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Meere und Klima

Fischer an der Küste von Senegal

Die Weltmeere bedecken rund zwei Drittel unseres Planeten. Sie sind zentraler Bestandteil des globalen Ökosystems und essenziell für das Leben und Wirtschaften des Menschen, somit auch für die Entwicklung armer Länder.

Der Klimawandel und der Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Erdatmosphäre beeinflussen und belasten die Ökosysteme in den Ozeanen. Extreme Wetterereignisse und langsam einsetzende Veränderungen, wie der Meeresspiegel- und Temperaturanstieg oder die Versauerung der Ozeane, bringen die hochempfindlichen Küsten- und Meeresökosysteme, wie Korallenriffe oder Mangrovenwälder, ins Ungleichgewicht.

Im 21. Jahrhundert werden sich die Ozeane weiter erwärmen, wobei die stärkste Erhöhung für die Meeresoberfläche in tropischen und subtropischen Regionen vorausgesagt wird. Dadurch vermindert sich der Sauerstoffgehalt des Wassers. Das wiederum bedroht Fischbestände und verstärkt die Gefahr sogenannter "Todeszonen", in denen kaum noch Leben möglich ist.

Die Erwärmung der Ozeane führt aber auch zu einer Ausdehnung des Wassers und damit zum Anstieg des Meeresspiegels. Das Abschmelzen von Gletschern in Folge des Klimawandels verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Im 20. Jahrhundert erhöhte sich der Meeresspiegel bereits um etwa 20 Zentimeter – und die Rate dieses Anstiegs nimmt stetig zu. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wird bei einem Ausstoß von Treibhausgasen auf dem jetzigen hohen Niveau ein Anstieg des Meeres um mehr als 60 Zentimeter erwartet. Dem kann nur durch eine massive und baldige Senkung der Emissionen entgegengewirkt werden.

Infografik zum Thema "Ozeane und Klima"

Meeres- und Küstenökosysteme wichtig für den Klimaschutz

Die Ozeane haben eine wichtige Funktion bei der Regulierung des globalen Wärmehaushalts, denn sie binden einen großen Teil der vom Menschen produzierten Kohlendioxid-Emissionen. In den letzten 40 Jahren haben sie 93 Prozent dieser zusätzlichen Wärme aufgenommen. Darüber hinaus nehmen Küstenökosysteme, wie Mangrovenwälder im Gezeitenbereich tropischer Küsten, drei- bis fünfmal mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf als Waldökosysteme an Land.

Mangroven schützen die Küstenzonen außerdem vor den Folgen extremer Wetterereignisse wie Wirbelstürmen und reduzieren die Küstenerosion. Sie haben damit eine wichtige Aufgabe bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Dennoch wurde seit Mitte des 20. Jahrhunderts weltweit fast die Hälfte der Mangrovenwälder zerstört, zum Beispiel durch Umwandlung zu Shrimp-Farmen.

Die Menschheit ist von funktionierenden Ökosystemen abhängig. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist der Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt. Sie trägt entscheidend dazu bei, Entwicklungs- und Anpassungsoptionen von Ökosystemen aufrechtzuerhalten. Diese Anpassungsoptionen werden angesichts des Klimawandels, der wiederum erheblichen Druck auf die Anpassungsfähigkeiten und Anpassungsmöglichkeiten der Organismen ausübt, dringend gebraucht.

Bleibt der Ausstoß von Treibhausgasen auf dem derzeitigen Niveau, sinkt Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge die Fischproduktion um sieben bis zwölf Prozent bis 2050.

Ein Bauer mit Mangrovensamen und Setzlingen

Internationale Bemühungen zum Schutz der Meere

Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Meeren und Küsten in Zeiten des Klimawandels haben in den letzten Jahren auch zunehmend internationale Aufmerksamkeit erlangt: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hat dem Meeresschutz ein eigenes Nachhaltigkeitsziel, SDG 14, gewidmet, das sich mit dem "Leben unter Wasser" beschäftigt. Ein eigenes Unterziel greift die Versauerung der Ozeane auf (SDG 14.3).

Auch das Pariser Klimaabkommen von 2015 schreibt dem Meeresschutz eine wichtige Rolle zu. Bei den nationalen Klimabeiträgen (Nationally Determined Contributions, NDCs) hat er ebenfalls besondere Bedeutung erlangt: Mehr als 80 Länder haben Fischerei und Aquakulturen aufgenommen.

Der Strategische Plan 2011–2020 zur Konvention für biologische Vielfalt bildet durch die Aichi-Ziele den Rahmen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Meeres- und Küstenbiodiversität. Besonders relevant sind hier die Ziele Fischerei (6), Korallen (10) und Schutzgebiete (11).

Wie und mit welcher Tragweite der Klimawandel die Ozeane bedroht, ist jedoch bei Weitem noch nicht genügend erforscht. Daher lässt sich heute noch nicht genau absehen, was es zum Beispiel für das Gesamtökosystem bedeutet, wenn bestimmte Arten verschwinden. Deshalb ist eine stärkere wissenschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen dringend erforderlich. Und es bedarf integrierter Ansätze, um Klima und Meeresökosystem zu schützen und nachhaltige Nutzungskonzepte zu entwickeln.

Welle im Atlantik

Deutsches Engagement

Mehr als zwei Drittel der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind Insel- oder Küstenstaaten. Schon heute lebt deutlich über die Hälfte der Weltbevölkerung in Küstenregionen, bis zum Jahr 2020 werden es voraussichtlich knapp zwei Drittel sein. Mit dem 2016 aufgelegten Zehn-Punkte-Aktionsplan "Meeresschutz und nachhaltige Fischerei" verstärkt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sein Engagement, um Meere und Küstenlebensräume für zukünftige Generationen zu bewahren und sie nachhaltig nutzen zu können.

Die programmatischen Prioritäten des deutschen Engagements sind:

  • Meeres- und Küstenschutzgebiete zum Erhalt von biologischer Vielfalt und Ökosystemleistungen,
  • eine nachhaltige Meeresnutzung zur Ernährungssicherung,
  • eine Reduzierung der Meeresverschmutzung sowie
  • die Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel zum Schutz der Menschen in Küstenregionen.

Aktuell tragen Vorhaben mit einem Mittelvolumen von über 400 Millionen Euro zur Umsetzung des 10-Punkte-Aktionsplans bei.

Welle im Atlantik

Mehr Meeres- und Küstenschutzgebiete

Bis 2020 wird das BMZ die Fläche der Meeresgebiete, deren Schutz es fördert, gegenüber 2015 vervielfachen. Dazu unterstützt das BMZ die Ausweisung neuer Schutzgebiete, stärkt die Verwaltungen der Schutzgebiete und verbessert ihre Absicherung durch nachhaltige Finanzierungsinstrumente.

Ein wichtiges Anliegen ist es dabei, den Ausgleich der Interessen von Schutz und Nutzung sowie die ausreichende Berücksichtigung der Rechte und Bedürfnisse von Frauen und Mädchen, indigenen und lokalen Gemeinschaften und von armen und besonders gefährdeten Menschen sicherzustellen.

Das BMZ trägt dazu bei, bis 2020 weltweit mindestens zehn Prozent der Meeresgebiete effektiv zu schützen. Dieses Ziel hat die internationale Gemeinschaft sich sowohl in der Konvention über die biologische Vielfalt als auch in der Agenda 2030 gesetzt. Derzeit stehen erst knapp sieben Prozent unter Schutz.

Riff mit verschiedenen Weich- und Hornkorallen sowie einigen kleinen Fischen

Der "Blue Action Fund" – ein Stiftungsfonds für die Meere

Um marine Schutzgebietsnetzwerke zu etablieren und ihre Verwaltung nachhaltig finanziell abzusichern, hat das BMZ Ende 2016 in Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank den "Blue Action Fund" gegründet und mit einem Stiftungskapital von mittlerweile 44 Millionen Euro ausgestattet. Im September 2017 hat sich Schweden mit zusätzlichen fünf Millionen Euro dem Fonds angeschlossen.

Der Blue Action Fund unterstützt nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen bei ihrer Arbeit im Küsten- und Meeresschutz und fördert den Schutz mariner Biodiversität durch das Ausweisen neuer Schutzgebiete und ein besseres Management bestehender Schutzgebiete. Außerdem unterstützt der Fonds die nachhaltige Nutzung mariner Biodiversität durch Maßnahmen in der Fischerei, der Aquakultur und dem Tourismus.

