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Zusammenarbeit konkret

International Water Stewardship Programme

Gemeinsam gegen Wasserrisiken vorgehen

Kinder an einem Brunnen

Der faire und nachhaltige Umgang mit Wasser ist eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der eine Vielzahl unterschiedlicher Interessen zusammengebracht werden müssen. Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit Großbritannien das International Water Stewardship Programme (IWaSP, ehemals: African Water Stewardship Initiative). Derzeit sind Äthiopien, Uganda, Südafrika, Kenia, Tansania und Sambia sowie Grenada, Saint Lucia und Pakistan an dem Programm beteiligt.

Um bei konkurrierenden Interessen eine Einigung zu erzielen, noch bevor Konflikte entstehen oder Wasservorkommen übernutzt werden, bindet das Programm verschiedene Gruppen ein: Neben staatlichen Stellen gehören dazu auch Vertreter der Zivilgesellschaft und privater Unternehmen. Sie identifizieren gemeinsam Wasserrisiken, entwickeln Lösungsstrategien und setzen Maßnahmen um. Das Programm dient hier als neutraler Vermittler zwischen verschiedenen Interessengruppen. Dadurch wächst das Vertrauen unter allen Beteiligten und die Chancen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbessern sich.

Insgesamt 32 öffentliche Einrichtungen, 33 Unternehmen, elf Nichtregierungsorganisationen und verschiedene kommunale Gruppen beteiligen sich bereits an dieser konstruktiven Form der Lösungssuche. Auch die private Wirtschaft leistet finanzielle Beiträge. So fließen zum Beispiel Mittel von Coca-Cola nach Tansania und Uganda, um die Flüsse Mlalakua und Rwizi besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Das BMZ beteiligt sich mit rund sechs Millionen Euro an dem Programm, von dem bis zum Jahr 2019 mehr als eine Million Menschen direkt und sieben Millionen indirekt profitieren sollen.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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