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Deutsches Engagement

Klima-intelligente Landwirtschaft fördern

Tröpfchenbewässerung auf einem Feld in Äthiopien

Die Landwirtschaft spielt sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Anpassung an den Klimawandel eine entscheidende Rolle.

Mehr als 90 Prozent aller Länder nennen in ihren nationalen Klimabeiträgen zum Pariser Abkommen (Nationally Determined Contributions, NDCs) auch den Landwirtschaftssektor. 94 Prozent der Entwicklungsländer, die Anpassungsziele formuliert haben, haben auch Beiträge zur Anpassung der Land- und Forstwirtschaft an die Folgen des Klimawandels formuliert. 69 Prozent der Entwicklungsländer haben Maßnahmen identifiziert, um den Ausstoß von Treibhausgasen in der Landwirtschaft zu vermindern.

Deutsche Beiträge von der Forschung bis zur konkreten Anwendung

Maispflanze

Um die Landwirtschaft "klima-intelligent" zu gestalten, braucht es zunächst eine gute Datengrundlage. Deshalb fördert das BMZ die verschiedenen Zentren der Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung (Consultative Group on International Agricultural Research, CGIAR) bei ihren Forschungen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft.

Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die systematische Integration von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Minderung von Treibhausgasemissionen in Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Das BMZ unterstützt zum Beispiel das Anpassungsprogramm für Kleinbauern (Adaptation for Smallholder Agriculture Programme, ASAP) des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (International Fund for Agricultural Development, IFAD) mit 13 Millionen Euro und trägt so zu einer Verankerung der Klimaaspekte in Landwirtschaftsvorhaben bei.

Darüber hinaus unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit politische Entscheidungsträger bei der Entwicklung von Kapazitäten zur wirksamen Umsetzung der Landwirtschaftskomponenten der nationalen Klimabeiträge (NDCs). Dabei geht es auch darum, ihnen Mittel aus Klimafinanzierungsprogrammen zugänglich zu machen.


Höhere Erträge und Klimaschutz in Einklang bringen

Ein Beispiel für den Dreiklang klimaintelligenter Landwirtschaft aus Produktionssteigerung, Anpassung und Minderung ist das BMZ-Globalvorhaben "Bodenschutz und Bodenrehabilitierung für Ernährungssicherung", welches in sechs Ländern die Bodenfruchtbarkeit von degradierten Böden wiederherstellt. Mit Maßnahmen zum Bodenschutz, angepassten Fruchtfolgen zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und einem effizienteren Wassereinsatz wird dafür gesorgt, dass rund 340.000 Hektar degradiertes Land wieder nutzbar werden. Das erhöht die Produktion der Bauern, sichert Erträge in trockenen Jahren und steigert so die Einnahmen. Alles in allem stärkt es die Widerstandskraft ("Resilienz") ländlicher Haushalte gegen die Folgen des Klimawandels.


Vor Klimarisiken schützen und die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte fördern

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Absicherung von armen und Klimarisiken besonders stark ausgesetzten Kleinbäuerinnen und -bauern – zum Beispiel gegen Schäden durch Dürren, Stürme oder Überschwemmungen. Das BMZ unterstützt den Ausbau von Klimarisikoversicherungen im Agrarbereich im Rahmen der InsuResilience-Initiative, unter anderem über die Versicherungen der African Risk Capacity (ARC).

Insgesamt strebt das BMZ eine umfassende und zugleich "klimabewusste" Entwicklung der kleinbäuerlichen Agrarwirtschaft an – vom Acker bis zum Teller.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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