Hauptinhalt

Klimarisikomanagement

InsuResilience-Initiative zu Klimarisikoversicherungen

Überschwemmung in Mosambik. Menschen auf dem Weg zu einer Sammelstelle am Save-Fluss.

Der Klimawandel mit seinen weitreichenden Folgen ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Naturkatastrophen und Wetterextreme sowie schleichende Veränderungen wie der Anstieg des Meeresspiegels verursachen jedes Jahr hohe Schäden. Zwischen 1992 und 2014 sind diese klimabedingten Schäden auf 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr gestiegen und haben sich somit vervierfacht. Wirtschaftlich nicht direkt messbare Folgen, wie der Verlust von Menschenleben oder von Kulturgütern, sind in dieser Rechnung nicht einmal enthalten. Besonders betroffen sind die Entwicklungs- und Schwellenländer, denn die klimatischen Veränderungen drohen Entwicklungserfolge zunichtezumachen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich seit langem weltweit für ein Klimarisikomanagement. Dieses umfasst zum einen Risikoanalysen: Es wird untersucht, welche wirtschaftlichen Erträge durch den Klimawandel besonders gefährdet sind und in welchem Maße die Infrastruktur betroffen sein wird. Zum anderen schließt das Klimarisikomanagement vorbeugende Maßnahmen ein, zum Beispiel angepasste Bau- und Landnutzungsvorschriften, den Auf- und Ausbau von Frühwarnsystemen sowie die Erstellung von Notfallplänen.

Doch auch eine gute Prävention kann Schäden durch extreme Wetterereignisse oder schleichende Veränderungen wie zunehmende Wasserknappheit nicht vollständig verhindern. Daher beinhaltet ein umfassendes Klimarisikomanagement auch Antworten auf den Ernstfall. Dazu zählen Klimarisikoversicherungen, die verbleibende Risiken für betroffene Menschen, wie Viehverluste oder Hausschäden, abdecken.

Neue Studie der Weltbank

Eine neue Studie der Weltbankgruppe bewertet dazu die Möglichkeiten und Herausforderungen von regionalen Versicherungsgemeinschaften für Entwicklungsländer, um ihre Risiken und Maßnahmen zu bündeln und gemeinsam eine verlässliche Unterstützung im Katastrophenfall abzusichern.

Die Studie Sovereign Climate and Disaster Risk Pooling. World Bank Technical Contribution to the G20 (PDF 3,6 MB) wurde vom BMZ zur Vorbereitung der Diskussionen innerhalb der G20 beauftragt und zeigt: Risikogemeinschaften können helfen, den Umgang mit den Folgen von Stürmen, Überschwemmungen, Dürren und Erdbeben besser zu bewältigen als oftmals unsichere ad-hoc-Nothilfe. Eine Übersicht der wichtigsten Ergebnisse liefert der Policy Brief for Policy makers (PDF 1 MB).



Weitere Informationen

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen