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Landwirtschaft und Klima

Bauern bei der Kartoffelernte in den Anden in Bolivien

Landwirtschaft und Klimawandel hängen in doppeltem Sinne zusammen.

Einerseits ist die Landwirtschaft durch den Klimawandel besonders gefährdet: Wasserknappheit, extreme Niederschläge und sich verändernde klimatische Bedingungen wirken sich negativ auf das Pflanzenwachstum aus, fördern Bodenerosion und tragen zu einem Rückgang der Erträge, aber auch der Artenvielfalt von Pflanzen bei. Die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern, die bis Mitte des Jahrhunderts von rund 7,5 auf etwa zehn Milliarden Menschen wachsen wird, ist angesichts des Klimawandels eine große Herausforderung.

Die Landwirtschaft trägt aber auch wesentlich zum Klimawandel bei: Die steigende Nachfrage nach agrarindustriellen Produkten wie Palmöl, Soja (als Tierfutter), Rindfleisch oder Kautschuk macht die Landwirtschaft mit Abstand zur wichtigsten Ursache für Entwaldung. Auch Feuchtgebiete wie Sümpfe, Auen und Moore, die erhebliche Mengen an Kohlenstoff speichern, fallen häufig der Landwirtschaft zum Opfer. Keine weiteren Flächenumwandlungen – das muss die oberste Leitlinie beim Klimaschutz in der Landwirtschaft sein.

Darüber hinaus gilt es, landwirtschaftliche Praktiken nachhaltiger zu gestalten. Bei der Nutztierhaltung und bei bestimmten Produktionsmethoden, wie dem Nassreisanbau, entsteht etwa das Treibhausgas Methan, das rund 25-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid ist. Auch ein überhöhter Düngereinsatz und bestimmte Methoden der Bodenbearbeitung schaden dem Klima. Notwendig sind eine Diversifizierung der landwirtschaftlichen Anbausysteme und eine standortangepasste Produktion, unter Berücksichtigung von Nährstoffkreisläufen.

Auch globale Ernährungsgewohnheiten und das Konsumverhalten beeinflussen die Emissionsbilanz der Landwirtschaft. Rund ein Drittel der weltweiten landwirtschaftlichen Produktion verdirbt entlang der Lieferkette oder landet auf Mülldeponien. Die Fleischproduktion ist eine der Hauptursachen für die Abholzung des Regenwaldes in Südamerika. Für den Anbau von Futtermitteln wie Soja und die Rinderzucht werden immer mehr natürliche Grünflächen in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt.

Die Landwirtschaft birgt aber auch enormes Potenzial: Nachhaltiger Anbau und agrarökologische Praktiken wie der Einsatz von organischem Dünger oder standortangepasste Fruchtfolgen, eine schonende Bodenbearbeitung sowie eine bessere Ernährung in der Nutztierhaltung können den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduzieren. Gesunde Böden sind darüber hinaus in der Lage, über Pflanzen große Mengen an Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu ziehen und als Bodenkohlenstoff zu speichern. Weltweit speichern Böden ungefähr fünfmal so viel Kohlenstoff wie oberirdische Biomasse.

Klimaschutz in der Landwirtschaft muss demnach folgende Maßnahmen umfassen:

  • Verzicht auf weitere Flächenumwandlungen
  • Umstellung auf standortangepasste, diversifizierte Anbausysteme, schließen von Nährstoffkreisläufen
  • Reduktion von Nachernteverlusten und Lebensmittelverschwendung
  • Veränderung von Ernährungsgewohnheiten und Konsumverhalten
Süsskartoffeln auf einem Feld in Kenia

Steigende Temperaturen mindern Produktivität

Die steigenden Temperaturen werden die landwirtschaftliche Produktion gravierend beeinflussen und die Ernährungssicherheit in vielen Entwicklungsländern merklich beeinträchtigen. Für Afrika südlich der Sahara wird zum Beispiel erwartet, dass der Klimawandel die Flächenproduktivität bis 2080 um bis zu 27 Prozent verringert.

Zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel sind deshalb ehrgeizige Maßnahmen erforderlich. Wie sie aussehen sollen, hängt stark vom jeweiligen Kontext ab. Auf der Ebene der kleinbäuerlichen Betriebe gehören dazu der Aufbau von organischer Materie im Boden durch Mulchen oder Kompost, die Aussaat lokaler, angepasster Sorten, die effizientere Nutzung von Wasserressourcen oder der Anbau kombinierter Pflanzenarten anstelle von Monokulturen. Es kann aber auch heißen, die Viehdichte der Futterproduktion anzupassen oder das Vieh anders zwischen Weiden rotieren zu lassen. Landwirtschaftliche Ansätze, die an agrarökologischen Prinzipien ausgerichtet sind, haben sich besonders bewährt, um die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gegenüber dem Klimawandel zu stärken. Landwirtschaft kann aber nicht isoliert betrachtet werden: Sie ist Teil von Ernährungssystemen, muss die natürliche Umwelt bewahren und darf nicht durch Extremwetterereignisse oder akute Preisschwankungen zusammenbrechen.

