserstrategie arbeitet die Querbezugsstrategie Wasser, Umwelt und Klimawandel Gemeinsamkeiten und Konflikte zwischen den drei Themengebieten heraus.

 

Kläranlage in Gaza
Deutsches Engagement

Wasserressourcen nachhaltig nutzen

Ein zentrales Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist, dass auch unter veränderten klimatischen Bedingungen allen Menschen dauerhaft eine gute Wasser- und Sanitärversorgung zur Verfügung steht. Das setzt voraus, dass Wasserressourcen nachhaltig bewirtschaftet werden.

Gesellschaften müssen sich an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen und lernen, mit Hochwasser und Dürren sowie mit schwankender Wasserverfügbarkeit besser umzugehen. Dazu gehört zum Beispiel, die Infrastruktur besser zu planen und dabei mögliche klimabedingte Faktoren zu berücksichtigen. Auch der gezielte Einsatz von Wasserspeichern, die steigende Klimaschwankungen ausgleichen, sowie grüner Überflutungsschutz durch eine artenreiche und widerstandsfähige Vegetation sind erprobte Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel.

Jedes Jahr unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Projekte im Wasserbereich mit durchschnittlich 400 bis 450 Millionen Euro. Damit gehört die Bundesrepublik zu den wichtigsten bilateralen Gebern in diesem Sektor, in Afrika ist sie sogar der größte Geldgeber. Mehr als ein Drittel der bilateralen BMZ-Finanzierung für die Anpassung an den Klimawandel wurde 2016 in den Wassersektor investiert.

Schätzungen zufolge belaufen sich die jährlichen Kosten für die Anpassung an den Klimawandel auf bis zu 170 Milliarden US-Dollar. Allerdings nur, wenn die Klimaziele von Paris erreicht werden – andernfalls steigt der Betrag weiter an. Ein großer Teil dieser Investitionen bezieht sich auf Wasser, etwa für den Bau von Deichen und Rückhaltebecken, für Brunnen, Kanäle, Wasserversorgungssysteme oder Abwasserleitungen und Kläranlagen. Die Herausforderungen im Wassersektor sind so groß, dass staatliche Mittel dafür allein nicht reichen. Die Bundesregierung setzt daher auch auf die Zusammenarbeit mit der privaten Wirtschaft, um höhere Summen für Investitionen zu mobilisieren.

Integriertes Wasserressourcen-Management

Deutschland folgt seit langem dem zentralen Leitprinzip des Integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM), das verschiedene Dimensionen und Interessen bei der Wassernutzung berücksichtigt: ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Effizienz.

Auch in der neuen BMZ-Wasserstrategie ist IWRM als Leitbild verankert. Die Anwohnerinnen und Anwohner kommen dabei genauso zu ihrem Recht wie die örtliche Wirtschaft und auch ökologische Aspekte spielen eine Rolle.

Das allein reicht jedoch noch nicht aus, um sich gegen die negativen Folgen des Klimawandels zu schützen. Das BMZ fördert daher sogenannte "No-regret"-Maßnahmen: Sie helfen bei der Anpassung an den Klimawandel, sind aber auf jeden Fall und auch unabhängig vom Klimawandel von Nutzen, weil sie beispielsweise die Effizienz der Wassernutzung steigern. So lässt sich Anpassung auch bei Unsicherheiten über die genauen Auswirkungen des Klimawandels voranbringen.

Außerdem unterstützt das BMZ Partnerländer gezielt dabei, Informations- und Analysesysteme aufzubauen und Wassernutzungspläne zu entwickeln, um die Veränderungen durch den Klimawandel besser zu berücksichtigen. Das gilt etwa für Länder in Nordafrika und im Nahen Osten, aber auch für Burundi, Uganda und Sambia, die alle mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich veränderte Niederschlagsmuster und Temperaturen erleben werden.

Feldarbeit in Nordkenia

Wechselwirkung Wasser – Energie – Ernährung

Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln, Wasser und Energie wird in den kommenden Jahrzehnten stark steigen und der Druck auf die Ökosysteme zunehmen. Ursachen sind vor allem die wachsende Weltbevölkerung, die Veränderungen von Lebensstandards und der Klimawandel.

Um nachhaltige Gesamtlösungen zu schaffen, braucht es einen integrierten Ansatz zur Versorgungssicherheit. Das bedeutet, dass Nutzergruppen der drei Sektoren Wasser, Energie und Landwirtschaft über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen und auch die Interessen der anderen Ressourcennutzer in ihre Planung einbeziehen müssen.

Vor diesem Hintergrund nimmt die deutsche Entwicklungspolitik verstärkt die Wechselwirkungen, den sogenannten Nexus, zwischen den drei eng verbundenen Sektoren Wasser, Energie und Landwirtschaft in den Blick. Denn ohne Wasser gibt es keine Landwirtschaft und keine Energie, ohne Energie keine Grundwasserpumpen und deutlich geringere Erträge in der Landwirtschaft.

