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Zusammenarbeit konkret

Besser wohnen und Energie sparen

Energieeffizientes Wohnen und Emissionsminderung in Mexikos Verkehrssektor

EcoCasas in Mexiko

In Mexiko entstehen jedes Jahr eine halbe Million neue Wohnungen, acht Prozent der Bevölkerung arbeiten in der Bauwirtschaft. Auch der Energieverbrauch im Land steigt kontinuierlich, etwa 17 Prozent davon entfallen auf private Haushalte. Angesichts dieser Entwicklungen ist ein energieeffizienter Wohnungsbau von besonderer Bedeutung.

Die mexikanische Entwicklungsbank für Wohnungsbau hat das Programm "EcoCasa" aufgelegt und setzt es zusammen mit der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit um. Zum ersten Mal werden bei der Finanzierung verschiedene internationale Fonds kombiniert: Eingesetzt werden unter anderem Mittel des Clean Technology Fund (CTF) und der Investitionsfazilität für Lateinamerika (Latin America Investment Facility, LAIF) der Europäischen Kommission. Deutschland beteiligt sich seit 2013 mit zinsverbilligten Darlehen und Investitionszuschüssen und hat dafür insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Ökohäuser

Das Programm soll bis 2022 rund eine halbe Milliarde US-Dollar an privaten Investitionen mobilisieren. Bisher wurden bereits 36.000 energieeffiziente Häuser und 600 Passivhäuser für über 100.000 Mexikanerinnen und Mexikaner in allen vier Klimazonen des Landes finanziert. Diese "Ökohäuser" verbrauchen im Schnitt rund 20 Prozent weniger Energie als herkömmliche Bauten.

"EcoCasa" spart damit mehr als eine Million Tonnen Kohlendioxid über die gesamte Bestandsdauer der Häuser ein. Das Programm verbessert zugleich die Lebenssituation vieler Mexikaner, die nun eine höhere Wohnqualität genießen. Es trägt auch dazu bei, neue umweltfreundliche und energieeffiziente Standards im Wohnungsbau zu setzen, an denen sich der mexikanische Immobilienmarkt künftig ausrichten soll.


Elektromobilität

Darüber hinaus unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit der US-amerikanischen Entwicklungsagentur USAID durch die C40 Cities Finance Facility (CFF) ein nachhaltiges Verkehrsprojekt in Mexiko-Stadt. Entlang des Straßenkorridors Eje 8 Sur sollen Kleinbusse mit hohem Schadstoffausstoß durch mindestens 100 Elektrobusse ersetzt werden.

Es wird erwartet, dass dadurch mindestens 70.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden können. Ziel der CFF ist es, Städte in die Lage zu versetzen, eigenständig finanzierungsfähige Projektanträge zur Minderung städtischer Treibhausgasemissionen sowie zur Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu entwickeln.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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