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Der Solarpark Soroti in Uganda
Uganda: Zusammenarbeit konkret

GET FIT fördert erneuerbare Energien

Die Wirtschaft in Uganda wächst – und mit ihr die Nachfrage nach Strom. Bis vor einigen Jahren hatte das Land deshalb regelmäßig mit Stromengpässen zu kämpfen. Um der steigenden Nachfrage auf klimafreundliche Weise gerecht zu werden, setzt die ugandische Regierung auf erneuerbare Energien. Das Potenzial dafür ist groß: In Uganda entspringt der Weiße Nil, es gibt riesige Seen wie den Lake Victoria, den Lake Albert oder den Lake George, und es gibt Sonne im Überfluss.

Um die Energiewende voranzutreiben, haben die ugandische Regierung und die dortige Regulierungsbehörde (Electricity Regulatory Authority, ERA) gemeinsam mit der KfW Entwicklungsbank im Auftrag des BMZ das GET-FIT-Programm entwickelt. GET FIT steht für "Global Energy Transfer Feed-in Tariffs"; das Programm schafft finanzielle Anreize und setzt einen verlässlichen rechtlichen Rahmen zum Ausbau erneuerbarer Energien durch private Investoren.

Markt für erneuerbare Energien wird attraktiver

Bisher war Ugandas Markt für erneuerbare Energien unattraktiv, da die Einspeisevergütung für Erzeuger niedrig war, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu viele Risiken aufwiesen, und es an Kapital mangelte. Mit Unterstützung von Deutschland, Norwegen, Großbritannien und der Europäischen Union hat GET FIT den Weg für private Investitionen geebnet: Durch Zuschüsse zur bestehenden Einspeisevergütung rechnet sich nun das Engagement für Investoren. Außerdem wurden Vertragsdokumente standardisiert, um Genehmigungsverfahren abzukürzen.

Strom für 1,2 Millionen Menschen

Im Rahmen von GET FIT entstehen 17 kleine Kraftwerke mit einer Leistung von bis zu 160 Megawatt. Dadurch erhöht sich Ugandas Energieproduktion innerhalb von drei bis fünf Jahren um rund zwanzig Prozent; etwa 1,2 Millionen Menschen erhalten Zugang zu Energie.

Im Sommer 2017 ging das erste Solarkraftwerk des Landes – und das bisher größte in Ostafrika – ans Netz. Es liegt nahe der Stadt Soroti im Osten Ugandas und beliefert mit seinen zehn Megawatt Leistung etwa 40.000 Haushalte mit Elektrizität. Dank des GET-FIT-Programms, das durch Subventionen privates Kapital mobilisiert hat, entstand die Solaranlage in einer Rekordzeit von neun Monaten.

Die Veränderungen, die Uganda im Energiesektor in kurzer Zeit angestoßen hat, sind so bedeutsam, dass sie auch international auffallen. Bloomberg Ratings hat Uganda ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt: Es belege bei Investitionen in erneuerbare Energien mittlerweile den zweiten Platz in Afrika. Und Ugandas Regulierungsbehörde wurde 2018 als beste in Afrika ausgezeichnet.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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