Viele landwirtschaftliche Maßnahmen steigern die Resilienz gegenüber dem Klimawandel und senken gleichzeitig Emissionen. Fördert man etwa die Kohlenstoffspeicherung in Böden, können sie mehr Feuchtigkeit aufnehmen und der Erosion besser standhalten. Auch die Steigerung der Energieeffizienz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft hat diesen Mehrfachnutzen.

Der wegweisende Beschluss zu Landwirtschaft bei der Klimakonferenz 2017 in Bonn (Koronivia Joint Work on Agriculture) ebnete den Weg für einen stärkeren Fokus auf Landwirtschaft und Ernährungssicherheit in den internationalen Klimaverhandlungen. Dabei sollen in Themenfeldern von besonderer Relevanz, wie Klimaanpassung und -resilienz sowie bei sozioökonomischen Aspekten der Ernährungssicherheit, mit Hilfe von Workshops konkrete Fortschritte erzielt werden.

Auch die bei der Klimakonferenz 2018 in Kattowitz gegründete Globale Anpassungskommission (Global Commission on Adaptation, GCA), an der sich das BMZ insbesondere im Aktionsfeld "Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und ländliche Entwicklung" aktiv beteiligt, öffnet die Tür für mutige, transformative Maßnahmen, um die Lebensbedingungen der Landwirte zu verbessern und die globalen Ernährungssysteme widerstandsfähiger zu machen. Dies zu erreichen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Infografik zum Thema "Landwirtschaft und Klima"
Deutsches Engagement

Klima-resiliente und emissionsarme Landwirtschaft fördern

Um die Ernährung in Zeiten des Klimawandels zu sichern, reicht eine höhere Produktivität der Landwirtschaft nicht aus. Gleichzeitig müssen Bäuerinnen und Bauern darin gestärkt werden, sich an die Folgen des Klimawandels besser anzupassen. Organische Dünger einzusetzen, standortangepasste Fruchtfolgen oder Agroforstsysteme einzuführen, sind nur einige Beispiele, wie kleinbäuerliche Betriebe widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel werden können.

Insbesondere in der Landwirtschaft ist es wichtig, weniger Treibhausgase auszustoßen, zum Beispiel durch Vermeidung landwirtschaftlich bedingter Abholzung, der Umwandlung von Feuchtgebieten in Ackerflächen oder der Verbrennung von Ernterückständen.

All das geht weit über neue Technologien und Praktiken hinaus. Um einerseits eine höhere Produktivität und Ernährungssicherheit sowie andererseits eine bessere Resilienz der Landwirte und weniger Treibhausgasemissionen zu erreichen, braucht es einen übergreifenden Blick auf Landschaften, Ökosysteme, Märkte und Ernährungssysteme.

Tröpfchenbewässerung auf einem Feld in Äthiopien

Agrarökologie als eine Antwort auf den Klimawandel

Vielerorts ist die Lebensmittelproduktion durch schädliche Anbaumethoden, die Ausweitung von Nutzungsflächen und intensive Landwirtschaft der größte Verursacher für die Zerstörung von Ökosystemen und trägt mit ihren Emissionen zum Klimawandel bei. Agrarökologie kann dieser Entwicklung mit ökosystemerhaltenden und emissionsmindernden Ansätzen in der Landwirtschaft entgegenwirken.

Agrarökologische Anbaumethoden bieten Lösungsansätze in zweierlei Hinsicht. Zum einen nutzen sie vorhandene Ressourcen effizient und nachhaltig und sind oft weniger anfällig bei Wasserknappheit und schwierigen Wetterverhältnissen. Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft steigern sie daher die Klimaresilienz.

Außerdem bieten sie Potenziale zur Minderung von Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft. So wird beispielsweise durch Gründüngung oder Einarbeitung von Kompost die Bodenfruchtbarkeit verbessert und gleichzeitig Bodendegradierung entgegengewirkt. Dies stärkt auch die Widerstandfähigkeit der Böden gegen Extremwetterereignisse. In der Folge können Hilfsmittel wie mineralische Dünger reduziert werden, was wiederum Emissionen senkt und stark belastete Ökosysteme schont.

Agrarökologie bedeutet aber noch mehr: Mit Blick auf unser Ernährungssystem sind politische Reformen mit agrarökologischer Perspektive gefragt. Dazu gehört eine partizipative Landnutzungs- und Raumplanung, damit wir alle gut in und von den landwirtschaftlich genutzten Regionen leben können.

Ein Bauer in Lomé, Togo, bepflanzt ein Feld.

Kein Feld bleibt vom Klimawandel unberührt

Die Landwirtschaft ist direkt vom Klimawandel betroffen und muss weitere Antworten auf diese Herausforderung finden.

Deshalb sind viele landwirtschaftliche Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf diese Herausforderungen fokussiert, zum Beispiel das vom BMZ mit 33 Millionen Euro geförderte Anpassungsprogramm für kleinbäuerliche Landwirtschaft (ASAP) des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (International Fund for Agricultural Development, IFAD).

Dieses Programm stärkt die Resilienz von acht Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern in über 40 Ländern. Der Einbezug von sowohl Risiken als auch Chancen angesichts des Klimawandels in allen Investitionsprojekten und Länderstrategien des IFAD ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg dieses Vorhabens.

Reisernte in Bangladesch

Landwirtschaft zentral für Klimaziele der Partnerländer

Das BMZ unterstützt die Klimapolitik der Partnerländer, besonders die Umsetzung der nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs). Darin finden sich fast immer Schwerpunkte, die den Landwirtschaftssektor betreffen – vor allem spielt dabei der Bereich Anpassung an den Klimawandel eine große Rolle, die Länder haben sich aber auch Ziele bei der Minderung von Treibhausgasen gesetzt.

Das BMZ fördert unter anderem das Comprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP) der Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD), das afrikanische Länder dabei unterstützt, ihre selbst gesetzten nationalen Klimabeiträge in der Landwirtschaft zu erreichen sowie die Arbeit zu Klimawandel und Landwirtschaft im Rahmen der NDC-Partnerschaft voranzubringen.

Feldarbeit in Kenia

Forschung und (digitale) Informationssysteme

Vor allem in ländlichen Gebieten in Entwicklungsländern fehlen zuverlässige Wetter- und Klimadaten, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Außerdem mangelt es häufig an standortgenauen Daten zu Böden und an Informationen zu den Funktionsabläufen in Pflanzen sowie an institutionellen Kapazitäten. Die Daten sind jedoch erforderlich, um Modelle der Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die landwirtschaftliche Produktion erstellen zu können. Und dort, wo diese Daten vorliegen, sind sie den kleinbäuerlichen und anderen Zielgruppen oft nicht bekannt oder zugänglich und werden zu wenig für die Planung von landwirtschaftlichen Maßnahmen genutzt.

Das BMZ unterstützt seine Partnerländer dabei, diese Informationslücken zu schließen, zum Beispiel durch das Programm für klima-intelligente Tierhaltungssysteme, welches die ostafrikanischen Partner unter anderem dabei unterstützt, die Verfahren zur Aufstellung von Treibhausgasen in der Tierhaltung zu verbessern. Dadurch lässt sich nachweisen, ob Maßnahmen des Klimaschutzes tatsächlich wirksam sind oder nicht.

Maispflanze

Besser abgesichert gegen Klimarisiken und Ernteausfälle

Arme Kleinbäuerinnen und -bauern sind besonders betroffen, wenn Dürren, Stürme oder Überschwemmungen die Ernte vernichten. Das BMZ unterstützt deshalb im Rahmen der globalen Partnerschaft „InsuResilience" den Ausbau von Klimarisikoversicherungen im Agrarbereich, unter anderem über die Versicherungen der African Risk Capacity (ARC).

Außerdem fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die Verbesserung der Lagerung und des Transports von Nahrungsmitteln, um Verluste nach der Ernte zu reduzieren, sowie den Zugang zu Märkten, um Einkommen zu erhöhen und die Resilienz der Landwirte zu steigern. Auf erneuerbaren Energien basierende Innovationen, wie zum Beispiel solarbetriebene Bewässerungs- und Kühlungssysteme, sind nicht nur klimaschonend, sondern eignen sich besonders für abgelegene Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Energie.

Feldarbeit in Nordkenia
  • In einem Trockental im Landkreis Yallo im äthiopischen Bundesstaat Afar wird Ackerland vorbereitet.
    Afrika: Zusammenarbeit konkret

    Die Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen

    In sechs Ländern arbeitet das Globalvorhaben "Bodenschutz und Bodenrehabilitierung für Ernährungssicherung" mit Kleinbäuerinnen und -bauern zusammen, um Ansätze einer "konservierenden" Landwirtschaft zu verbreiten.

  • Eine Bäuerin füttert ihre Ziege
    Afrika: Zusammenarbeit konkret

    Neue Erkenntnisse aus der Tierhaltung gewinnen

    In Afrika südlich der Sahara stellt die Nutztierhaltung eine wichtige Lebensgrundlage für mehr als 80 Prozent der armen Haushalte dar. Steigende Temperaturen und weniger Niederschläge verringern jedoch die Leistungsfähigkeit von Tieren und das Wachstum von Futterpflanzen.

