Hauptinhalt

Zusammenarbeit konkret

Die Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen

Eine Frau mit Kind auf einem Maisfeld, auf dem zur Diversifizierung und zur Stickstofffixierung sogenannte Bodenbedecker und andere Pflanzen angebaut werden.

In sechs Ländern arbeitet das Globalvorhaben "Bodenschutz und Rehabilitierung für Ernährungssicherung" mit Kleinbäuerinnen und -bauern, um Ansätze einer "konservierenden" Landwirtschaft zu verbreiten: Im Westen Kenias zum Beispiel werden dazu Bodendecker gleichzeitig mit Mais angebaut. Die bedeckten Böden können mehr Feuchtigkeit speichern und ermöglichen höhere Erträge. Die Pflanzenrückstände verbleiben nach der Ernte auf dem Feld. So konnte auf Demonstrationsflächen im Jahr 2016 die Ernte der Hauptnahrungsmittel Mais und Bohnen um knapp 40 Prozent gesteigert werden.

In Benin und Burkina Faso verbessern agroforstliche Anpflanzungen mit Hülsenfrüchtlern die Bodenfruchtbarkeit, denn sie binden den für das Pflanzenwachstum wertvollen Stickstoff im Boden. Methoden der organischen Düngung verhindern in allen sechs Ländern des Vorhabens das Auslaugen von Böden und reduzieren den klimaschädlichen Einsatz von mineralischem Dünger. Ein Beispiel dafür ist Äthiopien – ein Land, das die Hälfte seines Bruttoinlandprodukts in der Landwirtschaft erzielt, dabei aber bisher häufig ineffiziente Anbaupraktiken anwendet.

Bei einem Projekt in Mali helfen kleine Staudämme dabei, die inzwischen unregelmäßigeren Niederschläge besser zu nutzen. So können Kleinbauern dennoch mehrere Male im Jahr ihre Felder bestellen und auf diese Weise dem Klimawandel trotzen. Die langjährigen Erfahrungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind dort inzwischen in ein nationales Programm zur Kleinbewässerung eingeflossen, in dem die Regierung und mehrere Geldgeber zusammenarbeiten.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen