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Zusammenarbeit konkret

Geothermie in Ostafrika

Klimafreundliche Energie aus der Erde

Übersicht über das Erdwärmekraftwerk Olkaria, Kenia.

Die Zukunft der Stromerzeugung in Ostafrika liegt in der Erde. Denn das geothermische Potenzial zur Stromgewinnung entlang des ostafrikanischen Rift Valley ist riesig. Dennoch haben dort derzeit nur etwa 20 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Strom.

Bisher nutzen nur Kenia und Äthiopien Geothermie, um Elektrizität zu erzeugen. Die Probebohrungen sind teuer. Zudem ist das Risiko hoch, bei den Bohrungen trotz intensiver geologischer Voruntersuchungen doch nicht auf eine geeignete Ressource zu stoßen. Viele Investoren scheuen deshalb entsprechende Investitionen, obwohl Geothermie – einmal erschlossen – eine konstante, saubere und kostengünstige Energiequelle ist.

Aus diesem Grund hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit eine Geothermie-Fazilität (Geothermal Risk Mitigation Facility, GRMF) entwickelt, die darüber hinaus auch durch die EU und Großbritannien unterstützt wird. Dieser Fonds ko-finanziert geologische Untersuchungen von Geothermiefeldern sowie die ersten, sehr riskanten Erkundungsbohrungen. Auf diese Weise wird das finanzielle Risiko von Investitionen verringert.

Öffentliche und private Geothermie-Entwickler aus elf ostafrikanischen Ländern können sich bei der GRMF um eine Ko-Finanzierung bewerben. 2016 haben die ersten Entwickler mit Erkundungsbohrungen angefangen. Das Interesse ist weiterhin hoch: Im Juni 2016 wurde die vierte Bewerbungsrunde gestartet, die abermals eine hohe Anzahl an Interessenten angezogen hat. Eine fünfte Runde ist für Ende 2017 geplant.

Video: Mit Wasserdampf voraus – Klimavorreiter Kenia

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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