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Das Programm Energising Development fördert in Afrika die Verbreitung von Kleinstsolargeräten.
Malawi: Zusammenarbeit konkret

Solarbetriebene Lampen verbessern das Leben vieler Familien

In Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, sind nur zwölf Prozent der rund 18 Millionen Einwohner an ein Stromnetz angeschlossen. Die restliche Bevölkerung ist zum Kochen und Heizen auf Feuerholz, Holzkohle oder Pflanzenreste angewiesen. Zur Beleuchtung werden kleine Kerosin- oder batteriebetriebene Lampen genutzt – gefährliche und umweltschädliche Energielieferanten.

Hier setzt die Energiepartnerschaft Energising Development (EnDev) an, die gemeinsam von Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Großbritannien, der Schweiz und Schweden finanziert wird: Sie fördert den Zugang zu moderner Energie in insgesamt 25 Ländern in Afrika, Lateinamerika und Asien.

2.100 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart

Unterstützt durch EnDev haben seit Mitte 2015 rund 33.000 Menschen in Malawi Kleinstsolargeräte erhalten, mit denen sie ihre Häuser beleuchten und einige zusätzlich auch ihre Mobiltelefone laden können. Eine von ihnen ist Clara Sayineti aus dem Dorf Mwadenje. Sie spart durch die Solarlampen pro Woche umgerechnet 4,80 Euro, da sie auf teures und klimaschädliches Kerosin verzichten kann. Die Beleuchtung erleichtert ihren Kindern das abendliche Erledigen der Hausaufgaben. Sie selbst kann abends im hellen Licht der Solarleuchte nähen sowie ihren kleinen Lebensmittelstand vor dem Haus der Familie betreiben und so zusätzlich Geld verdienen.

Die durch EnDev in Malawi verbreiteten Kleinstsolargeräte sparen bereits jetzt 2.100 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein. Das entspricht rund 1.000 Hin- und Rückflügen einer Person in der Economy Class von Berlin nach Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. Und die Nachfrage nach den Geräten steigt.

Der Markt für Solarprodukte wächst

Schätzungen zufolge wurden bis Ende 2016 etwa 62.000 Solarlampen im Land verkauft, womit nur ein Prozent der in Energiearmut lebenden Bevölkerung erreicht werden konnte. EnDev hat innerhalb der letzten zwei Jahre maßgeblich zum Aufbau eines nachhaltigen Marktes für Solarprodukte entlang der gesamten Wertschöpfungskette beigetragen.

Dafür hat die Energiepartnerschaft Aufklärungskampagnen unterstützt und Firmen beim Vertrieb von über 46.000 Solargeräten gefördert. In der Bevölkerung steigt dadurch das Bewusstsein für den wirtschaftlichen Vorteil von hochwertigen Solarprodukten.

Dank des wachsenden malawischen Marktes werden in den kommenden Jahren noch viel mehr Menschen solarbetriebene Produkte nutzen, die klimafreundlicher und günstiger sind als traditionelle Brennstoffe.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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