  • Maisplantage in Kenia
    Afrikanische Union: Zusammenarbeit konkret

    Fit machen für den Klimawandel

    In den nationalen Klimabeiträgen (NDCs) des Pariser Klimaabkommens haben alle Länder ihre Klimaschutz- und meist auch Anpassungsmaßnahmen festgelegt. Viele afrikanische Staaten haben in ihren NDCs die Landwirtschaft ins Zentrum gestellt.

  • Ein Mann auf einem Feld in Paraguay mit Maniokwurzeln
    Paraguay: Zusammenarbeit konkret

    Versicherungen machen Kleinbauern widerstandsfähiger

    Laut der internationalen Katastrophendatenbank EM-DAT sind Überschwemmungen, Stürme und Dürren die häufigsten Extremwetterereignisse in Paraguay – und ihre Häufigkeit nimmt genauso zu wie die Schäden, die sie anrichten.

  • Auf dem Feld der beninischen Bäuerin Tohomé Hadonou wächst Niebe. Diese westafrikanische Bohne kann im Boden Stickstoff binden und gibt ihm dadurch wertvolle Nährstoffe zurück.
    Benin: Zusammenarbeit konkret

    "Ich gebe den Böden die Widerstandskraft zurück"

    Die beninische Bäuerin Tohomé Hadonou nennt 5,5 Hektar Land stolz ihr Eigen. Eine gewöhnliche Bäuerin ist sie jedoch nicht. Vor fünf Monaten hat sie gemeinsam mit 46 weiteren Mitgliedern einer Frauengruppe eine Schulung für bessere Bodenfruchtbarkeit begonnen.

  • Afari erlernen den Bau von wasserverteilenden Flussschwellen in der Praxis, Landkreis Yallo, Bundesstaat Afar/Äthiopien.
    Äthiopien: Zusammenarbeit konkret

    Wie stärken wir die Widerstandsfähigkeit gegen Dürre und Fluten?

    Im Tiefland Äthiopiens leben Millionen von Menschen von Viehhaltung und Ackerbau. In Zeiten des Klimawandels werden dort umfassende Ansätze für einen nachhaltigen Erhalt ihrer Lebensgrundlagen entwickelt.

In einem Trockental im Landkreis Yallo im äthiopischen Bundesstaat Afar wird Ackerland vorbereitet.
Afrika: Zusammenarbeit konkret

Die Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen

In sechs Ländern arbeitet das Globalvorhaben "Bodenschutz und Bodenrehabilitierung für Ernährungssicherung" mit Kleinbäuerinnen und -bauern zusammen, um Ansätze einer "konservierenden" Landwirtschaft zu verbreiten und dabei agrarökologische Prinzipien einzubeziehen.

Im Westen Kenias wird dazu zum Beispiel Mais gemeinsam mit Bodendeckern angebaut. Die bedeckten Böden können mehr Feuchtigkeit speichern und ermöglichen höhere Erträge. Die Pflanzenrückstände bleiben nach der Ernte auf dem Feld. So konnten die Erträge der Hauptnahrungsmittel Mais und Bohnen inzwischen fast verdoppelt werden.

In Benin und Burkina Faso erhöht sich die Fruchtbarkeit der Böden durch agroforstliche Anpflanzung von Hülsenfrüchtlern. Diese binden den für das Pflanzenwachstum wertvollen Stickstoff im Boden. Organische Dünger verhindern in allen sechs Ländern des Vorhabens das Auslaugen von Böden und reduzieren den klimaschädlichen Einsatz von mineralischem Dünger. Ein Beispiel dafür ist Äthiopien – ein Land, das die Hälfte seines Bruttoinlandprodukts in der Landwirtschaft erzielt, dabei bisher aber häufig ineffiziente Anbaupraktiken anwendet. Im äthiopischen Hochland erzielen Kleinbäuerinnen und -bauern durch Unterstützung des Vorhabens Ertragssteigerungen von bis zu 365 Prozent für Weizen.

Viele der Maßnahmen, die vom Globalvorhaben umgesetzt werden, helfen nicht nur bei der Anpassung an den Klimawandel, sondern tragen auch zum Klimaschutz bei. Insbesondere die Einarbeitung von Pflanzenrückständen und Mist in den Boden macht diesen nicht nur sehr fruchtbar, sondern speichert langfristig Kohlenstoff, der sonst in die Atmosphäre gelangen könnte. Das Globalvorhaben bereitet solche Informationen auf, um noch mehr Entscheidungsträger von den Vorteilen bodenschützender Maßnahmen zu überzeugen.