Launch des Blue Action Fund. Von links: Stephan Opitz (KfW), Ingrid Hoven (Abteilungsleiterin BMZ), David Morrison (Blue Action Fund), Entwicklungsminister Gerd Müller

Meere nachhaltig nutzen, Ernährung dauerhaft sichern

Weltweit decken mehr als drei Milliarden Menschen durchschnittlich 20 Prozent ihres Bedarfs an tierischen Proteinen durch Fischeiweiß ab, in Entwicklungsländern liegt der Anteil häufig deutlich höher. 90 Prozent der globalen Fischbestände sind jedoch bereits überfischt oder bis an ihre Grenzen genutzt.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere werden diese Situation noch verschärfen, besonders in Entwicklungsländern. Bei einer Fortsetzung der derzeitigen Treibhausgasemissionen ist von einem Rückgang der marinen Fischproduktion von sieben bis zwölf Prozent auszugehen.

Das BMZ fördert nachhaltige handwerkliche Fischerei und Aquakulturen sowie die nachhaltige und sozial verantwortliche Verarbeitung und Vermarktung von Fisch. Auch die Bekämpfung von illegaler, ungemeldeter und unregulierter Fischerei gehört zum BMZ-Engagement.

Fischschwarm (Goldstreifen-Füsiliere) in Papua-Neuguinea

Anpassung an den Klimawandel unterstützen

Der Klimawandel führt unter anderem zu häufigeren und heftigeren Stürmen und Überflutungen, zur stärkeren Versalzung von Böden und zum Anstieg des Meeresspiegels.

Über 600 Millionen Menschen leben in niedrig gelegenen Küstenzonen und sind von diesen Effekten unmittelbar betroffen. 62 Prozent aller Megacities mit mehr als acht Millionen Einwohnern liegen in Küstenzonen.

Frühwarnsysteme sind ein effektives Mittel, um Schäden zu verringern. Das BMZ hilft mit Unterstützung der Wissenschaft, solche Frühwarnsysteme im Verbund mit Küstenschutz- und Stadtentwicklungsvorhaben auszubauen und die Integration von Hochwasserschutz und Katastrophenvorsorge in die Entwicklungsplanung voranzutreiben.

Gesunde Mangrovenökosysteme können Flutwellen abbremsen und somit die negativen Auswirkungen von Stürmen und steigendem Meeresspiegel verringern. Küstennahe Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern sind auf intakte Mangrovenökosysteme angewiesen. Mangroven tragen gleichzeitig als Kohlendioxid-Speicher zur Minderung des Klimawandels bei.

Save our Mangroves now!

Das BMZ hat gemeinsam mit dem World Wide Fund For Nature (WWF) und der Weltnaturschutzunion (IUCN) die Initiative "Save our Mangroves now!" ins Leben gerufen.

Die Initiative stellt sich gegen den weltweit fortschreitenden Verlust von Mangroven. Dazu sollen Mangroven besser geschützt, wieder aufgeforstet und mehr Bewusstsein über die Bedeutung von Mangroven geschaffen werden.

Mangrovensetzling in einer Mangrovenbaumschule in Beira, Mosambik
  • Die Küstendörfer im Mekong-Delta sind infolge des Klimawandels immer häufiger Überschwemmungen ausgesetzt – vor allem dort, wo es keine Mangrovenwälder mehr gibt.
    Vietnam: Zusammenarbeit konkret

    Mangroven: Alleskönner beim Klimaschutz

    Mit ihrem dichten Wurzelwerk bilden Mangrovenbäume einen idealen Schutz für die Ufer tropischer Küsten. Schon ein 100 Meter breiter Waldstreifen reicht aus, um die zerstörerische Kraft von Stürmen oder sogar Tsunamiwellen entscheidend abzuschwächen.

  • Karibik: Zusammenarbeit konkret

    Erhalt der biologischen Vielfalt – an Land und zur See

    Der natürliche Reichtum in der Karibik ist einzigartig. Die Vereinten Nationen nennen die Region eine "Supermacht der biologischen Vielfalt". Aber diese Vielfalt ist in Gefahr, denn ihr Erhalt findet oft nicht genug Beachtung.

Die Küstendörfer im Mekong-Delta sind infolge des Klimawandels immer häufiger Überschwemmungen ausgesetzt – vor allem dort, wo es keine Mangrovenwälder mehr gibt.
Vietnam: Zusammenarbeit konkret

Mangroven: Alleskönner beim Küsten-, Klima- und Umweltschutz

Mit ihrem dichten Wurzelwerk bilden Mangrovenbäume einen idealen Schutz für die Ufer tropischer Küsten. Schon ein 100 Meter breiter Waldstreifen reicht aus, um die zerstörerische Kraft von Stürmen oder sogar Tsunamiwellen entscheidend abzuschwächen.

