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Zusammenarbeit konkret

Waldschutz in Indonesien

Das Verständnis für nachhaltige Waldwirtschaft soll wachsen

Indonesischer Regenwald

Indonesien besitzt einige der größten Regenwälder der Erde. Etwa eine Million Hektar fallen jedoch jedes Jahr der Ausdehnung von Plantagen, ganz besonders dem Anbau von Ölpalmen, zum Opfer.

Das Programm FORCLIME (Forests and Climate Change), das die deutsche Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit dem indonesischen Umwelt- und Forstministerium durchführt, soll unter anderem dazu beitragen, die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen für ein Umdenken zu schaffen.

Neben der Überarbeitung von Politiken, Gesetzen und Richtlinien sieht das Programm vor, Forstämter nach deutschem Vorbild aufzubauen. Sie erhalten die Kontrolle über ein bestimmtes Stück Wald, müssen an dessen nachhaltiger Bewirtschaftung aber auch die Einheimischen, den Privatsektor und Nichtregierungsorganisationenn beteiligen. Die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern der Forstbehörden bilden die Grundlage für die Arbeit der Verwaltungseinheiten. Gefördert werden außerdem private Forstbetriebe, die Wälder nach internationalen Zertifizierungsstandards bewirtschaften. Insgesamt soll durch FORCLIME das Verständnis für die nachhaltige Waldwirtschaft wachsen.

Inzwischen gibt es in ganz Indonesien 590 neue Forstämter, die eine Fläche von 97 Millionen Hektar Wald betreuen, das sind bereits 80 Prozent des Staatswaldes (Stand Dezember 2016). Bis 2020 soll der gesamte Staatswald in das Forstamtssystem überführt werden. In drei Distrikten setzen Forstverwaltungen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Pilotmaßnahmen im Rahmen von REDD+ um, die sich auf rund 380.000 Hektar Wald erstrecken. Mit rund 84 Millionen Euro ist FORCLIME eines der größten von außen finanzierten Programme für Waldschutz und Biodiversität in Indonesien.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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