Wasserverteilende Flussschwelle zur Verbesserung der Anbaubedingungen in Trockentälern in Äthiopien
Eine Bäuerin füttert ihre Ziege
Afrika: Zusammenarbeit konkret

Neue Erkenntnisse aus der Tierhaltung gewinnen

In Afrika südlich der Sahara stellt die Nutztierhaltung eine wichtige Lebensgrundlage für mehr als 80 Prozent der armen Haushalte dar. Steigende Temperaturen und weniger Niederschläge beeinträchtigen jedoch die Leistungsfähigkeit von Tieren und das Wachstum von Futterpflanzen. Die Tierhaltung ist zudem nicht nur von den Folgen des Klimawandels betroffen, sondern trägt selbst dazu bei. So ist der Agrarsektor in vielen Ländern der Region die größte Ursache für Treibhausgasemissionen, insbesondere die Tierhaltung. Rinder produzieren bei der Verdauung pflanzlicher Nahrung große Mengen an Methan, das als Treibhausgas in der Atmosphäre rund 25-mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid.

Das Programm für klima-intelligente Tierhaltungssysteme, das von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit dem Internationalen Forschungsinstitut für Nutztierhaltung (International Livestock Research Institute, ILRI) und der Weltbank durchgeführt wird, entwickelt gemeinsam mit Tierhaltern vielversprechende klimaresiliente sowie emissionsarme Ansätze und testet diese in der Praxis. Dazu zählen zum Beispiel Verbesserungen beim Anbau bestimmter Futterpflanzen, bei der Futteraufbereitung, beim Dung- und beim Weidemanagement.

Messungen vor Ort sowie Laboruntersuchungen dokumentieren, welchen Beitrag diese Art der Tierhaltung zu Klimaschutz und -anpassung leistet. Die Ergebnisse werden über sogenannte Training-for-Trainer-Maßnahmen verbreitet und gehen in die Lehrpläne relevanter Fortbildungs- und Beratungsorganisationen ein.

Darüber hinaus werden mit politischen Entscheidungsträgern mögliche Entwicklungspfade im Tierhaltungssektor entworfen und verschiedene Szenarien durchgespielt. Dadurch fließen die voraussichtlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Tierhaltung in politische Rahmenbedingungen, Strategien und Investitionsprojekte ein.

Zugleich erhalten die Partnerländer Unterstützung dabei, ihr Monitoring und ihre Berichterstattung in der Tierhaltung auf komplexere Ansätze zur Emissionsberechnung (sogenannte Tier 2-Ansätze) umzustellen. Dies ist besonders wichtig, um die Wirksamkeit von Klimaschutzmaßnahmen nachzuweisen. Die Länder verbessern dadurch ihre Berichterstattung zum Pariser Klimaabkommen.

Die Ergebnisse der Forschung werden über großvolumige Investitionsprojekte, unter anderem der Weltbank, breitenwirksam angewendet. Nationale Teams erhalten Beratung, damit sie  Ansätze zur Förderung einer klimaresilienten und emissionsarmen Tierhaltung in neue Vorhaben einbeziehen können.

Bäuerin im Kuhstall
Maisplantage in Kenia
Afrikanische Union: Zusammenarbeit konkret

Fit machen für den Klimawandel

In den nationalen Klimabeiträgen (Nationally Determined Contributions, NDCs) des Pariser Klimaabkommens haben alle Länder ihre Klimaschutz- und meist auch Anpassungsmaßnahmen festgelegt.

Viele afrikanische Staaten haben in ihren NDCs die Landwirtschaft ins Zentrum gestellt. Denn in Afrika ist Landwirtschaft weiterhin die dominierende Form des Lebensunterhalts. Sechs von zehn erwerbstätigen Menschen arbeiten in diesem Sektor, mehr als die Hälfte der Landwirtinnen und Landwirte betreibt kleinbäuerliche Subsistenzwirtschaft. Abhängig von örtlichen Regenfällen sind diese gegenüber klimatischen Veränderungen besonders empfindlich; dem Wandel angepasste Anbaumethoden verbreiten sich ohne Unterstützung nur langsam.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Kommission der Afrikanischen Union (AU) und ihre Planungs- und Koordinierungsagentur NEPAD (New Partnership for Africa's Development), um afrikanische Länder fit für den Klimawandel zu machen.

Die Mitgliedsstaaten der AU werden befähigt, Finanzierungs- und Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Diese tragen dazu bei, die NDCs in der Landwirtschaft zu erreichen. Das geschieht, indem beispielsweise technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Ministerien Landwirtschaft, Umwelt und Finanzen intensiv geschult werden – vor allem im Hinblick auf klimaresiliente und emissionsarme Anbaumethoden, Klimafinanzierung sowie auf das Messen von Klimabeiträgen.

Zudem fördert Deutschland den Süd-Süd-Wissenstransfer: Auf dem jährlichen Forum der Africa Climate Smart Agriculture Alliance tauschen sich Vertreter aus Zivilgesellschaft und Forschung über landwirtschaftliche Fragen in Zeiten des Klimawandels aus. Die afrikanische Verhandlungsgruppe nimmt die Erkenntnisse aus dem Forum auf, um das Thema Afrika und Landwirtschaft in den globalen Klimadialog einzubringen. Mit solcher Expertise im Gepäck kann sie dort stärker auftreten.

