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Zusammenarbeit konkret

InsuResilience Investment Fund

Abgesichert gegen Naturkatastrophen

Bauern bei der Kartoffelernte in den Anden

Der Klimawandel macht sich bemerkbar. So auch in Peru: Im Frühjahr 2017 wurde das Land von den schwersten Regenfällen und Erdrutschen seit 1998 heimgesucht. Öffentliche Einrichtungen, darunter auch Krankenhäuser, standen unter Wasser, 115 Häuser wurden zerstört und kleine Dörfer waren teilweise komplett isoliert. Über eine halbe Millionen Menschen waren von den Überschwemmungen betroffen, mindestens 70 von ihnen sind dabei ums Leben gekommen. Unter den Langzeitfolgen leiden besonders Kleinbauern und kleinere Unternehmen, die durch die Katastrophe ihren Lebensunterhalt teilweise gänzlich verloren haben.

Gegen die Auswirkungen von Überflutungen, Starkwinden und Dürren sind die meisten Menschen in Entwicklungsländern nicht abgesichert; im Fall eines solchen Ereignisses sind sie von Armut bedroht. Bei jedem Sturm und jedem Regenschauer fürchten Kleinbauern um den Ausfall ihrer Ernte. Sie sind gezwungen, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Doch wer zahlt für gebrochene Dämme, zerstörte Gebäude und Ernten?

Der InsuResilience Investment Fund (IIF), von der KfW Entwicklungsbank im Auftrag des BMZ 2015 gegründet, unterstützt die Einführung und Weiterentwicklung von Versicherungsprodukten, die unter anderem in Peru Menschen vor Klimaschäden absichern. Insgesamt unterstützt er mit rund 75 Millionen Euro Versicherungen auf der ganzen Welt. Der IIF investiert in Versicherungsunternehmen und Finanzinstitutionen vor Ort wie zum Beispiel der lokalen Mikrofinanzinstitution Caja Sullana in Peru und unterstützt diese mit technischer Expertise.

So hilft der IIF der Caja Sullana, Versicherungen gegen die Auswirkungen von Überschwemmungen und Dürren für Kleinbauern und kleine bis mittelgroße Unternehmen anzubieten. Insgesamt erhielten 466 Bauern und Kleinunternehmen in Folge von zwei Überflutungen, darunter auch die im März 2017, und einer Dürre Versicherungsleistungen von 630.000 US-Dollar. Die Kleinbauern konnten damit ihre Felder neu anlegen und erneut aussäen, Unternehmen konnten  beschädigte Gebäude reparieren, sodass insgesamt die Schäden schneller beseitigt werden konnten.

Bis 2020 sollen durch den IIF weltweit 16 Millionen Menschen gegen die Folgen von Naturkatastrophen abgesichert werden. Perspektivisch sollen rund 100 Millionen arme und vulnerable Menschen in Entwicklungsländern vom IIF profitieren. Um dies zu ermöglichen und zukünftig noch mehr Versicherungsprodukte auf den Weg zu bringen, können seit Juli 2017 auch private Anleger in den IIF investieren.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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