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Arbeitsfeld

Wald und Klima

Luftaufnahme des Regenwaldes im Nationalpark Anavilhanas, Manaus/Brasilien

Wälder sind wahre Schatzkammern der Natur. Sie bieten Nahrung, Wasser, Baumaterial und Rohstoffe, Brennstoff, Heilpflanzen und für mehr als 1,6 Milliarden Menschen auch Lebensraum. Außerdem beherbergen sie einen sehr großen Teil der bekannten Tier- und Pflanzenarten. Als die "Lungen der Welt" produzieren Wälder Sauerstoff, binden das klimaschädliche Kohlendioxid und haben deshalb entscheidenden Einfluss auf das Weltklima. Sie speichern Wasser und wirken regulierend auf Temperatur und Niederschlagsmengen. Kurz gesagt: Die Wälder sind für das Überleben der Menschheit unverzichtbar.

Jedes Jahr gehen – vor allem in den Tropen – etwa sieben Millionen Hektar Wald verloren: Das ist eine Fläche von der Größe Bayerns. Zwar ist das, auch dank internationaler Anstrengungen, weniger als noch in den 1990er Jahren, doch gemessen an der Bedeutung des Waldes für Umwelt und Klima ist dieser Verlust immer noch besorgniserregend. Ein Großteil der Waldzerstörung wird durch den Anbau von Agrargütern und internationale Agrarlieferketten verursacht – auch für den Konsum in Deutschland.

Nach Angaben des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) gehen etwa elf Prozent der Treibhausgasemissionen allein auf den Verlust von Wäldern zurück. Deshalb ist Klimaschutz ohne Waldschutz nicht denkbar. Das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, wenn möglich 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, kann nur erreicht werden, wenn es gelingt, den Waldverlust zu stoppen.

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Bericht über die klimapolitische Reise von Entwicklungsminister Müller nach Kolumbien und Peru

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Siehe auch

Externe Links

Lexikon der Entwicklungspolitik

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