Gewächshaus in Kenia
Ein Mann auf einem Feld in Paraguay mit Maniokwurzeln
Paraguay: Zusammenarbeit konkret

Versicherungen machen Kleinbauern widerstandsfähiger

Für Paraguays rund sieben Millionen Einwohner ist die Landwirtschaft einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Land. Sie macht etwa 26 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus und bietet rund 40 Prozent der Bevölkerung Arbeit. Knapp ein Drittel der armen Bevölkerung des Landes lebt in ländlichen Gebieten und sieht sich zunehmend mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Laut der internationalen Katastrophendatenbank EM-DAT sind Überschwemmungen, Stürme und Dürren die häufigsten Extremwetterereignisse in Paraguay – und ihre Häufigkeit nimmt genauso zu, wie die Schäden, die sie anrichten.

Um die Resilienz der ländlichen Bevölkerung gegenüber Katastrophen zu stärken, fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit dem Vorhaben "FortaleceRES" seit 2016 die Entwicklung von Agrar-, Klima- und Lebensversicherungen in Ostparaguay. Es richtet sich vornehmlich an kleine Betriebe, häufig an solche, die von Frauen oder indigenen Gemeinschaften bewirtschaftet werden.

Konkret entwickelt die staatliche Landwirtschaftsbank (Crédito Agrícola de Habilitación, CAH) indexbasierte Wetterversicherungen für ihre Kreditnehmer. Im Fall eines Extremwetterereignisses erhalten sie Auszahlungen und können dadurch schneller und gezielter auf die Katastrophe reagieren. Negative Bewältigungsstrategien, wie etwa der Verkauf von Vieh, bleiben dadurch aus.

Ein anderer Schlüsselpartner des Vorhabens ist das Ministerium für soziale Maßnahmen (Secretaría de Acción Social, SAS). Die 13.000 Begünstigten einer Lebens- und Invaliditätsversicherung sollen durch eine Katastrophenversicherung zusätzlich gegen Starkregen oder extreme Dürre abgesichert werden. Darüber hinaus erhält das Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht (Ministerio de Agricultura y Ganadería) sowie die nationale Versicherungsaufsichtsbehörde (Superintendencia de Seguros) Beratung zu verschiedenen Arten landwirtschaftlicher Versicherungen.

Damit leistet FortaleceRES einen Beitrag zum Ausbau der InsuResilience Global Partnership, die auf der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel ist es, bis 2020 zusätzlich 400 Millionen arme und besonders verletzbare Menschen gegen Klimarisiken in Entwicklungsländern zu versichern.

Auf dem Feld der beninischen Bäuerin Tohomé Hadonou wächst Niebe. Diese westafrikanische Bohne kann im Boden Stickstoff binden und gibt ihm dadurch wertvolle Nährstoffe zurück.
Benin: Zusammenarbeit konkret

"Ich gebe den Böden die Widerstandskraft zurück"

Die beninische Bäuerin Tohomé Hadonou nennt 5,5 Hektar Land stolz ihr Eigen. Eine gewöhnliche Bäuerin ist sie jedoch nicht. Vor fünf Monaten hat sie gemeinsam mit 46 weiteren Mitgliedern einer Frauengruppe eine Schulung für bessere Bodenfruchtbarkeit begonnen.

Jetzt kann sie verstehen, warum ihre Erträge in den letzten Jahren so stark zurückgegangen sind. Jedes Jahr hat sie auf ihrem 1,5 Hektar großen Acker nur Guri gepflanzt. Nach der Ernte schwelten traditionell auf allen Feldern Feuer – so hat es auch Tohomé Hadonou gehandhabt. Doch von den Überresten verbrannter Erde oder von Guri ist auf dem Acker der 41-Jährigen jetzt nichts mehr zu sehen.

Ein Lächeln breitet sich über ihr Gesicht aus: "Nein, das Abfackeln der Felder nach der Ernte ist bei mir passé. Jetzt gebe ich meinem Boden mit neuen Methoden Kraft zurück!"

Ernterückstände auf den Feldern nicht mehr zu verbrennen, schützt die Mikroorganismen im Boden und mindert den Ausstoß von Treibhausgasen, die in Benin zu 68 Prozent aus der Verbrennung von Biomasse stammen.

Auf dem ehemaligen Guri-Feld wächst heute Niebe. Diese westafrikanische Bohne ist eine Körnerleguminose – eine Eiweißpflanze. Sie kann im Boden Stickstoff binden und gibt stark beanspruchter Erde wertvolle Nährstoffe zurück. Zudem ist die Bohne äußerst proteinreich und enthält zahlreiche Vitamine und Mineralien. Um die Böden langfristig zu regenerieren, bedarf es jedoch weit mehr. Nach der Ernte lässt Hadonou die Reste der abgeernteten Pflanzen auf den Feldern liegen, damit sie sich allmählich zersetzen – eine natürliche Kompostierung.