Ziel des deutschen Ansatzes ist, dass Ressourcen möglichst sparsam und zum Nutzen mehrerer Bereiche eingesetzt werden, damit allen Menschen Wasser, Nahrung und Energie in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. So kann zum Beispiel durch die Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser in der Landwirtschaft der Druck auf die Frischwasserressourcen verringert werden. Gleiches gilt für angepasste Bewässerungssysteme wie die Tröpfchenbewässerung. Solche Maßnahmen erhöhen die Fähigkeit, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Tröpfchenbewässerung auf einem Feld in Äthiopien
  • Gemeinsamer Planungsworkshop mit einer lokalen Frauenvereinigung zum nachhaltigen Wassermanagement in der Oase
    Marokko: Zusammenarbeit konkret

    Wasser nachhaltig bewirtschaften, Landflucht vermeiden

    Bereits heute ist es in der Region rund um die Oase Tidrhest bei Ouarzazate trocken. Der Weltklimarat (IPCC) rechnet damit, dass die Niederschläge in der Region bis zum Ende des Jahrhunderts weiter abnehmen werden.

  • Schulung von Technikern in der Probenahme von Abwasser in Guatemala
    Guatemala: Zusammenarbeit konkret

    Nachhaltiges Wassermanagement

    Zugang zu Wasser in ausreichender Qualität und Menge ist ein Menschenrecht. Die Verfügbarkeit von Trinkwasser hat einen direkten Einfluss auf Armut, Unterernährung und Kindersterblichkeit. In Guatemala gibt es – eigentlich – genug Wasser.

  • Kläranlage in Madaba, Jordanien
    Jordanien: Zusammenarbeit konkret

    Alternativen erschließen, Effizienz steigern

    Das schnelle Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahrzehnte hat sich in den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens negativ auf die Wasserressourcen ausgewirkt. Besonders groß sind die Probleme in Jordanien, einem der trockensten Länder der Welt.

Gemeinsamer Planungsworkshop mit einer lokalen Frauenvereinigung zum nachhaltigen Wassermanagement in der Oase
Marokko: Zusammenarbeit konkret

Wasser nachhaltig bewirtschaften, klimabedingte Landflucht vermeiden

Bereits heute ist es in der Region rund um die Oase Tidrhest bei Ouarzazate trocken, Regen fällt wenig und unregelmäßig. Der Weltklimarat (IPCC) rechnet damit, dass die Niederschläge in der Region bis zum Ende des Jahrhunderts weiter abnehmen werden.

Die mangelnde Wasserverfügbarkeit entzieht den ansässigen Kleinbäuerinnen und -bauern zunehmend die Lebensgrundlage. Seit den 1990er Jahren haben rund 70 Prozent der Bevölkerung das Dorf verlassen. Dennoch gibt es in jüngster Zeit vermehrt junge Leute, die die Bewirtschaftung der Oase wieder aufnehmen und in ihr Dorf zurückkehren möchten. Deshalb unterstützt das BMZ gemeinsam mit zwei Ingenieurbüros eine Initiative der Dorfbewohnerinnen und -bewohner zum nachhaltigen Wassermanagement im Rahmen des develoPPP.de-Programms.

Durch die Kombination von traditionellen Techniken und innovativen Regenbewirtschaftungs- und Bodenschutzmaßnahmen wurden gemeinsam mit den Dorfbewohnerinnen und -bewohnern Bewässerungskanäle instandgesetzt, Mikroeinzugsgebiete angelegt und Zisternen gebaut. Außerdem entstanden Mikrodämme in den Trockenflusstälern, um die Bodenerosion zu verringern und die Wasserspeicherung zu verbessern. Die lokale Bevölkerung wurde gezielt angelernt und aktiv in die Planung, den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der verschiedenen Schutzmaßnahmen eingebunden. Dies hilft dem Dorf, die zunehmend schwankende Wasserverfügbarkeit auszugleichen und bis zu zwei Trockenjahre zu überbrücken.

Das Engagement der lokalen Bevölkerung, ihre Eigenleistung gekoppelt mit geringer externer Expertise und Unterstützung gaben der Oase und ihren rund 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wieder eine wirtschaftliche Perspektive. Die Verfügbarkeit von Wasser ist insgesamt höher, damit steigen auch die Erträge. Ernte und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte werden gesichert, Einkommen und Arbeitsplätze geschaffen.

Sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und dadurch die eigenen Lebensperspektiven zu verbessern, spielt gerade in den abgelegenen, ländlichen Regionen Marokkos künftig eine wichtige Rolle. Deshalb hat Marokko alternative Konzepte zum Wassermanagement als zentrale Maßnahmen in seinem nationalen Klimabeitrag (Nationally Determined Contribution, NDC) verankert.

Schulung von Technikern in der Probenahme von Abwasser in Guatemala
Guatemala: Zusammenarbeit konkret

Anpassung an den Klimawandel durch nachhaltiges Wassermanagement

Zugang zu Wasser in ausreichender Qualität und Menge ist ein Menschenrecht. Die Verfügbarkeit von Trinkwasser hat einen direkten Einfluss auf Armut, Unterernährung und Kindersterblichkeit. In Guatemala gibt es – eigentlich – genug Wasser. Es regnet dort im Durchschnitt vier Mal mehr als in Deutschland.

