Good Governance
Gute Regierungsführung fördern – Entwicklung voranbringen
Ende der 1980er Jahre setzte sich weltweit die Erkenntnis durch, dass Fortschritt nicht nur eine Frage wirtschaftlicher Erfolge ist, sondern dass auch "schwache" Regierungen, willkürliche Rechts- und Justizsysteme, schlecht funktionierende Verwaltungen und Korruption Entwicklung behindern. Die Weltbank stellte 1989 insbesondere in Afrika eine sogenannte "Governance-Krise" fest. Positiv verwendet wurde der Begriff als "Good Governance" zu einem Synonym für entwicklungsfördernde Rahmenbedingungen. Die Förderung von guter Regierungsführung (Good Governance) bedeutet, in den Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit die politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche soziale, ökologische und marktwirtschaftliche Entwicklung zu schaffen. mehr
Demokratie
Demokratie verwirklichen – Partizipation fördern
In der Millenniumserklärung betonen die Staats- und Regierungschefs, dass das Recht aller, in Würde und Freiheit zu leben, am besten durch eine demokratische Staatsführung auf der Grundlage des Volkswillens gewährleistet wird. Doch viele Demokratien befinden sich noch im Aufbau, leiden unter schwachen oder korrupten Staatsstrukturen, können den Menschen keine Rechtssicherheit gewährleisten und versagen beim Schutz der Menschenrechte. Die internationale Gemeinschaft ist sich darüber einig, dass in allen Ländern die Kapazitäten gestärkt werden müssen, die zur Umsetzung demokratischer Grundsätze und Verfahren beitragen. Deutschland hat mit 32 Partnerländern eine Entwicklungszusammenarbeit mit dem Schwerpunkt "Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung (Governance)" vereinbart. mehr
Korruption
Korruption bekämpfen – Transparenz fördern
Ob Bestechung, Unterschlagung, Veruntreuung, Ämterpatronage oder Vetternwirtschaft – Korruption verursacht nach Schätzungen der Weltbank jedes Jahr weltweit Schäden von etwa ein bis vier Billionen US-Dollar. Durch Korruption werden öffentliche Ressourcen verschwendet, statt mit ihnen nachhaltige Entwicklung im Interesse aller Bevölkerungsgruppen zu fördern. Korruption gefährdet auch die Entwicklung demokratischer Strukturen und stellt letztlich die staatliche Legitimität in Frage. Korruptionsbekämpfung ist deshalb sowohl ein Förderbereich als auch eine Querschnittsaufgabe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. mehr
EITI
Transparenz in der Rohstoffindustrie verbessern
Viele Entwicklungsländer sind reich an natürlichen Ressourcen, aber arm an Entwicklungschancen. – Oft verhindern Missmanagement, Korruption und lokale Konflikte, dass die staatlichen Einnahmen aus Rohstoffgeschäften auch der armen Bevölkerung zu Gute kommen. Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 wurde deshalb die Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (Extractive Industries Transparency Initiative, EITI) ins Leben gerufen. Ziel ist, die Transparenz der Geldströme bei der Förderung von Öl, Gas und anderen Rohstoffen zu erhöhen, um so einen Missbrauch der Mittel zu verhindern. mehr
Publikationen
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Förderung von Good Governance in der
deutschen Entwicklungspolitik
BMZ Konzepte 172
(PDF 336 KB, barrierefrei) -

Partner für ein
starkes Afrika:
Zusammenarbeit im Bereich Good Governance
BMZ Materialien 161
(PDF 1,7 MB) -

Korruption vorbeugen – Transparenz fördern:
Was tut die deutsche Entwicklungspolitik?
(PDF 193 KB, barrierefrei) -

Menschenrechte konkret
Fact Sheets zum Menschenrechtsansatz in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
BMZ Materialien 194
(PDF 1,2 MB, barrierefrei)