Und noch einen Trick verrät die Bäuerin: "Hier laufen die Pflanzenreihen horizontal zum Gefälle und um das Feld ist ein Wall aus Pflanzenresten angelegt, damit das Wasser im Boden bleibt."

Der Regen wird immer unberechenbarer, manchmal kommen die Regenfälle so spät, dass ein Teil der Aussaat verdorrt. Deshalb plant Hadonou ihren Anbau jetzt zeitversetzt, um das Risiko von kompletten Ernteverlusten zu mindern. Durch diese Praktiken, sowie den Einsatz von klimaangepassten Maissorten mit kürzerem Vegetationszyklus, steigerte sie ihren Maisertrag zuletzt um 30 Prozent im Vergleich zu anderen Flächen.

Insgesamt wurden im Projekt Bodenschutz und -rehabilitierung für Ernährungssicherung in Benin seit 2015 fast 20.000 Kleinbäuerinnen und -bauern ausgebildet.

Ziel ist es, dass weltweit Ackerflächen von kleinbäuerlichen Betrieben wieder fruchtbar werden, um zu einer nachhaltigen, an den Klimawandel angepassten Intensivierung der Landwirtschaft zu gelangen.

Afari erlernen den Bau von wasserverteilenden Flussschwellen in der Praxis, Landkreis Yallo, Bundesstaat Afar/Äthiopien.
Äthiopie: Zusammenarbeit konkret

Wie stärken wir die Widerstandsfähigkeit gegen Dürre und Fluten?

Über sieben Millionen Menschen leben in den äthiopischen Bundesstaaten Afar und Somali. Fast alle bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Viehhaltung, oft zusammen mit Ackerbau. Ihre Lebensweise haben sie seit Jahrhunderten gut an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Jetzt steht sie jedoch unter massivem Druck. Gründe sind das rasante Bevölkerungswachstum, Dürren oder Überschwemmungen, die im Zuge des Klimawandels häufiger und schwerer werden. Überweidung, Erosion, Abholzung und Verlust der Bodenfruchtbarkeit in Verbindung mit Ressourcenkonflikten sind daher große Herausforderungen für die traditionelle Lebensweise der Menschen.

So sagt Fatuma Kaloita Momin aus der Gemeinde Geriro im Kreis Chifra: "Vor 30 Jahren stand das Gras noch so hoch, dass wir nur die Hörner der Kühe sehen konnten. Man nannte uns die Milch-und-Butter-Leute. Jetzt ist das Gras weg, überall sind Erosionsgräben (Wasserrillen). Das Land ist unfruchtbar".

Erschwerend kommt hinzu, dass die staatlichen Institutionen die Regionen Afar und Somali als rückständig betrachten. Der halbnomadische Lebensstil der dort lebenden Menschen ließ sich bislang schwer mit nationalen Entwicklungsstrategien vereinbaren. Die äthiopische Regierung hat deswegen Politikmaßnahmen beschlossen, die verschiedene Sektoren miteinbeziehen. Deren erfolgreiche Umsetzung wird durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.

Das Programm "Stärkung der Dürreresilienz in Äthiopien" besteht aus sieben verschiedenen Projekten, die ineinandergreifen und so einen ganzheitlichen Ansatz gewährleisten. Im Auftrag des BMZ arbeitet das Programm in elf Distrikten der mittleren Afar-Region sowie in vier Distrikten der Somali-Region und konnte bisher einer halben Million Menschen helfen, ihre Ernährungslage zu verbessern. Die Projekte richten sich zum Beispiel an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter staatlicher Einrichtungen, die lernen, natürliche Ressourcen zur Anpassung an den Klimawandel besser zu bewirtschaften – wobei Dürren und Überschwemmungen eine besondere Rolle spielen. Auch Baumaßnahmen wie wasserverteilende Flussschwellen gehören zum Programm. Begleitend dazu werden Schulungen und Informationen sowie berufliche Fortbildungen zu landwirtschaftlichen Produktions- und Monitoringsystemen angeboten. Zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren des Programms zählt, dass alle Aktivitäten neben den biophysikalischen und klimatischen Bedingungen insbesondere die vorhandenen Lebensstile vor Ort berücksichtigen.

"Seitdem diese Leute etwas für uns getan haben, ist wieder Wasser da für uns und unsere Tiere, für sechs, sieben Monate", sagt eine Ziegenhirtin in Kalkasa im Kreis Awra aus dem Clan der Hanfri, wo das Programm eine Flussschwelle errichtet hat.

Das wurde bisher erreicht

Das Programm hat die Ernährungssicherheit von 500.000 Menschen verbessert und Einkommensverbesserungen bei 50.000 bewirkt. Darüber hinaus haben nun etwa 100.000 Personen eine verbesserte Wasserversorgung. Durch gezielte Überschwemmungen werden erodierte Landschaften wiederhergestellt und Trockentäler wieder für landwirtschaftliche Produktion nutzbar gemacht. Insgesamt steht für die Nahrungsmittelproduktion jetzt mehr Land, Biomasse und Wasser zur Verfügung als zuvor. Es wurden bereits über 4.000 Hektar Land nachhaltig verbessert und in Bewirtschaftung genommen. Das Programm unterstützt derzeit 18 interessierte Gemeinden dabei, agrarökologische und dürreresistente Produktionssysteme einzuführen. Vier neue Baumschulen liefern hierzu das Pflanzmaterial.

Wichtig ist auch die Diversifizierung der Lebensunterhalte. Dank einer Ausbildung, die durch das Programm finanziert wurde, haben und nutzen nun circa 500 Menschen direkte Alternativen zur Einkommenserzeugung. Das Projekt hat auch bewirkt, dass 1,6 Millionen Menschen mit Hilfe örtlicher Radiosender mit Informationen zur Vorbereitung auf eventuell nahende Notlagen versorgt werden.

Ein entscheidender Fokus der Projekte ist die Selbstbestimmung der Menschen, welche ihnen die Freiheit gibt, eigene Entscheidungen zu treffen. Das Programm hat für viele Menschen neue Optionen geschaffen, die so ihre Lebensweisen besser wählen können.

Frauen bei der Pflege von Fruchtbaumsetzlingen – das neu erlernte Wissen über die erfolgreiche Aufzucht von Fruchtbäumen ermöglicht ihnen die Verbesserung des Einkommens und der Ernährungssituation ihrer Haushalte, Bundesstaat Afar/ Äthiopien

Videos zum Thema "Landwirtschaft und Klima"

Dürreresilienz

Sofortmaßnahmen und langfristige Lösungen

Dürren sind überaus zerstörerische Naturkatastrophen. Quer über den Globus haben sie Millionen von Toten und die Vernichtung von Lebensgrundlagen verursacht. Oft sind sie mit lokalen Konflikten verbunden und zwingen gerade die Ärmsten zur Migration. Mit dem fortschreitenden Klimawandel werden Häufigkeit, Dauer und Schwere von Dürren zunehmen.

Dieser Film hebt nicht nur die Probleme hervor, sondern stellt Lösungsansätze für größere Dürreresilienz in den betroffenen Regionen vor.

Der Film wurde unter Federführung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und der Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung der Vereinten Nationen (UNCCD) erstellt und mit Mitteln der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

Kenia

Grünes Innovationszentrum

In Kenia wird den Landwirten die Möglichkeit gegeben, ihren Ertrag zu steigern. Landwirtschaftliche Trainingszentren, eine Landwirtschaftsschule sowie ein Zentrum für agrartechnische Entwicklung arbeiten eng zusammen, um die Farmer in den betroffenen Gebieten zu unterstützen.

Bolivien

Innovative Anbaumethoden

In Bolivien werden neben Äpfeln und anderem Obst auch Erdbeeren angebaut. Das ist in dieser Region der Erde nur durch innovative und moderne Anbaumethoden möglich, die wertvolles Wasser sparen.

Bolivien

Der Klimawandel und die Apfelernte

Die Äpfel im Hochland von Bolivien werden als Folge des Klimawandels zu früh reif und die Bäuerinnen und Bauern können nicht fristgerecht liefern. Es kommt aber auch vor, dass unerwartet die Kälte hereinbricht und die gesamte Ernte vernichtet.

Äthiopien

Vom Hirtentum zur Bäuerin

Im Gespräch mit Tom Wlaschiha zeigt die ehemalige Hirtin Fatouma ihre Felder und Bananenstauden. Sie erzählt, wie schwierig es für sie geworden war, als Hirtin ihre Existenz zu sichern, weil ihre Tiere unter den vielen Dürrephasen litten. Über Jahre hinweg erlernte sie Techniken der Bewässerung und kann jetzt durch ihre Landwirtschaft die gesamte Familie und sogar noch weitere Verwandte ernähren.

Äthiopien

Von der Abhängigkeit zum Selbstversorger

Im Interview mit Tom Wlaschiha erklärt Woda, wie es seinem Dorf gelang, die Abhängigkeit von Nahrungsmittellieferungen zu überwinden: Durch Gemeinschaftsarbeiten wurden die Berghänge terrassiert, Plantagen angelegt und Bewässerungssysteme gebaut. In dem Dorf, das vor 20 Jahren wegen zu großer Trockenheit umgesiedelt werden sollte, sind inzwischen drei Ernten pro Jahr möglich.

Landwirtschaft und Klima

BMZ-Publikationen

Inhaltsverzeichnis

Themendossier "Klimawandel und Entwicklung"

Lexikon der Entwicklungspolitik

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