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Dorf in der Somali-Region in Äthiopien, in dem sich wegen der anhaltenden Dürre Nomaden angesiedelt haben
Afrika: Zusammenarbeit konkret

Policen gegen Dürrefolgen

Afrikanische Länder sind besonders von Dürren bedroht, die infolge des Klimawandels weiter zunehmen werden. Ansätze, die wirtschaftlichen Folgen zu mindern oder aufzufangen, gab es bisher kaum. Doch das ändert sich gerade.

Im Rahmen der InsuResilience Global Partnership unterstützt die Bundesregierung gemeinsam mit Großbritannien die African Risk Capacity (ARC). Im Fall einer Dürre finanziert die ARC ein vorab mit dem Land vereinbartes und durch ein unabhängiges Expertengremium geprüftes Notfallprogramm. Die Versicherung ist außerdem so gestaltet, dass sie Anreize schafft, die Widerstandsfähigkeit gegen Dürren zu steigern und damit das Risiko künftiger Schäden zu senken.

Im Jahr 2015 trat der erste Schadensfall ein: 1,3 Millionen von Dürre betroffene Menschen in Niger, Mauretanien und Senegal erhielten dank der Auszahlung von ARC Hilfen für Nahrungsmittel und Viehfutter in Höhe von 26 Millionen US-Dollar. Etwa 500.000 Nutztiere konnten gerettet werden.

Alle Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union können sich über die ARC absichern. Zurzeit sind mit Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Senegal und Gambia fünf afrikanische Länder gegen Dürre versichert.

Neue Versicherungsprodukte, etwa gegen Überschwemmungen und Starkwinde, werden perspektivisch entwickelt. Sie helfen den Staaten, kurzfristig auf Extremwetterereignisse zu reagieren. Davon profitieren besonders die Kleinbauern, für die schon eine zerstörte Ernte zu einer Überlebensfrage werden kann.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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