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Im Norden von Ruanda entsteht das Kleinwasserkraftwerk Rwaza.
Ruanda: Zusammenarbeit konkret

Rwaza-Kleinwasserkraftwerk liefert saubere Energie

Während des Völkermordes in Ruanda, dem nach Schätzungen bis zu eine Million Menschen zum Opfer fielen, wurde dort 1994 auch ein Großteil der Infrastruktur zerstört.

Die Anlagen für die Energieerzeugung und -versorgung waren davon stark betroffen. In Ruanda hat daher heute nur etwa ein Viertel der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität.

Die Regierung arbeitet daran, die Energieinfrastruktur wiederaufzubauen und dabei unter anderem Wasserkraft, Methangas, Solarenergie und geothermische Energiequellen zu nutzen.

Ihr Ziel: Bis 2020 sollen 70 Prozent der Bevölkerung einen stabilen Zugang zu Elektrizität erhalten.

Strom für 20.000 Haushalte

Deutschland unterstützt Ruanda bei der Umsetzung seiner Energiestrategie: Im Norden des Landes, in der Nähe der Stadt Musanze, entsteht mit deutscher Unterstützung am Fluss Mukungwa das Kleinwasserkraftwerk Rwaza.

Das Rwaza Kraftwerk versorgt seit dem dritten Quartal 2018 das ruandische Stromnetz mit Elektrizität und wird jährlich 20 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspricht zwei Prozent der im Land produzierten Elektrizität und deckt den jährlichen Strombedarf von 20.000 ruandischen Haushalten.

Da das Kraftwerk seinen Strom in das lokale Elektrizitätsnetz einspeisen wird, werden auch die Unternehmen und Industriebetriebe vor Ort zukünftig von einer stabileren Stromversorgung profitieren.

Finanzierungsgesellschaft für Energievorhaben in Afrika gegründet

Um Energieprojekte wie den Bau des Kleinwasserkraftwerks Rwaza in Afrika zu fördern, hat die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums 2014 eine Projektentwicklungs- und Finanzierungsgesellschaft gegründet, die responsAbility Renewable Energy Holding (rAREH). Sie ist eine privat-öffentliche Gesellschaft, die in den Ländern südlich der Sahara kleine bis mittlere Energieanlagen mitentwickelt, mitfinanziert und betreibt. Privater Partner in dieser Holding ist die Schweizer Vermögensverwaltungsgesellschaft responsAbility. Die KfW Entwicklungsbank hat für die Holding 20,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Den Bau des ruandischen Kleinwasserkraftwerks Rwaza unterstützt die rAREH seit Mitte 2014 als Investor, gemeinsam mit dem dänischen Investor Frontier Energy. Für die Umsetzung des Projekts ist der lokale Entwickler DC Hydropower verantwortlich. Er wird durch die amerikanische Power Africa Initiative unterstützt.

Im Norden von Ruanda entsteht das Kleinwasserkraftwerk Rwaza.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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