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Zusammenarbeit konkret

REDD Early Movers in Brasilien

Vorreiter beim Waldschutz belohnen

Regenwald in Brasilien

Der brasilianische Bundesstaat Acre geht voran – als "Early Mover" im REDD+-Programm, dem seit 2005 bestehenden Konzept zum internationalen Waldschutz.

Die Landesregierung von Acre hat in den vergangenen Jahren fortlaufend Instrumente zum Schutz des Waldes aufgebaut und in Landesgesetzen verankert. Und das mit Erfolg: Seit 2006 ist die Entwaldung rückläufig. Acre hat seine Rate zwischenzeitlich um 60 Prozent gesenkt und trug im Jahr 2015 nur noch etwa vier Prozent zur Abholzung im gesamten brasilianischen Amazonasgebiet bei.

An Pioniere wie den Bundesstaat Acre leistet das Programm REDD Early Movers (REM) Zahlungen für den nachweislich gesenkten Ausstoß von Treibhausgasen. Erfolge bei der vermiedenen Entwaldung werden mit einem detaillierten Buchführungssystem erfasst und vergütet.

Aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung und aus der Internationalen Klimaschutzinitiative wurden insgesamt bereits 25 Millionen Euro an den Bundesstaat ausgezahlt. Der Großteil der Mittel geht direkt an Kleinbauern, lokale Waldgemeinden und Indigene, der Rest wird in Maßnahmen der Regierung für Walderhalt und Verminderung von Entwaldung investiert. So profitiert auch die ansässige Bevölkerung von diesem Vorteilsausgleich besonderer Art.

Gleichzeitig zeigt der Anstieg der Entwaldung in Brasilien im Jahr 2016 aber auch, dass Entwaldungsbekämpfung kein Selbstläufer ist und kontinuierlicher Anstrengungen bedarf.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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