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Zusammenarbeit konkret

Nachhaltige Waldbewirtschaftung in Togo

Urwald in Togo

Das etwa 7,5 Millionen Einwohner zählende westafrikanische Land Togo verzeichnete über Jahre hinweg Afrikas höchste Entwaldungsrate mit einem dramatischen Rückgang der Waldfläche auf nur noch geschätzte sechs Prozent der Landesfläche im Jahr 2010.

Mit der Unterzeichnung der REDD+-Initiative (Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern) und dem Beginn der Vorbereitungsphase (Readiness) hat sich die Regierung 2014 das Ziel gesetzt, durch die Bewirtschaftung der Waldressourcen nach Kriterien der Nachhaltigkeit (wirtschaftlich, sozial und ökologisch) die Waldfläche bis 2050 wieder auf 30 Prozent der Landesfläche zu erhöhen.

Seit 2014 arbeitet das deutsche Programm zur Unterstützung (REDD+-Readiness) und Wiederherstellung der Wälder in Togo (ProREDD) zusammen mit dem togoischen Partner, dem Ministerium für Umwelt und Forsten, daran, die technischen und institutionellen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der nationalen REDD+-Strategie zu verbessern.

Mit den Ergebnissen der ersten nationalen Wald- und Kohlenstoffbestandsaufnahme in Togo aus dem Jahr 2016 liegen inzwischen zuverlässige qualitative und quantitative Daten über die Waldressourcen des Landes vor. Sie bilden die Grundlage für die weiteren politischen, strategischen und technischen Prozesse. Ein Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf dem nachhaltigen Management der existierenden Waldressourcen, um diese im Sinne der Armutsbekämpfung nachhaltig zu nutzen und den Kohlenstoffspeicher weiter auszubauen.

So werden 2017, mit Unterstützung des Vorhabens ProREDD circa 450.000 Hektar oder rund acht Prozent der Landesfläche (dies entspricht der Größe von über 600.000 Fußballfeldern) unter nachhaltige Waldbewirtschaftung gestellt.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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