Mangroven sind "Alleskönner": Sie bremsen nicht nur Unwetter, sondern auch die Erosionsprozesse, die der steigende Meeresspiegel hervorruft. Sie nehmen drei- bis fünfmal mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf als Wälder im Binnenland, binden es und vermindern so besonders effektiv die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre. Zudem sind die Küstenwälder ein nährstoffreicher Lebensraum und Laichstätte von unzähligen Fischen, Krebsen und vielen anderen Lebewesen. Dadurch sichern sie die biologische Vielfalt und bieten eine wichtige Nahrungs- und Erwerbsgrundlage für die Menschen, die in ihrer Nähe leben.

Noch bedecken Mangrovenwälder rund 15 Millionen Hektar der Küstenstreifen in den Tropen; doch ihr Fortbestand ist in vielen Regionen durch Abholzung bedroht.

Das BMZ unterstützt in Zusammenarbeit mit dem World Wide Fund For Nature (WWF), der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) und anderen Nichtregierungsorganisation seit 2017 eine neue Initiative zum Schutz von Mangroven. Hierfür wird das bisher verstreute Wissen über diese besonderen Lebensräume gebündelt, bewährte Praktiken für den Schutz, die Wiederherstellung und Fortentwicklung von Mangrovenwäldern werden umgesetzt.

Im Mekong-Delta fördert das BMZ in Vietnam bis zum Jahr 2020 die Neupflanzung von 46.000 Hektar Küstenwald. Die Erfolge sind so beeindruckend, dass die vietnamesischen Behörden und internationale Organisationen die Methode inzwischen für den Schutz anderer gefährdeter Küstenabschnitte einsetzen. Eine ausführliche Beschreibung des Programms finden Sie hier.

Karibik: Zusammenarbeit konkret

Erhalt der biologischen Vielfalt – an Land und zur See

Der natürliche Reichtum in der Karibik ist einzigartig. Die Vereinten Nationen nennen die Region eine "Supermacht der biologischen Vielfalt". Aber diese Vielfalt ist in Gefahr, denn ihr Erhalt findet oft nicht genug Beachtung.

Mit der Karibik und ihren 12.000 Arten ist eine globale Schlüsselregion für die marine Biodiversität in existenzieller Weise durch Fehlnutzung, Klimawandel und Versauerung ihrer Gewässer bedroht. So zählen die Korallenriffe der östlichen Karibik, rund um die Kleinen Antillen, zu den am stärksten geschädigten und gefährdeten marinen Ökosystemen weltweit. In den letzten 30 Jahren ist ihre Fläche um knapp ein Drittel zurückgegangen.

Diese biologische Vielfalt stellt zugleich einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, unter anderem für Ökotourismus und Fischerei. Ursache der Bedrohung ist die übermäßige Nutzung durch den unkontrollierten Bau neuer Infrastruktur, Entwaldung und Landnutzung, Einleitung von ungeklärtem Abwasser ins Meer, Überfischung oder nicht nachhaltige Formen des Tourismus. Die fortschreitende Degradierung der natürlichen Ressourcen entzieht großen Teilen der Bevölkerung ihre Existenzgrundlage und macht sie anfälliger für Extremwetterereignisse.

Durch ihre Lage am Rand des stürmischen Atlantiks ist die Inselwelt zudem von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen. Extreme Wetterereignisse nagen buchstäblich an den Küsten der vielen, oft kleinen Inseln – wie beispielsweise die Hurrikans "Irma" und "Maria" 2017 erneut gezeigt haben.

Überflutungen und Unwetter zerstören nicht nur Straßen und Häuser, sondern auch landwirtschaftliche Flächen. Seit 1980 sind zudem ein Drittel der Korallenriffe vor den Inseln verschwunden, eine wichtige natürliche Barriere gegen Brandung und Sturmfluten.

Die Regierungen von acht karibischen Ländern arbeiten gemeinsam mit Vertretern der einheimischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft und mit Unterstützung der Bundesregierung an einem ehrgeizigen Programm zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.

Zerstörte Straße in der Karibik

Video: Mosambik – Küstenschutz in Beira

Mosambik ist schon jetzt von den Folgen des Klimawandels betroffen, zum Beispiel durch starke Überschwemmungen. Deutschland unterstützt das Land bei Präventionsmaßnahmen.

Meere und Klima

BMZ-Publikationen

Inhaltsverzeichnis

Themendossier "Klimawandel und Entwicklung"

Lexikon der Entwicklungspolitik

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