Doch während es in Deutschland relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt regnet, müssen die Menschen in der Trockenzone Guatemalas von November bis Anfang Mai weitgehend ohne Niederschläge auskommen. Erst dann fällt Regen auf die ausgetrockneten Böden. Durch den Klimawandel werden Dürreperioden und extrem starke Niederschläge in den nächsten Jahrzehnten vermutlich zunehmen.

Wegen der Intensität kann der Boden die Regenmengen dann nicht aufnehmen. Wälder, die den Regen normalerweise festhalten und in den Untergrund einsickern lassen, wurden durch jahrzehntelanges Abholzen stark dezimiert. Die Folge: Das Regenwasser fließt oberirdisch ab, der Grundwasservorrat erneuert sich nicht. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Wasser, denn die Bevölkerung wächst kontinuierlich, und die Landwirtschaft benötigt immer mehr Wasser für die Produktion und den Export von Lebensmitteln wie Kaffee und Gemüse.

Mehr Menschen und weniger Regen bedeutet weniger Wasser zum Trinken und für die wirtschaftliche Entwicklung – das erfordert einen sparsameren und effizienteren Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource. Deshalb bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes für das Management von Wassereinzugsgebieten. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit erarbeitet gemeinsam mit acht guatemaltekischen Kommunen integrierte Landnutzungspläne mit dem Ziel, Wasserschutzgebiete einzurichten und waldfreie Flächen wieder aufzuforsten.

Zusammen mit der Technischen Universität Dresden werden einfache Versickerungsanlagen errichtet, damit der Boden das Regenwasser besser aufnehmen kann. Dadurch können die natürlichen Grundwasserspeicher aufgefüllt und ​in Zeiten der Trockenheit genutzt werden. Zusätzlich entstehen Anlagen zum Auffangen des Regenwassers. Filtersysteme sorgen dafür, dass man dieses Wasser auch trinken kann.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit erarbeitet gemeinsam mit drei Pilotgemeinden Wasserversorgungs- und Entsorgungspläne. Diese helfen den Gemeinden, den vielseitigen Erfordernissen nachzukommen – von der Desinfektion des Trinkwassers bis zur Reinigung des Abwassers. Zusätzlich erhalten Technikerinnen und Techniker Schulungen.

Kläranlage in Madaba, Jordanien
Jordanien: Zusammenarbeit konkret

Alternativen erschließen, Effizienz steigern

Das schnelle Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahrzehnte hat sich in den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens negativ auf die Wasserressourcen ausgewirkt. Besonders groß sind die Probleme in Jordanien, einem der trockensten Länder der Welt. Die Flüchtlinge  aus Syrien und der Klimawandel erhöhen den Druck auf die Ressource Wasser zusätzlich.

Weit über die Hälfte des Wassers verbraucht die Landwirtschaft. Deshalb berät die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Jordanien dabei, Wasserverluste zu reduzieren und Landwirten alternative Wasserressourcen zu erschließen. Eine davon ist aufbereitetes Abwasser: Inzwischen deckt die Landwirtschaft mehr als ein Fünftel ihres Bedarfs auf diese Weise – mit steigender Tendenz. In den nächsten Jahren will Jordanien die Menge verdoppeln. Das schont die übernutzten Frischwasserressourcen und verbessert die Wasserversorgung von fast 700.000 Menschen.

Darüber hinaus werden Trinkwasserversorger dabei unterstützt, ihre Betriebsprozesse wirksamer und wirtschaftlicher zu gestalten. Das vermindert Wasserverluste und fördert ein effizienteres Ressourcenmanagement. Kampagnen und Initiativen an Schulen und Moscheen werben für einen sparsamen Umgang mit Wasser. Außerdem fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die Ausbildung von Fachpersonal im Wassersektor und den Aufbau von Pilotanlagen für ein besseres Abwassermanagement.

Deutschland unterstützt Jordanien zudem dabei, die Energieeffizienz im Wassersektor zu steigern. Denn mit einem Anteil von etwa 15 Prozent ist der jordanische Wassersektor der größte Stromverbraucher im Land. Der Einsatz von moderneren Pumpstationen in ausgewählten Gegenden hat den Energieverbrauch dort bereits um ein Drittel gesenkt. Diesem Beispiel soll nun das ganze Land folgen.

Videos zum Thema "Wasser und Klima"

Bolivien

Klimawandel – Gletscherschmelze in Bolivien

Die Gletscher Boliviens schmelzen. Wenn die Gletscher verschwunden sind, wird den Menschen, die an ihrem Fuß leben, das Trinkwasser fehlen und ihr landwirtschaftlicher Ertrag wird zurückgehen.

Bolivien

Der Klimawandel und die Apfelernte in Bolivien

Die Äpfel im Hochland von Bolivien werden als Folge des Klimawandels zu früh reif und die Bauern können nicht fristgerecht liefern. Es kommt aber auch vor, dass unerwartet die Kälte hereinbricht und die gesamte Ernte vernichtet.

Wasser und Klima

BMZ-Publikationen

Inhaltsverzeichnis

Themendossier "Klimawandel und Entwicklung"

Lexikon der Entwicklungspolitik

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